Immobilienkredit

Immobilienkredit

by KreditJoe
Lesedauer: 36 Minuten

Die eigenen vier Wände zu besitzen und nicht mehr länger monatlich Miete zahlen zu müssen – davon träumen immer mehr Menschen. Zur Finanzierung dieses Traums muss jedoch in den meisten Fällen ein Kredit aufgenommen werden, denn kaum jemand hat die finanziellen Möglichkeiten, um ein Haus oder eine Wohnung komplett aus eigener Tasche bezahlen zu können. Ein so genannter Immobilienkredit ist zu diesem Zweck die perfekte Lösung. Bei uns erfahren Sie, worauf es bei der Aufnahme eines Immobilienkredits zu achten gilt, ob und wie viel Eigenkapital Sie zur Finanzierung Ihrer eigenen Immobilie mitbringen sollten und welche Fallen es auf dem Weg zum Eigenheim zu vermeiden gilt.


Ratgeber Immobilienkredit – und die Traumimmobilie muss kein Traum mehr bleiben

Das ist beim Finanzierungsvergleich wichtig

Ein Immobilienkredit ist ein Darlehen, welches speziell für den Kauf oder den Bau einer Immobilie vergeben wird. Auch für kostspielige Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen können derartige Darlehen verwendet werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem zweckgebundenen Kredit, dessen Verwendung unbedingt nachgewiesen werden muss. Als Kreditgeber kommen sowohl Banken wie auch Versicherungen und Bausparkassen in Frage. Kennzeichnend für Immobiliendarlehen sind vor allem die langen Laufzeiten, die je nach Vereinbarung durchaus 30 und mehr Jahre betragen können. Aber auch die Absicherung, die hier in Form von Grundpfandrechten wie Grundschulden erfolgt, ist ein wichtiges Kriterium.

Was genau versteht man unter einem Immobilienkredit und wie unterscheidet sich dieser von anderen Kreditformen?
Bei einem Immobilienkredit handelt es sich um eine Darlehensform die, wie bereits am Namen zu erkennen ist, dazu gedacht ist, die Finanzierung der eigenen Wohnung oder auch des eigenen Hauses zu ermöglichen. Dabei unterscheidet sich diese Kreditvariante auf den 1. Blick nicht von anderen Finanzierungsmöglichkeiten, denn der Kreditgeber (im Regelfall eine Bank bzw. ein anderes Finanzinstitut) borgt einem Kreditnehmer eine zuvor vereinbarte Summe, die innerhalb einer bestimmten Laufzeit wieder zurückgezahlt werden muss. Natürlich handelt die Bank dabei nicht eigennützig und der Kreditnehmer muss neben der geliehenen Summe zusätzliche monatlich anfallende Zinsen bezahlen.

Da es sich bei einem Immobilienkredit jedoch im Regelfall um eine sehr große Geldsumme handelt, gibt es doch einige Punkte, die diese Kreditform von anderen unterscheidet.

1. der Immobilienkredit ist zweckgebunden

Wenn Sie einen Immobilienkredit aufnehmen, so ist dieser zweckgebunden und das bedeutet, dass Sie die geborgte Summe wirklich nur zum Erwerb oder zum Erhalt einer Immobilie verwenden dürfen. Auf diese Weise sichert sich die Bank ab und kann das Risiko und den Wertverlust des mit dem Geld erworbenen Objekts besser einschätzen, um das Verlustrisiko so zu minimieren. Wenn Sie sich also für die Aufnahme eines Immobilienkredits entscheiden, müssen Sie dem Kreditgeber mitteilen, um welches Objekt es sich handelt, dass Sie erwerben möchten oder wie die Modernisierungsarbeiten aussehen werden. Ihr Kreditgeber wird zudem ein Gutachten einfordern, mithilfe dessen von einer neutralen Stelle festgestellt wird, wie viel das von Ihnen ausgesuchte Objekt wirklich wert ist und ob die beantragte Kreditsumme somit gerechtfertigt ist.

2. Die Immobilie dient der Bank als Sicherheit

Die mit dem aufgenommenen Geld erworbene Immobilie dient der Bank als Sicherheit und geht somit automatisch in den Besitz der Bank über, wenn die Kreditsumme vom eigentlichen Besitzer aus privaten oder auch beruflichen Gründen nicht mehr zurückgezahlt werden kann. Zu diesem Zweck wird die Bank ebenfalls als Besitzer in das Grundbuch eingetragen. Diese sogenannte Hypothek kann erst dann vom Eigentümer des Hauses gelöscht werden, wenn der Kredit vollständig zurückgezahlt wurde und man somit der rechtmäßige Besitzer des Hauses, der Wohnung oder auch des Grundstücks ist.

