Studienkredit

Studienkredit

by KreditJoe
Lesedauer: 12 Minuten

Viele Studentinnen und Studenten kennen die folgende Situation: Das Studium nimmt viel zu viel Zeit in Anspruch, um gleichzeitig noch Arbeiten zu können und muss darüber hinaus auch noch finanziert werden. Ein Studienkredit kann hier die Lösung darstellen. Doch durch was genau zeichnet sich dieser aus, welche Voraussetzungen werden benötigt, wie genau wird dieser abgeschlossen und was ist eigentlich der beste Studienkredit?

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Was ist ein Studienkredit und wozu wird dieser eingesetzt?

Es handelt sich bei einem Studienkredit um eine spezielle Form des Kredits, welche primär für die Finanzierung eines Studiums eingesetzt werden kann und dafür spezielle und attraktive Zugangsbedingungen bereitstellt. Es handelt sich dabei generell um einen Kredit, welcher auch von Einkommensschwachen Personen beantragt werden kann – insbesondere Studenten. Die Zinsen sind somit verhältnismäßig günstiger als bei anderen Arten von Krediten. Aktuell herrscht ein regelrechter Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Banken und Kreditinstituten bezüglich Studienkrediten. Gerade deswegen können diese zu günstigen Konditionen beantragt werden. Ein Studienkredit besteht dabei stets aus einer maximalen Geldsumme, welche beantragt werden kann, sowie einem dazugehörigen Zinssatz. Natürlich steigen die Zinsen und die Nebenkosten an, umso höher die Kreditsumme ausfällt.

Es ist allerdings je nach Bank möglich, Summen von 50.000 Euro oder mehr aufzunehmen – je nachdem, wozu diese verwendet werden und welche Maßnahmen der Absicherung vorgenommen werden. Typischerweise liegt der durchschnittliche Zinssatz für einen Studienkredit aktuell bei 3 bis 4 % jährlich. Die monatliche Höchstrate der jeweiligen Bank oder des jeweiligen Kreditinstitutes kann allerdings unterschiedliche ausfallen, weshalb ein Kredit-Vergleich mit einem Rechner einen großen Vorteil darstellt, um den bestmöglichen Kredit herauszufinden. Grundsätzlich wird ein Studienkredit dazu eingesetzt, alle Kosten oder einen Teil der Kosten, welche durch das Studium anfallen, zu zahlen. Dazu zählen unter anderen die Studiengebühren, welche in Deutschland an öffentlichen Universitäten in der Regel gering ausfallen, an privaten Universitäten allerdings eine enorm hohe Summe darstellen können. Einige Arten von Studienkrediten sind zum Beispiel so ausgelegt, dass der maximale Kreditbetrag nur die Summe der Studiengebühren darstellt.

Dies ist gerade für den effektiven Jahreszins ein Vorteil, da dieser in solchen Fällen geringer ausfällt. Es fallen während des Studiums allerdings auch viele weitere Kosten an. Die meisten Arten von Studienkrediten können auch für diese Kosten verwendet werden. So entstehen unter anderem Kosten durch die Miete einer eigenen Wohnung oder einer Studentenwohnung, welche durch einen Studienkredit finanziert werden können. Genauso entstehen Kosten des täglichen Lebens. Dazu zählen unter anderem Kosten, welche für Einkäufe von Lebensmitteln anfallen. Möglicherweise besitzen Studenten auch eigene Fahrzeuge. Auch diese können im Hinblick auf die laufenden Kosten sowie den Anschaffungspreis finanziert werden. Der Grund für einen Studienkredit liegt vor allem darin, dass dieser den betroffenen Personen unter die Arme greift. Studierende Personen haben oftmals einen enormen Lernaufwand. Gerade in solchen Fällen ist es meist erst gar nicht möglich, nebenbei noch zu arbeiten oder einen Nebenjob auszuführen. Der Studienkredit kann allerdings als temporärer Ersatz für eine Einkunft genutzt werden, bis das Studium abgeschlossen ist und die Berufswelt betreten wird.

Welche Vorteile ergeben sich durch einen Studienkredit?

