Ausbildungskredit

Ausbildungskredit

by KreditJoe
Lesedauer: 12 Minuten

Der Ausbildungskredit – Für die Zukunft finanziell gerüstet

Ein Ausbildungskredit als sogenanntes zweckgebundenes Darlehen dient jungen Auszubildenden zur Finanzierung von Fort- und Weiterbildungen. Der Staat als Kreditgeber bleibt dabei außen vor, beantragt werden muss ein Ausbildungsdarlehen offiziell bei einem Kreditinstitut. Voraussetzung für die Vertragsgestaltung ist die vollständige Rückzahlung des Kredites, es ist jedoch mit flexiblen und attraktiven Konditionen für den Darlehensnehmer verbunden – relativ leichte Zugangskriterien und überschaubare Rückzahlungsvereinbarungen. Beste Chancen auf eine Kreditvergabe haben Auszubildende mit gesichertem und einem möglichst hohen monatlichen Einkommen.

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Kredit für Auszubildende

Auszubildende verfügen zwar über ein monatliches Einkommen in Form ihrer Ausbildungsvergütung, doch ist sie so gering, dass sie oft nicht dazu ausreicht, Wünsche zu erfüllen. Viele Auszubildende wohnen aus diesem Grunde noch bei ihren Eltern, doch können die Eltern nicht immer mit Geld aushelfen. Wünsche stehen an, beispielsweise ein Moped, das erste Auto, eine Musikanlage oder ein Fernseher. Ein Kredit könnte helfen, doch ist es für Auszubildende nur schwer, ihn zu bekommen. Das Ausbildungsverhältnis ist zeitlich befristet, danach ist nicht sicher, ob der Auszubildende in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen wird oder in einem anderen Unternehmen eine Anstellung finden. Die Banken stufen Auszubildende in ihrer Bonität sehr ungünstig ein, das Risiko eines Zahlungsausfalls ist groß. Unter besonderen Voraussetzungen und bei verschiedenen Banken können es Auszubildende dennoch mit einem Kreditantrag versuchen.

Was Auszubildende bei der Kreditaufnahme beachten sollten

Auszubildende, die an einem Kredit interessiert sind, wissen oft nicht, ob sie nach der Ausbildung von ihrem Ausbildungsbetrieb in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Können sie nicht übernommen werden, so ist die Zukunft nach der Ausbildung ungewiss, es ist nicht klar, wann sie eine Anstellung finden. Viele Auszubildende haben jedoch ganz konkrete Vorstellungen von der Zukunft, sie möchten nach der Ausbildung studieren. Alles das sind keine guten Voraussetzungen, um einen Kredit zu bekommen. Auf jeden Fall sollten Auszubildende den Kredit nur in einer geringen Höhe aufnehmen. Für Auszubildende kann nur ein Kleinkredit gewährt werden, denn auch nach der Ausbildung, wenn sie eine Anstellung finden, ist das monatliche Einkommen noch nicht üppig. Realistisch ist ein Kleinkredit von 1.000 oder 2.000 Euro. Die Laufzeit sollte möglichst kurz angesetzt werden, über ein oder zwei Jahre. Im Idealfall überschreitet die Kreditlaufzeit die Ausbildungsdauer nicht. Grundsätzlich sollten Auszubildende daran denken, trotz der monatlichen Kreditraten noch genügend Geld für die laufenden Ausgaben übrig zu behalten. Mit dem Kreditvergleich im Internet können Auszubildende geeignete Anbieter finden, bei denen sie einen Kredit beantragen können. Sie können Beispiele mit veränderter Laufzeit durchspielen, um die geeignete Laufzeit und die Ratenhöhe für den Kredit zu ermitteln. Der Vergleich zeigt, welche Zinsen bei den einzelnen Banken für den Kredit erhoben werden. Werden die Zinsen bonitätsabhängig festgelegt, so müssen Auszubildende oft mit dem höchsten Zinssatz rechnen, da ihre Bonität ungünstig ist.