Wie sehen die Rahmenbedingungen für einen Immobilienkredit aus?

Natürlich hält sich für viele Menschen folgendes Vorstellung verlockend an: Statt monatlich für das Wohnen Miete zu zahlen und das den Vermieter somit zu einem stattlichen Zusatzeinkommen zu verhelfen, könnte man doch auch einen Kredit aufnehmen und eine eigene Immobilie erwerben, die einem nach 20 bzw. 30 Jahren dann auch wirklich gehört. Ganz so einfach ist es jedoch im Normalfall nicht und Sie sollten sich zunächst darüber Gedanken, ob ein Immobilienkredit in Ihrer jetzigen Lebenssituation sinnvoll ist. Dabei spielt nicht nur die zukünftige Familienplanung eine wichtige Rolle, auch berufliche Veränderungen oder die aktuelle Finanzielle Lage können darüber entscheiden, ob ein Immobilienkauf sinnvoll ist. Generell ist es immer schwierig zu entscheiden, ob aktuell der richtige Zeitpunkt ist, um einen Immobilienkredit aufzunehmen, dennoch gibt es einige Punkte, die sowohl dafür, als auch dagegen sprechen, die Sie in Ihrer Zukunftsplanung miteinbeziehen sollten.
Eine Tatsache, die aktuell besonders dafür zu sprechen scheint eine Wohnung oder sogar ein Haus zu kaufen ist die Tatsache, dass die Mietpreise immer weiter in die Höhe klettern und auch in Zukunft keine Umkehrung dieses Trends zu erwarten ist. Aus diesem Grund stellen sich viele Menschen und vor allem Familien die Frage, wie lange es überhaupt noch leistbar sein wird, zur Miete zu wohnen. Des Weiteren sind die Kreditzinsen seit der Finanzkrise im Jahr 2008 auf einem besonders niedrigen Niveau, weshalb es noch nie so günstig war, eine Immobilie mithilfe eines Kredits zu finanzieren.

Es gibt jedoch auch einige Kriterien, die gegen den Kauf einer Immobilie sprechen. Haben Sie zum Beispiel Ihre Familienplanung noch nicht abgeschlossen bzw. wissen Sie nicht ob und wie viele Kinder Sie haben möchten, wird es schwerer für Sie sein, eine Immobilie in der richtigen Größenordnung zu finden. Für viele Menschen ist es auch ihre berufliche Situation, die sie davon abhält in eine Wohnung oder sogar ein Haus zu investieren. Heutzutage ist es nämlich wichtiger denn je, räumlich flexibel zu bleiben, um den Anschluss am Arbeitsmarkt nicht zu verlieren und vor allem die Digitalisierung macht es in vielen Branchen unmöglich vorherzusagen, welchen Job man in einigen Jahren ausführen wird und ob man überhaupt ein regelmäßiges Einkommen vorzuweisen hat.
Eine Mietwohnung bietet Ihnen hierbei ein viel größeres Maß an Flexibilität und Sie haben jederzeit nach Einhalten einer kurzen Kündigungsfrist die Möglichkeit, sich sowohl räumlich als auch örtlich zu verändern.
Weitere Punkte, die es unbedingt zu beachten gilt, wenn Sie darüber nachdenken, einen Immobilienkredit aufzunehmen, haben wir nun für Sie zusammengefasst.

Mieten oder kaufen im Vergleich – wie treffe ich die richtige Wahl?