Es ergeben sich durch einen Studienkredit viele unterschiedliche Vorteile, der größte Vorteil liegt aber darin, dass den Studenten, welche einen solchen Kredit abschließen, mehr Zeit für das eigene Studium bleibt. Dieses ist oftmals sehr anstrengend und fordert viele Stunden des Lernens täglich. Gäbe es nun nicht die Möglichkeit eines Studienkredits, so müssten die betroffenen Personen gleichzeitig einen Nebenjob ausführen. Unter diesem aber könnten die Leistungen im Studium leiden. Vor allem aber wäre der Stress enorm. Der Studienkredit entlastet Studenten also in vielerlei Hinsicht – vor allem aber bei dem Lernen. Zudem müssen sich Studenten, welche einen solchen Kredit aufnehmen, erst einmal keine Gedanken über eine regelmäßige Einkunft zur Finanzierung des Studiums sowie des eigenen Lebens machen.

Für den Zeitraum des Studiums ist durch einen Studienkredit erst einmal finanziell ausgesorgt. Dies ist ein wichtiger Vorteil – gerade für Studenten, welche keine finanzielle Unterstützung durch ein oder mehrere Elternteile erhalten. Darüber hinaus sind Studienkredite mit anderen Arten der Studienfinanzierung optimal kombinierbar. So können Arten der Studienfinanzierung wie BaföG oder ein Bildungskredit sowie ein Stipendium ideal mit einem Studienkredit kombiniert werden. Es ist also auch ohne Probleme möglich, Studienkredite abzuschließen, wenn schon andere Arten der Finanzierung vorliegen – zum Beispiel durch den Staat oder durch die Universität an sich. Wird ein Studienkredit zum Beispiel mit anderen Möglichkeiten der Finanzierung kombiniert, so kann dieser in einer geringeren Summe aufgenommen werden. Dies wiederum stellt einen Vorteil für den effektiven Jahreszins sowie die sonstigen Kreditgebühren dar, welche dadurch nochmals geringer ausfallen. Es fallen auch je nach Bank unterschiedliche Arten von Vorteilen an. So ist der Zinssatz bei vielen Banken variabel und wird halbjährig neu festgelegt.

Verändern sich also nun bestimmte Bedingungen oder zahlt der Kreditnehmer die Kreditsumme schneller als geplant zurück, so kann sich die Höhe der Zinsen auch positiv für den Kreditnehmer entwickeln. Ebenso legen viele Banken eine Zinsobergrenze für einen langen Zeitraum von beispielsweise 10 oder 15 Jahren fest. Dadurch muss für diesen Zeitraum stets die gleiche Summe an Zinsen entrichtet werden. Erst nach dem festgelegten Zeitraum kann die Bank oder das Kreditinstitut noch eine höhere Summe an Zinsen veranschlagen. Dies ist ein weiterer großer Vorteil eines Studienkredits, da sich somit die Möglichkeit ergibt, dass Studierende mit der Abzahlung des Kredits erst beginnen, wenn das Studium vollständig abgeschlossen ist und ein Beruf mit einem festen Einkommen besetzt wird. Gerade dies stellt eine große finanzielle Entlastung für den Studierenden dar. Einer der wichtigsten Vorteile eines Studienkredits liegt allerdings darin, dass dieser stets zum selben Zinssatz beantragt werden kann. Der Zinssatz ist dabei also unabhängig von dem Studienfach oder dem Studienort.

Somit spielt es keine Rolle, ob sich der Studierende an einer privaten oder einer öffentliche Universität befindet. Ebenso ist es egal, ob sich der Studierende an einer Wirtschaftsuniversität befindet oder ein sozial ausgelegtes Studienfach an einer solchen Universität studiert. Auch das eigene Einkommen sowie das Einkommen der Eltern spielt dabei keine Rolle. So können Studierende natürlich während des Studium weiterhin einem Nebenjob nachgehen und eigenständig Geld verdienen. Die Laufzeit und der Zinssatz sowie die Kreditsumme verändern sich dadurch in keinster Weise. Außerdem sind auch die Noten im Studium erst einmal bei den meisten Banken oder Kreditinstituten egal beziehungsweise nicht von essenzieller Bedeutung. Dies ändert sich allerdings meist, wenn es um die Sicherung der Weiterzahlung des Kredits geht.

