Immobiliendarlehen

Immobiliendarlehen

by KreditJoe
Lesedauer: 2 Minuten

Das Immobiliendarlehen zählt zu den finanziellen Belastungen, die einen Menschen besonders stark in Anspruch nehmen. Meist handelt es sich hierbei um Kredite in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro, die noch dazu über sehr lange Laufzeiten von mehr als 20 oder 30 Jahren abgeschlossen werden. Da ist es kein Wunder, dass man einige Dinge beachten sollte, bevor man ein Immobiliendarlehen aufnimmt.

Die Unterschiede der Zinsen zwischen den einzelnen Banken etwa sind gewaltig. Auch wenn sie auf den ersten Blick sehr gering erscheinen und entsprechend erst nach dem Komma sichtbar werden, kann sich aufgrund der Laufzeit und der Summen beim Immobiliendarlehen schnell eine Differenz in vierstelliger Höhe und mehr ergeben. Deshalb ist ein Vergleich unbedingt vonnöten. Dazu sollte man natürlich ebenfalls wissen, dass die Banken nur bis zu einer Beleihungsgrenze von 60 Prozent einen günstigen Zinssatz vergeben. Bis zu dieser Darlehenssumme wird es nämlich möglich, eine erstrangige Grundschuld im Grundbuch einzutragen. Dieses wiederum besagt, dass derjenige Kreditgeber, der eine erstrangige Grundschuld eintragen konnte, im Falle einer Zwangsversteigerung auch zuerst bedient wird. Da aber Immobiliendarlehen sehr hoch sind und im Falle der Zwangsversteigerung kaum sämtliche Kosten mit den Erlösen gedeckt werden können, werden zweitrangige Grundschuldner nicht mehr berücksichtigt werden. Diese zweitrangige Grundschuld müssten die Banken allerdings bei einer höheren Beleihungsgrenze eintragen, was sie sich entsprechend mit höheren Zinsen für das Immobiliendarlehen bezahlen lassen.

Deshalb sollte man beim Immobiliendarlehen auch nicht nur auf das Bankdarlehen setzen, sondern mehrere Bausteine zu einer Finanzierung zusammen fügen. Dabei spielt das Eigenkapital eine wichtige Rolle, da es die Höhe von einem benötigten Immobiliendarlehen deutlich verringern kann. Es sollte mindestens 20 bis 30 Prozent betragen. Zum Eigenkapital zählen neben Bargeld auch Einlagen auf Tagesgeldkonten, Sparbüchern und Co. Des Weiteren können Eigenleistungen beim Immobiliendarlehen mit als Eigenkapital angegeben werden, sie dürfen jedoch nicht zu hoch ausfallen, da die Banken sonst schnell misstrauisch werden.

Auch ein Bauspardarlehen kann als Immobiliendarlehen genutzt werden. Es eignet sich besonders gut, um einen weiteren Teil der Gesamtfinanzierung zu stemmen. Das Immobiliendarlehen von der Bausparkasse ist besonders günstig, kann jedoch nur dann beantragt werden, wenn bereits ein zuteilungsreifer Bausparvertrag vorliegt. Als dritter Baustein für das richtige Immobiliendarlehen gilt dann noch ein staatlich gefördertes Darlehen, das etwa von der KfW vergeben wird. Diese Darlehen sind ebenfalls mit besonders günstigen Zinsen versehen und verringern somit die Höhe von einem Immobiliendarlehen, das von der Bank gewährt wird. Mit diesen vier Bausteinen gelingt es am besten, ein sicheres Immobiliendarlehen zu nutzen, welches die komplette Baufinanzierung abdeckt.

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