Wohnen Sie aktuell zur Miete werden vielleicht auch Sie sich aufgrund der immer höher steigenden Immobilien- und Mietpreise Gedanken gemacht haben, ob nicht vielleicht jetzt genau der richtige Zeitpunkt wäre, um eine eigene Immobilie zu kaufen. Generell sollten Sie bei dieser Überlegung jedoch zunächst bedenken, dass nahezu alle Banken ein Mindestmaß an Eigenkapital fordern, um einen Kredit, der für den Kauf eines Wohnobjekts notwendig ist, zu bewilligen. Generell wird ein Eigenkapital von 20 bis 30 % des Kaufpreises der Immobilie empfohlen, um den Immobilienkredit zu erhalten. Haben Sie sich also noch kein Kapital in dieser Höhe zusammengespart und wissen Sie nicht, wie Sie diese Summe aufbringen sollen, so ist es in den meisten Fällen nicht empfehlenswert über den Kauf einer Immobilie nachzudenken.
Natürlich kann es jedoch auch schnell passieren, dass man zu lange abwartet und somit den richtigen Zeitpunkt für den Erwerb der eigenen vier Wände mithilfe eines Kredits und somit eine lukrative Investitionsmöglichkeit verpasst. Die meisten Finanzinstitute sind nämlich nicht dazu bereit, einen Kredit zu gewähren, dessen Laufzeit sich bis hinein in das Pensionsalter erstreckt. Auf diese Weise verengt sich das Zeitfenster für die Aufnahme eines Kredits erheblich.
Stellen Sie also zunächst einen realistischen Finanzierungsplan auf und nutzen Sie zu diesem Zweck den online Kreditrechner um herauszufinden, ob die Finanzierung einer Immobilie aktuell für Sie infrage kommt oder nicht. Auf diese Weise erhalten Sie einen ersten Eindruck darüber, mit welcher Ratenhöhe Sie monatlich rechnen möchten müssten und welcher Kreditlaufzeit dabei am sinnvollsten erscheint. Natürlich handelt es sich hierbei um kein verpflichtendes Angebot der Finanzinstitute, dennoch erleichtert es häufig die Entscheidung, ob sich eine weitere intensivere Beschäftigung mit dem Thema lohnt oder man doch den Kaufzeitpunkt etwas nach hinten verschiebt

Ich finde ich den richtigen Immobilienkredit für meine individuellen Ansprüche?

Haben Sie sich alleine oder auch zusammen mit Ihrer Familie nach reichlicher Überlegung dafür entschieden, ein eigenes Haus oder eine Wohnung zu kaufen und möchten Sie zu diesem Zweck einen Immobilienkredit aufnehmen werden Sie sehr schnell feststellen wie viele verschiedene Anbieter und Möglichkeiten Ihnen dabei zur Verfügung stehen. Um in dieser Fülle an Möglichkeiten nicht vollkommen den Überblick zu verlieren, sollten Sie zunächst den online Vergleichsrechner verwenden, um sich über die günstigsten Angebote zu informieren und herauszufinden, welche Variante für ihre aktuellen Lebenssituation die beste ist.
Beim Vergleich der unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten ist es wichtig folgende Punkte zu hinterfragen und diese bei der konkreten Planung zu berücksichtigen:

• Wird die gewünschte Kreditsumme überhaupt gewährt?
• Welche Mindestlaufzeit wird bei der Kreditsumme empfohlen?
• Welche Art der Tilgung kommt für mich in Frage und ist es möglich, den Kredit früher zurückzuzahlen?
• Gibt es die Möglichkeit einer Sollzinsbindung und wie sieht diese genau aus?
• Werden Fördermittel berücksichtigt bzw. habe ich Anspruch auf diese?

Wenn Sie all diese Fragen berücksichtigen wird es Ihnen leichter gelingen, sich einen guten Überblick über Ihre individuellen Möglichkeiten zu verschaffen. Anschließend ist es in vielen Fällen empfehlenswert, sich mit diesen erlangten Informationen an Ihre Hausbank zu wenden und herauszufinden, ob Sie vielleicht auch hier einen ähnlich guten Kredit erhalten können. Vor allem wenn Sie bereits seit vielen Jahren ein treuer Kunde bei dieser sind, wird Ihr Bankberater im Normalfall alles Mögliche versuchen, um Sie für die Aufnahme eines Kredits bei der Hausbank zu überzeugen und Sie somit weiterhin als Kunden zu binden.
Für einen solchen Termin sollten Sie sich natürlich bestmöglich vorbereiten und einen exakten Haushaltsplan sowie alle aktuellen Ein- und Ausnahmen vorweisen können. Kalkulieren Sie dabei möglichst genau, denn nur dann werden Sie eine gute Grundlage vorweisen können, dank der Ihnen ein Kredit bewilligt wird. Zudem sollten Sie bestens über Ihre finanzielle Lage Bescheid wissen, bevor Sie sich mit dem Kauf eines Wohnobjekts beschäftigen.

Warum ist ein Immobilienkauf ohne Eigenkapital nicht bzw. kaum möglich?