Für wen ist ein Studienkredit geeignet?

Ein Studienkredit eignet sich erst einmal für alle Studenten, welche auf eine Finanzierung oder eine Mitfinanzierung der Studienkosten sowie der Lebenshaltungskosten, welche im Studium anfallen, angewiesen sind. Dadurch ist die Altersklasse zunächst einmal nicht von elementarer Bedeutung. Es kann also jede studierende Person, welche auf eine finanzielle Unterstützung angewiesen ist, einen Studienkredit aufnehmen. Allerdings werden Studienkredite meist auch nur bis zu einem bestimmten Alter vergeben. Möchte also eine studierende Person, welche sich aktuell im 50. Lebensjahr befindet, einen Studienkredit aufnehmen, so stellt dies in der Regel eine große Herausforderung dar. Ein Studienkredit eignet sich dadurch in den meisten Fällen für Studenten im Erststudium, welche gerade einen Abschluss an einer Hochschule gemacht haben. Genauso ist der Kredit für Studierende geeignet, welche aktuell keine staatliche Hilfe zur Finanzierung des Studiums erhalten. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn studierende Personen kein BaföG oder einen Bildungskredit erhalten, da der Verdienst der Eltern zum Beispiel zu hoch für eine staatliche Unterstützung ist.

Ebenso kann dies der Fall sein, wenn eine finanzielle Unterstützung durch die Universität ausbleibt. Darüber hinaus ist ein Studienkredit auch zur Finanzierung des Auslandsstudiums einsetzbar. So ist dieser für Personen geeignet, welche ein Auslandssemester machen möchten, allerdings keine finanziellen Mittel zur Verfügung haben. Gerade Auslandssemester in den USA oder der Schweiz sind zum Beispiel besonders teuer und bedürfen einer hohen finanziellen Unterstützung. Genauso können Personen, welche ein Auslandsstudium inklusive eines Abschlusses im Ausland machen, dies durch einen Studienkredit finanzieren. Es ist hier natürlich darauf zu achten, einen Studienkredit auszuwählen, welcher auch für ausländische Finanzierungen genutzt werden kann. Bei einigen Studienkrediten muss dies schon bei der Antragsstellung angegeben werden. Andere Banken und Kreditinstitute wiederum stellen einen Studienkredit für das Ausland automatisch unter der Berücksichtigung bestimmter Voraussetzungen zur Verfügung, sobald dieser benötigt wird.

Welche Voraussetzungen werden für einen Studienkredit benötigt?

Natürlich ist auch der Studienkredit immer an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, welche eingehalten werden müssen, um überhaupt einen solchen Kredit bewilligt zu bekommen. Zum einen ist dies eine Altersgrenze, welche von jedem Kreditinstitut oder jeder Bank festgelegt wird. Das Mindestalter beträgt dabei in jedem Fall 18. In äußerst seltenen Fällen kommt es auch vor, das minderjährige Personen schon anfangen zu studieren und einen Studienkredit benötigen. In solchen Fällen können einige Kredit auch unter besonderen Bedingungen abgeschlossen werden. Das maximale Alter hingegen kann von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Es kann allerdings angemerkt werden, dass das maximale Alter für einen Studienkredit in den meisten Fällen zwischen 40 und 45 liegt. Zum anderen prüft die Bank oder das Kreditinstitut die Bonität. Diese stellt wohl einen der wichtigsten Faktoren dar. Anhang unterschiedlicher Kriterien wird dabei die Kreditwürdigkeit der einzelnen Person, welche einen Antrag zum Studienkredit stellt, geprüft. Ein wesentlicher Faktor der Bonität stellt auch die Schufa-Auskunft dar.