Voraussetzungen für die Kreditvergabe an Auszubildende

Auszubildende müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um einen Kredit zu erhalten. Sie dürfen keinen negativen Eintrag bei der Schufa haben. So mancher Jugendliche hat bereits einen negativen Schufa-Eintrag, da er sich beispielsweise beim Kauf von Musikdateien oder mit einem Handyvertrag verschuldet hat. Damit Auszubildende einen Kredit bekommen können, müssen sie mindestens 18 Jahre alt sein. Sind sie hingegen noch minderjährig, so müssen die Eltern bürgen und über eine ausreichende Bonität für die Kreditvergabe verfügen. Bei vielen Banken wird verlangt, dass das Ausbildungsverhältnis bei der Antragstellung bereits seit mindestens 6 Monaten besteht. Die Höhe des Einkommens ist oft entscheidend, ob ein Kredit an den Auszubildenden vergeben werden kann. Der maximal mögliche Kreditbetrag kann anhand der Einkommenshöhe und der Höhe der laufenden Ausgaben ermittelt werden. Auszubildende, die noch bei ihren Eltern wohnen, haben oft bessere Chancen, einen Kredit zu bekommen, als diejenigen, die bereits über eine eigene Wohnung verfügen, denn Mieten und Betriebskosten werden ins Verhältnis zum Einkommen gesetzt. Für die Bonitätsprüfung müssen Auszubildende eine Bescheinigung ihres Ausbilders, Kontoauszüge sowie Einkommensnachweise vorlegen, zusätzlich holt die Bank eine Schufa-Auskunft ein.

Wo Auszubildende einen Kredit beantragen können

Auszubildende können über den Kreditvergleich im Internet einen geeigneten Kreditgeber finden. Verschiedene Direktbanken sind bereit, einen Kredit zu vergeben. Auch bei Kreditvermittlern, die mit verschiedenen Kreditinstituten zusammenarbeiten, oder auf Kreditmarktplätzen haben Auszubildende Chancen auf einen Kredit. In jedem Fall sollten sie darauf achten, dass die Zinsen nicht zu hoch sind. Auszubildende verfügen bereits über ein eigenes Girokonto, es ist Voraussetzung für die Überweisung der Ausbildungsvergütung. Sie können bei der Bank, bei der sie das Girokonto haben, einen Kreditantrag stellen. Dort können Auszubildende auch einen Dispokredit beantragen, doch sollten sie beim Umgang damit vorsichtig sein, da hohe Zinsen dafür anfallen.


Ein Ausbildungskredit sichert die monetäre Zukunft

Eine Kreditvergabe lohnt sich vor allem für Auszubildende in wichtigen Branchen, die laufend entsprechende Fortbildungsmaßnahmen mit sich bringen. Als Beispiele genannt seien an dieser Stelle Piloten, Zahnarzthelferinnen oder etwa Azubis in chemischen Berufen. Ein eventuell sich anschließedes Studium verlangt weitere Studiengebühren, die oft zu finanziellen Engpässen führen. Auch in solchen Situationen kann ein Ausbildungskredit als Lösungsvorschlag gelten. Ein Rat: Die Konditionen von verschiedenen Kreditangeboten sollten vor der Annahme miteinander verglichen werden, um unliebsame Überraschungen weitgehend auszuschließen.

Die Vergabe von Ausbildungskrediten

Im Grunde genommen sind private Banken nicht als Kreditgeber tätig, was einen Auszubildenden aber nicht an einem Kreditantrag, mit dem Hinweis auf ein Darlehen für Auszubildende, hindern sollte. In vielen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, auf einen normalen Ratenkredit als Alternative auszuweichen. Sollte das Einkommen für die Bedienung der Ratenzahlen nicht ausreichen, kann der Kreditnehmer diese Situation mit einem Bürgen, beispielsweise einem Elternteil, verbessern. Dieser muss im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Auszubildenden für dessen Schulden einstehen.