Immer wieder wenn in den Medien etwas über das Thema Immobilienerwerb berichtet wird oder man vielleicht auch im Bekanntenkreis darüber diskutiert, fällt das Wort „Eigenkapital“ und das hat einen guten Grund. Natürlich ist es in Ausnahmefällen auch möglich, eine Immobilie ohne Eigenkapital zu erwerben, wie wir etwas später noch genauer erfahren werden, doch das ist in den meisten Fällen alles anders als empfehlenswert und auch die Immobilienkrise in den USA hat uns genau das gezeigt. Viele Menschen waren und sind noch immer der Meinung, dass sie eine erworbene Immobilie doch einfach wieder verkaufen oder auch an Dritte vermieten können, wenn sie aus welchen Gründen auch immer nicht mehr in der Lage sind die monatlichen Raten zu zahlen. Doch so einfach ist das häufig nicht, denn vor allem Immobilien können starken Wertschwankungen unterworfen sein und das Angebot-Nachfrageverhältnis spielt kaum in einer Branche eine so wichtige Rolle wie hier.
Sie sollten sich daher genau überlegen, wie viel Eigenkapital sie beim Haus-bzw. Wohnungskauf beisteuern können und wie Ihre Finanzlage aussieht, um die Kreditlast möglichst gering zu halten. Auf diese Weise sorgen Sie nämlich auch dafür, dass nicht nur die Kreditlaufzeit sondern auch die anfallenden Zinsen für den Kredit günstiger ausfallen werden und sich außerdem Ihre Chancen stark erhöhen, überhaupt den angestrebten Immobilienkredit zu erhalten.

Wie viel Eigenkapital sollte ich für die Finanzierung mitbringen?

Generell lässt sich festhalten, dass Ihre Ausgangslage für einen Immobilienkredit umso besser ist, je mehr Eigenkapital Sie miteinbringen können. Sie erhöhen nämlich nicht nur Ihre Chancen eine Zusage zu erhalten enorm, auch die geringere Kreditlaufzeit sowie die niedrigen Zinsen sprechen eine eindeutige Sprache. Haben Sie Eigenkapital beim Immobilienkauf zur Verfügung, so hilft Ihnen das dabei, auf Dauer Geld zu sparen und Sie werden die Baufinanzierung viel schneller über die Bühne bringen können, wodurch Sie eine große finanzielle und oft auch psychische Belastung loswerden. Des Weiteren wird Ihr Finanzrisiko stark gesenkt, denn sollten Sie aufgrund privater oder auch beruflicher Gründe wirklich zahlungsunfähig werden und es kommt zu einer Zwangsversteigerung der erworbenen Immobilie durch die Bank, sind Ihre Chancen viel besser, dass Sie danach völlig saniert und somit schuldenfrei aus dieser Finanzierung aussteigen können.
Sie sollten daher zumindest genug Eigenkapital besitzen, um 20 bis 30 % der Gesamtkosten des Immobilienkaufs bezahlen zu können. Zu diesen zählen natürlich auch die Nebenkosten, die beim Immobilienkauf bzw. beim Kreditabschluss entstehen. Halten Sie sich an diesen Richtwert so fällt das Risiko, sich schlussendlich zu überschuldeten und irgendwann die monatliche Ratenzahlung nicht mehr bewerkstelligen zu können um einiges geringer aus und Sie werden von Ihrer Wunschbank mit großer Wahrscheinlichkeit eine Kreditzusage zu tollen Konditionen erhalten. . Aus diesem Grund ist es wichtig, sich bereits am Anfang der Finanzplanung darüber Gedanken zu machen, wie teuer die Immobilie sein darf bzw. kann, die Sie erwerben möchten.

Wie viel Haus bzw. Wohnung kann ich mir eigentlich leisten?