Eine Schufa-Abfrage führt jede Bank bei fast jeder Form eines Kredits durch, da diese für die eigene Sicherheit der Bank oder des Kreditinstitutes sorgt. Das Zahlungsverhalten des Kunden ist dabei ein entscheidendes Kriterium für die Einstufung der Kreditwürdigkeit. So ist es natürlich essenziell, dass die Geldeingänge auf den verschiedenen Bankkonten eines Kunden insgesamt höher oder zumindest auf einem Level mit den Geldausgängen sind. Liegen allerdings hohe Zahlungen in regelmäßigen Abständen vor, welche die Einkünfte deutlich überschreiten, so werden die meisten Banken oder Kreditinstitute keinen Kredit ausstellen – auch, wenn es sich dabei um einen Studienkredit handelt. Dies ist natürlich auch der Fall, wenn die studierende Person schon Schulden zum Beispiel aufgrund anderer Kredite aufweist. Auch hier kann meistens kein Studienkredit vergeben werden. Nutzt der Neukunde aktuell schon einen Kredit und tilgt diesen in regelmäßigen Abständen, so wird dies zum Beispiel positiv in der Schufa-Auskunft vermerkt. Für Banken und Kreditinstitute ist dies ein positiver Indikator.

Natürlich gibt es auch noch einige weitere Grundvoraussetzungen, welche jeder Antragsteller mitbringen muss. In jedem Fall muss die deutsche Staatsangehörigkeit vorgewiesen werden. Im Zuge dessen muss meist auch ein deutsches Bankkonto vorgewiesen werden, welches natürlich nur einem offiziellen deutschen Wohnsitz eröffnet werden kann. Der Hauptwohnsitz sollte somit auch in Deutschland liegen. Es gibt hier jedoch auch bei einigen Banken Ausnahmen. So können zum Beispiel einige EU-Bürger unter besonderen Bedingungen auch einen deutschen Studienkredit beziehen. Weitere Voraussetzungen sind auch die Regelstudienzeit sowie in einigen Fällen das Hauptstudium. So vergibt eine Bank oder ein Kreditinstitut meist immer Kredite an Studenten, welche sich aktuell in der Regelstudienzeit befinden. Außerdem muss sich die studierende Person bei einigen Banken und Kreditinstituten auch in dem Hauptstudium befinden. Wird das Studium lediglich als Nebenstudium ausgeführt, so kommt es vielfach vor, dass ein Studienkredit nicht vergeben werden kann.

Wie kann ein Studienkredit beantragt werden?

Ein Studienkredit kann an fast jeder bekannten Bank oder jedem Kreditinstitut beantragt werden. Dazu sind natürlich alle Voraussetzungen zu erfüllen. Es gibt nun zum einen die Möglichkeit, den Studienkredit direkt beziehungsweise in Person bei einer Bank zu beantragen. Hierzu müssen wichtige Unterlagen und Informationen zu der aktuellen Adresse, dem aktuellen Studiengang sowie den Studiengebühren und allen weiteren Gebühren, welche durch das Studium anfallen, mitgebracht werden. Zum anderen besteht heutzutage die Möglichkeit, einen Studienkredit online zu beantragen. Dies ist nicht nur deutlich unkomplizierter und einfacher, sondern läuft in der Regel auch deutlich schneller ab. Zunächst kann auf den meisten Webseiten von Banken und Kreditinstituten angegeben werden, welcher Studienkredit in welcher Höhe zu welcher Laufzeit beantragt werden soll.

Anschließend werden meist alle Kosten angezeigt, welche durch diesen anfallen. Dazu zählen die Zinsen und die Nebenkosten sowie die monatlichen Zahlungen, welche entstehen. Dadurch erhält der Antragsteller schon einmal eine Kostenrechnung im Voraus. Wird der Studienkredit nun zu den ausgewählten Konditionen beantragt, so werden zunächst alle wichtigen persönlichen Daten angegeben. Dazu zählen natürlich auch die Daten zum aktuellen Studiengang und dem Alter. Auch ein Referenzkonto zur Überweisung der Kreditsumme muss hier angegeben werden. Anschließend muss an den meisten Banken und Kreditinstituten bei der Antragstellung online eine Verifizierung vollzogen werden. Diese erfolgt meist durch ein Video-Ident-Verfahren, bei welchem über einen Video-Anruf geprüft wird, ob es sich bei dem Antragsteller tatsächlich um die gleiche Person wie aus den persönlichen Angaben handelt. Dazu muss entweder ein Reisepass oder der deutsche Personalausweis vorgezeigt werden. Wird der Antragsteller nun erfolgreich verifiziert, so ist die Antragstellung in den meisten Fällen erfolgreich abgeschlossen. Je nach Bank oder Kreditinstitut kann nun schon nach wenigen Stunden – teilweise innerhalb eines Tages – auf den Studienkredit zurückgegriffen werden.