Die KfW hilft mit einem Bildungskredit

Bis zu maximal 7.200 Euro Kreditsumme kann der Auszubildende bei der KfW aufnehmen. Im Idealfalle kann er die Laufzeit auf 24 Monate festlegen und sich monatlich jeweils 300,00 Euro ausbezahlen lassen, auch dann, wenn er bereits eine BAfÖG-Unterstützung oder einen KfW-Studienkredit in Anspruch genommen hat. Dies liegt an den Sicherheiten für die Kreditsumme, die für die Vergabe eines Ausbildungskredites nicht notwendig werden. Wobei auch die Einkommenssituation der Eltern nicht für die Prüfung einer Kreditvergabe herangezogen werden. Weitere Vorteile wären ein effektiver Jahreszins von lediglich 0,80 Prozent, sowie die freie Nutzung der Kreditsumme, etwa als Zuschuss zu den Lebensunterhaltskosten. Allerdings nur im letzten Teil der laufenden Ausbildung.

Das Aufstiegs-BAföG der KfW

Ausschließlich zur Finanzierung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen gedacht ist das sogenannte Aufstiegs-BAföG. Es wird ebenfalls von der KfW zur Verfügung gestellt und kann bis zu maximal 15.000 Euro betragen. Unter der Voraussetzung, dass die zu kreditierende Maßnahmen mindestens 400 Stunden umfasst, wird auf die sonst übliche Bonitätsprüfung und die Gestellung von Sicherheiten weitgehend verzichtet. Unterschieden wird bei Kreditvergabe zudem noch zwischen Voll- und Teilzeitkursen. Zum aktuellen Zeitpunkt berechnet die KfW für den Kredit einen effektiven Jahreszinssatz von 0,87 Prozent.

Wichtige Unterschiede zwischen Bildungs- und Ausbildungskredit

Während private Banken für die Vergabe von Ausbildungskrediten in Form von Ratenkrediten zuständig sind, vergibt die KfW mit dem Bildungskredit eine ausschließlich staatlich geförderte Darlehensart. Die Unterschiede liegen zwischen den Konditionen. Bei einem als Ratenkredit ausgegebenen Ausbildungskredit, der in dieser Form von den Banken nur selten angeboten wird, sind die Kreditrichtlinien klar vorgegeben, die Auszahlung der Kreditsumme erfolgt insgesamt. Finanzielle Probleme bereitet es den Banken nur, wenn es seitens des Kreditnehmers zu Rückzahlungsschwierigkeiten kommt. Die ausschließlich an die Finanzierung der Ausbildung gekoppelten KfW-Bildungskredite werden mit einer fest vereinbarten Teilsumme monatlich ausgezahlt. Im Gegenzug profitiert der Kreditnehmer zusätzlich noch von den günstigen Konditionen.

Gute Chancen für einen Ausbildungskredit im Internet?

Das Netz ist voll von Angeboten bezüglich der Ausbildungskredite. Vorsicht ist dennoch geboten, denn einige Angebote versprechen zwar auf den ersten Blick günstige Konditionen, die sich in der Praxis oftmals jedoch als Einbahnstraße erweisen. Die Bereitschaft zur eigennützigen Gegenüberstellung verschiedener Angebote sollte deshalb unbedingt gegeben sein.

Aufgenommen werden können Kredite mit Summen von beispielsweise bis zu 65.000 Euro, dann allerdings wird beste Bonität des Kreditnehmers vorausgesetzt. Andere Banken erlauben die Anpassung der Konditionen an die persönlichen Verhältnisse, bieten beispielsweise an, zu bestimmten Zeiten eine sogenannte Ratenpause einzulegen. Wichtig zu klären wäre auch die Bereitschaft der kreditgebenden Bank auf Sonderzahlungen. Besonders wichtig ist natürlich auch die Höhe der monatlichen Belastung, hier sollte auch an oftmals schwer zu kalkulierbare Situationen während der Ausbildung gedacht werden. Als gut erweist sich auch der Einsatz eines Fachmannes für die sachliche Prüfung der Konditionen.