Natürlich soll Ihr neues Zuhause nicht nur Ihnen sondern auch Ihren Liebsten gefallen und im besten Fall genug Platz, Licht und Komfort zu bieten haben. Dabei sollten Sie jedoch keinesfalls Ihre finanziellen Möglichkeiten aus den Augen verlieren, denn das kann sich früher oder später rächen.
Haben Sie eine oder vielleicht sogar mehrere Immobilien, die für Sie infrage kommen im Blick und wissen Sie, wie viel diese kosten wird, haben Sie auch schnell eine Vorstellung darüber, wie viel Geld Sie von der Bank oder dem kreditgebenden Finanzinstitut benötigen, nachdem Sie Ihr Eigenkapital berücksichtigt haben. Denken Sie jedoch daran, dass Sie immer mindestens 3 Monatseinkommen auf dem Konto haben sollten, um für etwaige Notfälle gerüstet zu sein und zum Beispiel ein kaputtes Haushaltsgerät ersetzen zu können. Dieses kleine Geldpolster wird dafür sorgen, dass Sie nicht sofort in finanzielle Probleme geraten, wenn es einmal zu einen solchen oder ähnlichen Notfall kommt.
Seien Sie also bei der Suche nach der richtigen Immobilie immer ehrlich zu sich selbst und Ihrem Konto, um das richtige Wohnobjekt zu finden.

Schätze ich meine finanzielle Gesamtsituation richtig ein und worauf sollte ich dabei beachten?

Bevor es mit der konkreten Haussuche bzw. Wohnungssuche losgeht, sollten Sie sich unbedingt darüber Gedanken machen, welcher Preisrahmen zu Ihrer aktuellen und natürlich auch zukünftigen finanziellen Situation am besten passt. Je realistischer Sie Ihre Finanzlage bei diesem Schritt einschätzen, umso weniger Enttäuschungen stehen Ihnen bevor und auch das finanzielle Risiko, dass mit jeder Kreditaufnahme einhergeht, können Sie auf diese Weise stark senken.
Sie sollten zum Beispiel unbedingt Abstand davon nehmen, Immobilien zu sie besichtigen, die viel mehr kosten, als Sie und Ihre Familie sich überhaupt leisten können, denn auf diese Weise kann es leicht passieren, dass Sie Ihre finanziellen Möglichkeiten unrealistischer betrachten und sich vielleicht sogar ein Haus bzw. eine Wohnung verlieben, die sie sich gar nicht leisten können.

Wie erstelle ich einen Finanzplan?

Möchten Sie eine Immobilie kaufen, dann machen Sie sich zunächst ein realistisches Bild davon, wie viel Sie und auch Ihr Partner netto verdienen und stellen Sie demgegenüber eine Liste Ihrer monatlichen Ausgaben. Hierbei ist es wichtig, vor allem bei den Ausgaben wirklich alles zu berücksichtigen und lieber etwas großzügiger zu kalkulieren. Vor allem bei der Baufinanzierung ist es essentiell, die lange Laufzeit des Kredits zu berücksichtigen und auch etwaige Veränderungen einzuplanen, die sich in diesen Jahren ergeben könnten. Natürlich handelt es sich hierbei häufig nur um Hypothesen, doch Sie sollten auf möglichst viele Eventualitäten bestens vorbereitet sein. Vergessen Sie zudem auch keinesfalls auf Kosten, die vielleicht nicht monatlich, sondern meist nur ein- oder zweimal im Jahr fällig werden wie zum Beispiel Steuern, Heizkosten oder auch Mitgliedsbeiträge für verschiedene Vereine etc.
Zudem sollten Sie unbedingt einen kleinen finanziellen Rahmen miteinplanen, der Ihnen für außerordentliche Ausgaben zur Verfügung steht wie zum Beispiel kleine Urlaubsreisen, Reparaturen oder auch Neuanschaffungen.

Haben Sie nun ein Einnahmen und Ausgaben einander gegenübergestellt, erhalten Sie durch die Subtraktion der Ausgaben jene Summe, die theoretisch monatlich zur Verfügung steht, um Ihren Kredit zurückzuzahlen. Aber auch dieser Betrag sollte lieber nicht bis zuletzt ausgereizt werden, denn es kann immer wieder zu Verzögerungen der Bauarbeiten oder auch starken Zinsschwankungen kommen.

Wovon ist die Höhe meiner monatlichen Raten abhängig?

Haben Sie bereits eine ungefähre Vorstellung davon, wie hoch der Kredit sein muss, den Sie von der der Bank benötigen, um Ihr Traumhaus oder Ihre Traumwohnung finanzieren zu können und haben Sie ausgerechnet, welcher Betrag Ihnen monatlich zur Verfügung haben, um die anfallenden Raten zu begleichen, können Sie sich einen Überblick darüber verschaffen, wie lange die Kreditlaufzeit sein wird. Hierbei handelt es sich jedoch nur um einen ungefähren Wert, denn die Bank wird sowohl die Soll-Zinsen, als auch Ihre Bonität sowie Ihre Vermögenssituation berücksichtigen. Die Laufzeit des Kredits wird wie bereits erwähnt umso kürzer ausfallen, je mehr Eigenkapital Sie mit einbringen können und auch die Zinsen fallen somit viel niedriger aus.
Die schlussendliche Berechnung Ihrer monatlichen Raten ist daher stark von individuellen Faktoren abhängig und Sie werden auf die Frage: „wie hoch werden meine monatlichen Raten sein?“, Erst von Ihrem Kreditberater eine endgültige Antwort erhalten, die vertraglich fixiert wird.