Auf was sollte vor dem Abschluss eines Studienkredits geachtet werden?

Bevor ein Studienkredit beantragt wird, ist es empfehlenswert, einen Rechner zu nutzen, um einzelne Studienkredite miteinander zu vergleichen. Die Studienkredite unterscheiden sich untereinander vor allem in der Höhe der Kreditsummen, dern Zwecken, für welche die Kreditsummen ausgegeben werden können, der Höhe der effektiven Jahreszinsen sowie unterschiedlichen Zusatzgebühren und den monatlichen Ratenzahlungen, welche nötig sind, um den Kredit abzuzahlen. In einem Rechner können in der Regel die Wunsch-Summe für den Studienkredit sowie die Wunsch-Laufzeit eingegeben werden. Teilweise lassen sich auch Zusatzfunktionen wie ein Studienkredit für das Ausland oder Ähnliches angeben. Anschließend können die Banken und Kreditinstitute herausgefiltert werden, welche am besten auf die eingegebenen Daten zutreffen.

Dementsprechend lassen sich einige Ergebnisse herausfiltern. Es kommt hier wiederum auf einige Aspekte an: Der Studienkredit mit den vermeintlich attraktivsten Jahreszinsen wirkt zwar auf den ersten Blick am besten, in einigen Fällen ist dies aber nicht der Fall. Deshalb gilt stets: Auf das Kleingedruckte achten! So ergeben sich bei einigen Studienkrediten zum Beispiel besonders hohe Zusatzkosten, welche unter anderem aufgrund einer hohen Laufzeit oder eines niedrigen Jahreszinses entstehen können. Die monatlichen Zusatzkosten sind nicht zu unterschätzen – vor allem, wenn es sich um einen Studienkredit mit einer hohen Laufzeit handelt. Noch viel ärgerlicher sind hohe Zusatzkosten aber, wenn die Laufzeit des Studienkredits überschritten wird. In solchen Fällen können die Kosten je nach Bank oder Kreditinstitut sogar exponentiell ansteigen. Gerade im Bezug auf die Laufzeit gilt deswegen: Eine realistisch einhaltbare Laufzeit wählen! Diese wird gewählt, indem ein finanzielles Polster stets mit einberechnet wird. Auch, wenn es auf den ersten Blick so erscheint, als wenn die Rückzahlungen für den Studienkredit ohne Problem entrichtet werden können, so können jederzeit uneingeplante Kosten entstehen, welche getragen werden müssen. In solchen Fällen ist die Laufzeit für den Studienkredit mal schnell überzogen.

Eine etwas längere Laufzeit ist im Verhältnis immer noch deutlich günstiger, als die Gebühren, welche bei einer überzogenen Laufzeit anfallen. Studienkredite können sich allerdings auch in den Rahmenbedingungen unterscheiden. Dazu zählen auch die Altersgrenze sowie die Bonität. Hat der Antragsteller ein bestimmtes Alter überschritten, so wird dieser bei einigen Banken und Kreditinstituten unter Umständen keinen Studienkredit mehr erhalten. Bei anderen Banken und Kreditinstituten besteht aber vielleicht dennoch eine Chance auf einen Studienkredit. Deshalb sollte auch stets auf die Altersgrenze geachtet werden. Außerdem bewilligen einige Banken und Kreditinstitute bestimmte Studienkredite schneller und unkomplizierter. Damit ist vor allem die Bonität gefragt, bei welcher einige Banken höhere Voraussetzungen auslegen als andere Banken.