Wie Studenten ihre Ausbildung finanzieren können

Studenten, allzu gerne auch als künftige Elite bezeichnet, können zur Finanzierung ihrer Ausbildung auf einen sogenannten Studienkredit zurückgreifen. In diesem Falle können sie auch zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten dienen, da nicht alle Studenten neben dem eigentlichen Studium noch einen Job ausüben oder sich auf Familienangehörige verlassen können, die in der Lage wären, das gesamte Studium zu finanzieren.

Vor einer Kreditaufnahme sollte allerdings der persönliche Entschluss feststehen, das Studium auch tatsächlich zu beenden. Die finanziellen Folgen bei einem Studienabbruch können sonst immens hoch sein, wenn in dieser Situation die Auszahlung eines Kredites gestoppt würde. Das ließe sich über Konditionsverhandlungen bezüglich eines individuellen Rückzahlungsplanes mit der kreditgebenden Bank zwar auffangen. Mit attraktiven Konditionen aber hat ein solcher Schritt kaum noch etwas zu tun, da sich die Banken erweiterte Risiken außerhalb der Norm immer bezahlen lassen.

Besonderheiten der verschiedenen Kreditformen

Zahlreiche und passende Konditionen machen es einem Kreditnehmer einfach, sich aus dem Angebotsportfolio den für ihn geeigneten Kredit herauszusuchen. So lässt sich die Finanzierung über einen Ausbildungskredit exakt an die eigenen Bedürfnisse sowie die geplanten Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen anpassen. Das gleiche gilt für Studiengänger, die ihre Finanzierung der Hochschulausbildung sicherstellen wollen. In einigen Fällen lässt sich der Kredit als Studiendarlehen mit den Leistungen an der Hochschule verknüpfen, was Auswirkungen auf die monatlichen Auszahlungen hat. Gewünschte Nebeneffekte sind die Förderung des Leistungsbewusstseins sowie die Bereitstellung von längeren tilgungsfreien Zeiträumen nach Beendigung der Hochschulausbildung. Daraus ergibt sich zudem ein guter Einstieg in das Berufsumfeld, der mit dem deutlich geringer zu bewerteten Druck verbunden ist, weil auch die monatlichen Rückzahlungssummen angepasst und somit kleiner werden.

Auf diese Details beim Studienkredit ist zu achten

Studienkredite sind höchst unterschiedlich, wie ein Blick in die Angebote der Banken zeigt. Vor der endgültigen Annahme eines Kreditvertrages gilt es jedoch sich ein paar Gedanken zu machen:

  • Welche genaue Kreditsumme benötige ich langfristig tatsächlich?
  • Gibt es Beschränkungen des Darlehens auf Hochschulen und/oder der Studiengänge?
  • Benötige ich wirklich ein Darlehen oder gibt es machbare Alternativen?
  • Kann ich die erwartete Rückzahlung über eine lange Dauer stemmen?
  • Stehen andere spezielle Angebote im Rahmen von Studiengängen zur Verfügung?
  • Wie veränderbar sind die Konditionen auf meine persönliche Situation?
  • Was passiert, wenn ich mit der Rückzahlung des Kredits nicht mehr klar komme?
  • Welchen Fachmann in meiner Nähe kann ich einschalten, der mir vorgelegte Angebote der Banken und Institutionen sachlich und transparent nachvollziehbar prüft?

Vorsicht ist und bleibt jedoch die Mutter der Porzellankiste. Verschiedene Angebote von Anbietern werden nur dann positiv beschieden, wenn mit dem Darlehen eine ganz bestimmte Hochschule oder exakt festgelegte Studiengänge verknüpft sind. Was sich für die Einen nachteilig auswirkt, freut die Anderen, profitieren sie doch von deutlich besseren Vertragskonditionen. Dennoch ist die Nutzung eingeschränkt zu sehen, wenn zum Beispiel das beantragte und genehmigte BAföG nicht ausreichen sollte oder es keine alternativen Finanzierungsmöglichkeiten, etwa aus dem Elternhaus, geben sollte.

