Forward Darlehen

Forward Darlehen

by KreditJoe
Lesedauer: 15 Minuten

Wenn bei einem bestehenden Baufinanzierungsdarlehen eine Anschlussfinanzierung notwendig wird, erfolgt die Festlegung der neuen Konditionen immer anhand des allgemeinen Zinsniveaus. Um dem Risiko hoher Zinssätze zu entgehen, bietet sich der Abschluss eines Forwarddarlehens an, denn dieses kann mehrere Monate und sogar Jahre vor dem Ende der Zinsbindung für das aktuelle Darlehen vereinbart werden. Bei uns haben Sie die Möglichkeit, die unterschiedlichen Angebote zur Baufinanzierung zu vergleichen und sich so ein preiswertes Forward Darlehen zu sichern, mit dem Sie sich das heute niedrige Zinsniveau für die Zukunft sichern können. Nutzen Sie die Chance und vergleichen Sie mit unserem Rechner noch heute die Angebote zum Forward Darlehen, um so eine dauerhaft günstige Baufinanzierung nutzen zu können.

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Ratgeber zum Forward Darlehen

Das wichtigste Merkmal eines Forward-Darlehens besteht darin, dass der zu zahlende Zinssatz bereits bei dem Vertragsabschluss festgelegt wird. Die Auszahlung der Darlehenssumme erfolgt außerdem erst auf den Wunsch des Kunden, worin der zweite gravierende Unterschied zu einem herkömmlichen Darlehen liegt. Auch die damit verbundenen Raten werden erst nach dem Auszahlungstermin fällig. Eine Ausnahme zu diesem Grundsatz besteht nur bei dem so genannten unechten Forward- Darlehen.

Der Vorteil besteht darin, dass sich der Kunde nicht dem Risiko der steigenden Zinsen aussetzt. Diese können in der Zukunft deutlich höher liegen, als bei dem Abschluss des Darlehens. Dadurch entsteht eine Sicherheit für den Darlehensnehmer, da er für die gesamte Laufzeit genau weiß, welche Kosten er zu tragen hat.

Was muss bei dem Forward- Darlehen beachtet werden?

Bis das Forward- Darlehen ausgezahlt wird, muss der Kunde jeden Monaten einen geringen Zinsaufschlag tilgen. Deshalb ist es normal, dass der Kreditnehmer einer höheren Zinsbelastung ausgesetzt ist, als bei einem herkömmlichen Darlehen. Diese Belastung fällt jedoch minimal aus, meist beträgt sie nur 0,1 Prozent. Je länger allerdings die Vorlaufzeit ist, desto höher wird die Differenz zu einem herkömmlichen Darlehen. Hier können die Kosten somit durchaus merklich ansteigen, da der Kunde ein höheres Risiko für die Bank darstellt. Außerdem sollte beachtet werden, dass sich die Konditionen nach dem Abschuss des Forward- Darlehens nicht mehr ändern lassen, denn genau darin liegt das Alleinstellungsmerkmal. Es kann somit der Fall eintreten, dass die Zinsen bei der Auszahlung höher ausfallen, als der aktuelle Zinssatz. Das Forward- Darlehen kann zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zurückgewiesen werden. Versucht der Kunde genau das, muss er mit einer hohen Strafsumme rechnen.

Welche Daten sind für den Forward- Darlehen Vergleich wichtig?

Damit das vorteilhafteste Darlehen gefunden werden kann, muss unbedingt ein Vergleich durchgeführt werden. Schließlich bieten die Anbieter ganz unterschiedliche Konditionen an. Die Länge der Laufzeit ist für den Vergleich besonders entscheidend. Auch die Zinsen und eventuell Kostenzuschläge müssen einkalkuliert werden. Abschließend ist auf den Beginn und die Dauer der Sollzinsbindung zu achten.
Berücksichtigt der Kunde diese Aspekte, ist es für ihn möglich, sich bereits heute die günstigste Anschlussfinanzierung für die Zukunft zu sichern.