Welche Nebenkosten fallen bei der Aufnahme eines Immobilienkredits an?

Wenn man über den Kauf eines eigenen Hauses bzw. einer Wohnung nachdenkt wird man schnell dazu verleitet, die ganzen Nebenkosten zu übersehen, die bei einem solchen Projekt anfallen. Sie müssen nämlich keinesfalls nur das Haus selbst bezahlen, auch zahlreiche Kaufnebenkosten kommen hinzu und diese sind oft aufgrund ihrer Höhe keinesfalls zu unterschätzen, denn sie machen im Durchschnitt ca. 10 bis 15 % des Gesamtkaufpreises für das Haus aus.

• Die Notarkosten

Möchten Sie ein Haus oder eine Wohnung erwerben, so handelt es sich hierbei in Deutschland um eine Objektübertragung, die nur dann rechtsgültig ist, wenn ein notariell beglaubigten Kaufvertrag vorliegt und dieser von allen beteiligten Parteien unterschrieben wurde. Zu diesem Zweck muss ein Notar oder auch ein Anwalt zur Vertragsabwicklung hinzugezogen werden und je nachdem, wie hoch der vereinbarte Kaufpreis ausfällt, beläuft sich diese Beurkundung auf ca. 1 bis 2 % des Kaufpreises.

• Die Kosten für den Grundbucheintrag

Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Immobilieneigentümer ist der Eintrag in das Grundbuch. Auch dieser ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und es handelt sich dabei um ein Register, in dem alle Besitzansprüche auf die einzelnen Grundstücke verzeichnet sind. Haben Sie einen Immobilienkredit aufgenommen, um sich den Wunsch vom Eigenheim zu finanziert und dient eben dieses der Bank als Sicherheit, so wird der Kreditgeber im Grundbuch ebenfalls genannt werden. Erst wenn Sie die gesamte Schuld für das Haus abbezahlt haben, können Sie die Bank aus dem Grundbuch löschen lassen und gelten von da an als alleiniger Eigentümer. Für den Grundbucheintrag werden im Durchschnitt ca. 0,5 % des Kaufpreises zu bezahlen sein.

• Die Grunderwerbsteuer

Haben Sie ein Grundstück, eine Wohnung oder auch ein Haus erstanden, wird kurz nach der Abwicklung des Kaufvertrages die sogenannte Grunderwerbsteuer fällig. Diese unterscheidet sich zum Teil stark von Bundesland zu Bundesland und der Steuersatz beträgt zwischen 3,5 und 6,5 % des Kaufpreises. Haben Sie sich für den Kauf eines Neubaus entschieden, kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, das Grundstück und das Haus getrennt voneinander zu erwerben, um auf diese Weise einiges an Grunderwerbsteuer zu sparen.

• Die Maklergebühr

Die richtige Immobilie zu finden ist häufig gar nicht so leicht und in vielen Fällen greifen Menschen daher auf die Hilfe von Maklern zurück. Aber auch diese wollen natürlich bezahlt werden. Haben auch Sie Ihre Traumimmobilie mithilfe eines Maklers gefunden, so müssen Sie auch dessen Honorar in die Kaufnebenkosten miteinkalkulieren. Zwar wurde mittlerweile per Gesetz festgelegt, dass derjenige die Maklerprovision zu bezahlen hat, der den Makler auch engagiert, doch bei Immobilienverkäufen ist das meist nicht der Fall. Wie hoch die Maklergebühr ausfällt, ist von dem individuellen Honorar des Maklers abhängig, dieses liegt jedoch im Durchschnitt zwischen 3 und 7 % des Immobilienkaufpreises.

Ist es generell möglich, einen Immobilienkredit ohne Eigenkapital zu bekommen?

Die Empfehlung, mindestens 20 % der entstehenden Kosten beim Kauf einer