Genaues Kalkulieren ist also angesagt. Im besten Falle entsteht daraus ein spezifischer Plan, der die Verhandlungen mit den Banken einfacher machen dürfte. „Kleine Brötchen backen“ sollte ein Kreditnehmer etwa bei der Bestimmung der Kredithöhe und der monatlich zu leistenden Rückzahlungssumme. Sind die Lösungsideen etwa zu hoch angesetzt, könnten sich hinterher ein paar faustdicke Überraschungen ergeben, mit denen man gar nicht gerechnet hat.

Welche Alternativen gibt es zum Studienkredit?

Auf den ersten Blick mögen die Konditionen für das gesuchte Darlehen durchaus interessant sein. Ob sie es wirklich sind, stellt sich unter Umständen aber erst heraus, wenn man sich alternative Kreditformen einmal genauer anschaut. Und auch daran sollte man denken: Eltern haben die gesetzliche Verpflichtung, ihre Sprößlinge während der Ausbildung oder einem Erststudium finanziell zu unterstützen. Darunter fällt auch das Kindergeld, das der Staat maximal bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres bezahlt. Außerdem könnten auch Eltern oder nahe Verwandte die Finanzierung für den Auszubildenden oder den Studienanfänger übernehmen und ihm so den Rücken freihalten, die sich aus den Verpflichtungen gegenüber einem Kreditinstitut ableiten ließen.

Auch wenn es nicht immer so einfach erscheinen mag, eine weitere Alternative zum Ausbildungs- oder Studienkredit wären Neben-, Aushilfs- oder Studentenjobs. Gar nicht selten ist die Tatsache, das gerade Studenten neben dem Studium einem Job nachgehen und mit der Bezahlung die Studiengebühren und den Lebensunterhalt bestreiten. Zudem lernt man andere Menschen kennen, unter bestimmten Umständen auch den einen oder anderen möglichen Arbeitgeber.

Nicht vergessen sollte man auch die Finanzierungsmöglichkeit der Beantragung von BAföG. Dabei handelt es sich um das Bundesausbildungsförderungsgesetz des Staates und gilt als eine Sozialleistung nach § 68 Sozialgesetzbuch (SGB). Die Förderpalette ist entsprechend groß, sie beginnt bereits ab der 10. Klasse in allgemeinbildenden Schulen, geht weiter über den Besuch einer Fach- oder Berufsfachschule, einer Einrichtung des Zweiten Bildungsweges sowie während der Hochschulausbildung. Dabei gilt grundsätzlich die Förderung einer sogenannten ersten Ausbildung. Studierende können sich jedoch bis zum Ende des zweiten Semesters für eine neue Fachrichtung entscheiden. Wer den Wechselschritt macht, muss zum Erhalt des BAföG einen sogenannten unabweisbaren Grund für seine Entscheidung nachweisen. Auf dem BAfög-Weg können Schüler und Studenten die Förderung auch für Schul- und Ausbildungsmaßnahmen im Ausland nutzen.

Wichtige Voraussetzung für die Beantragung von BAföG

Beabsichtigt ein Studierender die Nutzung von BAföG-Leistungen über den Abschluss des Bachelor-Studienganges hinaus, muss er darauf achten, dass sein Master-Studium nahtlos auf der Ausbildung zum Bachelor aufbaut. Die Finanzierung eines Fernstudienganges ist lediglich für längstens zwölf Monate möglich, soweit es bei der Maßnahme um ein Vollzeitstudium handelt und es innerhalb der Förderungsfrist abgeschlossen werden kann. Für ein dreijähriges Studium bedeutet dies entsprechend eine mögliche BAfög-Förderung des letzten Jahres.

Das Alter von Auzubis zum Beginn einer Ausbildung darf vor der Beantragung von BAföG das 30. Lebensjahr nicht überschritten haben. Es sei denn, einer Fristverlängerung wird bei Vorliegen von sogenannten Ausnahmetatbeständen, beispielsweise etwa Kinderbetreuung oder die Zeit zum Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung, zugestimmt. Eine Altersgrenze von 35 Jahren gilt für die Aufnahme eines Masterstudiums.