Es gilt jedoch, noch viele andere Aspekte vor der Antragstellung für einen Studienkredit zu beachten. Dazu gehören auch die unterschiedlichen Arten von Banken und Kreditinstituten. So gibt es zum einen die Großbanken. Diese bieten ihre Kreditangebote für Studenten in der Regel immer überregional – also für alle Regionen in Deutschland an. Zum anderen gibt es aber Banken, welche regional und lokal angesiedelt sind und ihre Angebote für Studienkredit dementsprechend auch so ausrichten. Somit beschränken sich diese Banken auf bestimmte Regionen oder Bundesländer. In wenigen seltenen Fällen sind kleine Banken sogar nur auf einzelne Hochschulen beschränkt. Es sollte deshalb vor der Antragstellung in jedem Fall darauf geachtet werden, für wen genau der jeweilige Studienkredit ausgelegt ist.

Besonders wichtig vor der Antragstellung des Kredits ist natürlich auch die Höhe der Kreditsumme. Diese lässt sich grob aus mehreren Faktoren berechnen. Zum einen müssen natürlich die Studiengebühren, welche für die öffentliche oder private Universität anfallen, berechnet werden. Zum anderen werden die Gebühren der monatlichen Miete, die Kosten für Lebensmittel sowie die Kosten, welche durch die Freizeit anfallen, berechnet. Es sollte hier auch unbedingt bedacht werden, dass sich die monatlichen Kosten, welche anfallen, erhöhen können. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn die Universität oder die Hochschule gewechselt wird oder wenn ein Umzug stattfinden soll. Einige Kosten können bei der Berechnung der Kreditsumme unter Umständen eliminiert werden, da diese schon durch den eigenen Nebenjob, einen anderen Kredit oder eine andere Form der Unterstützung des Studiums finanziert werden können. Die Summe, welche berechnet werden kann, sollte allerdings nicht zu knapp ausfallen, denn sonst kann es dazu kommen, dass diese nach einiger Zeit nicht mehr für die anfallenden Kosten ausreicht. Genauso darf die Summe auch nicht zu großzügig ausfallen, da die Kosten für den Studienkredit sonst deutlich höher ausfallen.

Darüber hinaus gibt es einige Aspekte zu beachten, wenn der Studienkredit auch oder ausschließlich für das Ausland eingesetzt werden soll. So sind die Kosten im Ausland meist deutlich höher als in Deutschland. Das liegt vor allem daran, das ausländische Universitäten höhere Studiengebühren veranschlagen als deutsche Universitäten. Es fallen aber auch teilweise höhere Kosten für die Miete an – zum Beispiel bei einem Auslandssemester oder einem Auslandsstudium in den USA. Ebenso sollten Kosten für Lebensmittel bedacht werden, welche in Deutschland meist immer geringer ausfallen als im Ausland. Des Weiteren sind auch die Kosten für ein Visum zu beachten, welche hier anfallen. Auch diese können durch einen Studienkredit getragen werden, wenn dieser für das Ausland geeignet ist.

Der Antragsteller sollte bedenken, dass Studienkredite für das Ausland in der Regel immer teurer sind als Studienkredite, welche ausschließlich in Deutschland genutzt werden. Es fallen also höhere Gebühren und höhere Zinsen für Studienkredite für das Ausland an. Zu guter Letzt sollte jeder Antragsteller für einen Studienkredit auf die Art der Zinsen achten. Es kann hier zwischen variablen und fixen Zinsen bei Studienkrediten unterschieden werden. Variable Zinsen können stets verändert werden und passen sich dem aktuellen Zinsniveau immer an. Dies ist ein Vorteil, wenn aktuell eine Phase der hohen Zinsen vorliegt, welche sehr bald wieder abflachen könnte. Fixe Zinsen hingegen werden von Anfang an festgelegt und können nicht mehr verändert werden. Hier ergibt sich der Vorteil, dass mehr Sicherheit garantiert wird. Welche Art von Zinsen ausgewählt wird, muss der Antragsteller allerdings für sich selbst entscheiden.

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