Die genaue Definition des Forward- Darlehens

Der Leser hat nun zwar eine groben Einblick erhalten, wie das Forward- Darlehen funktioniert, ein tieferes Wissen ist jedoch noch nicht übermittelt worden. Wenn das eigene Geld investiert werden soll, kann jedoch gar nicht genug Wissen und Sachkunde vorhanden sein.
Ein Forward- Darlehen ist einzig als Anschlussfinanzierung für eine Baufinanzierung konzipiert. Der Bauherr hat den Bau der Immobilie somit mit einem Kredit finanziert. Dieser Kredit ist abgeschlossen, die gesamte Kreditsumme mitsamt der Zinsen und eventueller Gebühren wurde zurückbezahlt. Nun kann der Antrag für das Forward- Darlehen gestellt werden.
Gedacht war es ursprünglich für die Anschlussfinanzierung von gemeinnützigen oder kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. Erst seit der Jahrtausendwende können auch Privatpersonen diese Möglichkeit nutzen. Die Grundidee ist diejenige, dass der Kreditnehmer bereits vor Beendigung der Zinsbindung eine Anschlussfinanzierung abschließen kann. Dadurch bleibt ihm die Chance, günstige Konditionen zu nutzen. Besonders wenn zu erkennen ist, dass diese bald deutlich ansteigen werden, entsteht ohne das Forward- Darlehen ein Problem. Der Kreditnehmer kann dann regelrecht dabei zusehen, wie die Kosten in der Zukunft anwachsen. Mit dem speziellen Darlehen, kann er jedoch die Gunst der Stunde nutzen und sich günstige Konditionen sichern. Im Fachjargon handelt es sich um ein Annuitätsdarlehen, das eine gleichbleibende Rate hat. In diesem „Sonderfall“ hat der Darlehensnehmer jedoch die Wahl, wann er das Darlehen ausgezahlt bekommen möchte. Der Spielraum beträgt dabei mehrere Jahre und ist somit ausgesprochen flexibel gehalten. Bis zu dem gewählten Zeitpunkt muss der Kunde keine Raten oder Zinsen bezahlen.

Die Funktionsweise des Forward- Darlehens

Der aufmerksame Leser wird sich nun fragen, wie genau dieses Konzept funktionieren kann. Schließlich wird der Darlehensgeber von den aktuell niedrigen Zinsen nur wenig profitieren. Für ihn wäre es sehr viel vorteilhafter, wenn der Kunde erst nach der Immobilienfinanzierung eine Anschlussfinanzierung abschließt. Eine normale Anschlussfinanzierung kann frühestens 12 Monate vor dem Ablauf der Finanzierung abgeschlossen werden. Bei dem Forward- Darlehen gilt dieser Zeitraum nicht. Tatsächlich kann der Kunde bereits Jahre vor dem Ablauf das Darlehen abschließen. Wer langfristig plant, kann somit sehr viel Geld sparen. Die Zeitspanne zwischen der Beantragung und der Auszahlung wird als Forward Phase bezeichnet. Es ist nicht zulässig, dass die Zinsen während dem Bestehen des Darlehens verändert werden. Nur zum Teil berechnen die Banken einen Zinsaufschlag, der von der Dauer der Vorlaufzeit abhängig ist. Es handelt sich dabei um eine Entschädigung, da die Bank immerhin über mehrere Jahre das Kapital bereitstellen muss, unabhängig davon wann genau der Kunde dieses nutzt. Außerdem würde die Bank ansonsten vermutlich hohe Verluste einfahren, was nicht besonders fair wäre.
Der große Vorteil des Forward-Darlehens liegt in der Planungssicherheit, von welcher der Darlehensnehmer profitiert. Die meisten Anbieter gestatten den Abschluss bis zu 60 Monaten vor der Auszahlung. Dem Kunden bleiben somit 5 Jahre, in welchen er ganz frei entscheiden kann wann er die Darlehenssumme nutzen möchte. Entscheidet sich der Kunde dafür, diese Dauer zu voll auszunutzen und läuft das Darlehen anschließend 15 Jahre, kann er dadurch die finanzielle Belastung der nächsten 20 Jahre ganz genau planen.
Einen perfekten Zeitpunkt für die Auszahlung gibt es nicht, denn dabei muss immer auf die individuelle Situation geachtet werden.

Was ist ein unechtes Forward- Darlehen?

Den Kunden ist häufig nicht klar, worin genau der Unterschied zwischen einem echten und einem unechten Forward- Darlehen liegt.
Bisher wurde das so genannte echte Forward- Darlehen beschrieben. Der Kunde kann sich bereits vor dem Ablauf seines aktuellen Immobilienkredits, ein günstiges Forward- Darlehen für die Anschlussfinanzierung sichern. Den Auszahlungszeitpunkt von diesem kann er innerhalb einer Zeitspanne von bis zu fünf Jahren frei wählen.
Bei einem unechten Forward- Darlehen muss der Unterschied beachtet werden, dass die Auszahlung der Darlehenssumme erst dann erfolgen kann, wenn die vorherige Immobilienfinanzierung abgeschlossen ist. Die Zinsbindung ist davon allerdings nicht betroffen, sie ist seit dem Vertragsschluss wirksam. Auch bei der unechten Version fallen in der Überbrückungszeit jedoch keine Zinsen an.
Außerdem kann die Zinsbindung zu unterschiedlichen Zeitpunkten beginnen. Bei einem Darlehensvergleich muss das unbedingt berücksichtigt werden, um das beste Angebot zu finden.