Der Staat sieht die Zuteilung von BAföG im familiären Kontext. Die Höhe richtet sich nach dem eigenem Einkommen und Vermögen des Antragstellers, wobei in aller Regel auch die Einkommensverhältnisse der Eltern mit angerechnet werden.
Aktuell dürfen studierende Nebenjobber bis zu 750 Euro monatlich dazuverdienen, um sich innerhalb dieses Rahmens die Förderung in zwei Teilbereichen zu sichern. Eine Häfte kommt durch die staatliche Förderung zustande, während die zweite Hälfte auf einem zinslosen Darlehen aufbaut.

Eine weitere Alternative sind Fördergelder oder Förderprogramme

Wer seine Ausbildung nicht über einen entsprechenden Kredit finanzieren möchte, kann als Alternative zum Studienkredit auf Fördergelder und/oder Fröderprogramme zurückgreifen. Dazu muss er nicht zum Kreis der Hochbegabten zählen, auch ein Auslandsstudium oder ein besonderes Ehrenamt kann seinen Anspruch auf teilweise bis zu mehreren hundert Euro monatlich bestätigen.

Die Auswahl an Studienkrediten steigt

Die steigenden Angebotszahlen hängen mit der Marktsituation zusammen, nach der auch immer mehr Studenten den Weg an die Hochschulen finden. Zu den überlegenswerten Kreditgebern zählen der DBK Bildungsfonds, der Studienkredit der Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Finanzierungsmaßnahmen der KfW.

Beispiele im Einzelnen:

Der DKB Bildungsfond

  • Der Maximalkredit erreicht seine Grenze bei 39.000 Euro.
  • Die Auszahlung erfolgt monatlich, maximal möglich sind Raten von 650 Euro.
  • Als Laufzeit des Kredites ist die Zahl der regulären Semester festgelegt.
  • Zwei weitere Semester können als Puffer vereinbart werden.
  • Für einen DKB-Kredit kommen alle Stundenten bis maximal 30 Jahre in Frage. Sie müssen einen Wohnsitz innerhalb von Deutschland nachweisen.
  • Die aktuellen Verbindlichkeiten über bereits laufende Kredite dürfen bei Beantragung die Grenze von 10.000 Euro nicht überschreiten.
  • In der aktuellen Phase muss mit einem Jahreszins von bis zu 6,49 Prozent gerechnet werden.
  • Die Rückzahlung des Darlehens kann auf bis zu 20 Jahre ausgedehnt werden, wobei nach der Beendigung des Studiums ein Jahr Rückzahlungspause vereinbart wäre.

Studienkredit der Volks- und Raiffeisenbank

  • Eine Kreditaufnahme über das Internet ist nicht möglich, kann nur persönlich vor Ort in einer Bankfiliale stattfinden.
  • Das Darlehen wird in Raten zwischen 100 und 650 Euro monatlich ausgezahlt.
  • Bis zu 14 Semestern kann die Förderung dauern, allerdings unter Berücksichtigung des Alters des Kreditnehmers.
  • Die Vergabe eines Kredites ist nicht an schulische Leistungen gebunden.
  • Mit dem Ende des Studiums beginnt eine 23-monatige Rückzahlungspause.

Studienkredit der KfW

  • Förderungsberechtigt sind alle Personen im Alter von 18 bis 44 Jahren.
  • Genutzt werden kann der KfW Studienkredit für das Erst- und Zweitstudium, zur Absicherung von postgradualen Studiengängen und für die Zeit der Promotion.
  • Die Kreditvergabe ist unabhängig vom Einkommen des Kreditnehmers.
  • Die maximale Höhe des Kredits endet bei 54.600 Euro, die Auszahlung erfolgt monatlich mit Raten zwischen 100 und 650 Euro.
  • Nach dem Ablauf von jeweils sechs Monaten kann die Anpassung des Darlehens an die eigenen Bedürfnisse verlangt werden.
  • Völlig unkompliziert zeigt sich die KfW bei den Laufzeiten. Sie kann zwischen sechs und 23 Monaten, die Tilgungszeit mit bis zu 25 Jahren vereinbart werden.
  • Einen Spitzenwert gibt es auch beim effektiven Jahreszins: aktuell 4,02 Prozent.

Zusammenfassung der Vorteile: Ausbildungskredite

Einer der größten Vorteile sind die exakt zu bestimmenden Konditionen von Ausbildungskrediten. Außerdem lässt sich diese Art der Finanzierung sowohl auf die Ausbildung an sich, als auch zur Absicherung der eigenen Lebenshaltungskosten, anwenden. Hinzu kommen teilweise lange Laufzeiten, vereinbarte Rückzahlungspausen sowie günstige Jahreszinssätze, die sich deutlich von anderen Kreditarten unterscheiden.

Zusammenfassung der Nachteile: Ausbildungskredite

Ob es ein Nachteil ist, dass die Kreditsumme nicht auf einmal, sondern in Teilen monatlich ausgezahlt wird, muss jeder für sich entscheiden. Dabei ist ein solches Darlehen aber auch als feste monatliche Hilfe und Unterstützung zu sehen. Meist dürften die vereinbarten Beträge dennoch kaum ausreichen, sämtliche Monatskosten bestreiten zu können.

Fazit:
Ausbildungskredite sind für Auszubildende eine nahezu perfekte Lösung durch die teils tilgungsfrei gestellte Rückzahlung. Zudem besteht die Möglichkeit, die Rückzahlung nach dem Ende einer ausbildung nach Plan erst dann zurückzuzahlen, wenn sich die persönlichen Einkommensverhältnisse gebessert haben. Gelingt die Prüfung der verschiedenen Angebote oder die Vergleiche im Internet, dürften sich etliche Ausbildungskredite durchaus lohnen.

Zusammenfassung der Vorteile: Studienkredite

Studienkredite halten einem Vergleich mit den meisten normalen Darlehen nicht stand. Anspruch hat jeder Student, sofern er bei der Kreditantragstellung unter 31 Jahre alt ist und sein Studium nicht beendet sein sollte. Einfach ist auch die Kreditvergabe, da weder eine Bonitätsprüfung noch die Prüfung der finanziellen Situation der Eltern durchgeführt wird. Außerdem verzichten Kreditgeber in aller Regel auch auf die Vorlage von Sicherheiten. Die KfW-Kredite sind bundeseinheitlich geregelt und werden ohne Vorgaben an Studienfächer oder Studienorte vergeben. Außerdem lassen sich die monatlichen Auszahlungen in regelmäßigen Abständen, meist nach jedem Semester, neu an die persönliche Situation anpassen. Einmal pro Jahr kann auch die Höhe der Rückzahlungsrate angepasst werden, wobei der Betrag bei mindestens 20 Euro liegen müsste. Die veränderte Situation macht sich bei der Laufzeit der Kreditrückzahlung auf jeden Fall positiv bemerkbar.

Zusammenfassung der Nachteile: Studienkredite

Eine Kreditvergabe kann abgelehnt werden, wenn die Prüfung hinsichtlich einer vorliegenden Privatinsolvenz des Kreditnehmers positiv beschieden wird. Nachteilig kann sich die jährliche neue Festlegung der Zinssätze auswirken, sollten diese den vereinbarten Wert übersteigen. Allerdings gilt nach dem Vertragsende eine garantierte Zinsobergrenze für 15 Jahre. Ebenfalls regelmäßig vorzulegen sind Bescheinigungen, aus denen der Stand der Studienleistungen hervorgeht. Kommt man diesem Verlangen nicht termingerecht nach, werden die monatlichen Auszahlungssummen automatisch gestoppt. Die gleiche Reaktion bekommt auch durch zwei sogenannte Urlaubssemester Gültigkeit. Ergänzend wäre noch zu erwähnen, dass die Einhaltung der Regelstudienzeit zwingend angeraten wird.

Tip: Diese Seite ist auch über Ausbildungskredit.de erreichbar.

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