Wie teuer ist ein Forward- Darlehen?

Verleiht eine Bank ihr Geld, möchte sie dafür natürlich bezahlt werden. Schließlich handelt es sich dabei um ein reines Geschäft, das sich finanziell auszahlen muss. Die zusätzliche Leistung, vergleichen mit einem normalen Kredit besteht drin, dass die Bank das Geld noch über eine lange Dauer bereitstellen muss. Dieser Service ist natürlich ebenfalls nicht kostenlos. Darüber hinaus setzt sich die Bank dem Risiko aus, dass die Zinsen in der Zukunft deutlich höher liegen. Der Kunde mit dem Forward- Darlehen zahlt jedoch den niedrigeren Zinssatz von vor einigen Jahren. Aus diesen Gründen ist es nicht verwunderlich, dass einige Banken eine monatliche Gebühr für ihre Leistung fordern. Jeder Monat, in welchem sie das Geld zurückhalten muss dann von dem Kunden bezahlt werden. Dies kann auch in Folge eines Zinsaufschlags erfolgen. Es sollte somit genau berechnet werden, welche Dauer sich finanziell lohnt und welche nicht und ob in diesem Fall eine andere Finanzierungsart nicht kostengünstiger ausfällt.

Lohnt sich das Forward- Darlehen?

Natürlich sollte nur ein Forward- Darlehen abgeschlossen werden, wenn sich dieses finanziell auch lohnt. Die Kunden werden allesamt von der Hoffnung getrieben, dass sie in der Zukunft Zinsen sparen können, wenn sie ihr Darlehen bereits jetzt abschließen. Es kann jedoch keine Garantie darauf gegeben werden, dass dies tatsächlich der Fall sein wird. Es handelt sich somit um eine Art Wette. Das Forward- Darlehen kann sich finanziell deutlich auszahlen, wenn die Zinssätze in der Zukunft stark ansteigen. Der Kunde bezahlt schließlich nur den vereinbarten Satz, unabhängig von der aktuellen Marktlage. Natürlich kann jedoch auch das Gegenteil der Fall sein. Fallen die Zinsen stark ab, bezahlt der Kreditnehmer zu viel für die Anschlussfinanzierung. Es gibt dann keine Möglichkeit, sich aus dem Darlehen doch noch heraus zu winden und günstigere Konditionen zu erhalten.
Der Kunde sollte sich deshalb genau informieren, wohin der Trend geht. Liegen die Zinsen für Baugeld allerdings aktuell sehr niedrig, kann der Kreditnehmer nicht viel falsch machen. Schließlich ist die Entwicklung dann nur in eine Richtung (nach oben) möglich. Bei einer richtigen Einsschätzung des Marktes kann der Kunde später richtig viel Geld sparen. Wenn sich die Zinsen überhaupt nicht verändern, dann wurde weder Geld gewonnen noch verloren. Das Forward- Darlehen ist dann nicht teurer oder günstiger als eine herkömmliche Anschlussfinanzierung.

Wie wird das Forward- Darlehen gekündigt?

Es wurde bereits erwähnt, dass der Forward- Darlehen die Zinsen auch dann tilgen muss, wenn diese in der Zwischenzeit gefallen und nicht gestiegen sind. Es gilt somit zunächst der Grundsatz, dass sowohl die Bank als auch der Kunde an die vertraglichen Vereinbarungen gebunden sind. Genau darin besteht allerdings häufig ein Problem. Immerhin kann sich in der langen Zeit einiges verändern. Vielleicht ist der Kunde nicht mehr in der Lage, die Raten zu tilgen. Alternativ könnte er die Darlehenssumme auch einfach nicht mehr benötigen. Es besteht leider kaum eine Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen. Einmal geschlossen, müssen sich die beiden Parteien an dessen Inhalte halten. Natürlich könnte der Darlehensnehmer einfach abwarten, bis der Fälligkeitszeitpunkt gekommen ist. Nach dem Ablauf der 5 Jahre, muss der Kreditnehmer das Forward- Darlehen nutzen und sich die vereinbarte Summe auszahlen lassen. Er könnte nun natürlich auf die Idee kommen, diese Auszahlung zu blockieren. Dies ist zwar möglich, jedoch enorm kostenintensiv. Die Banken verhängen sehr hohe Strafgebühren, weshalb sich ein solches Handeln nicht lohnt.
Bezeichnet wird dies meist als so genannte „Nichtabnahmegebühr“, die den entstandenen Schaden der Bank finanziell abdecken soll. Diese war schließlich die letzten 5 Jahre nicht in der Lage dazu, die Darlehenssumme anderweitig zu investieren und sich an dem Gewinn zu bereichern. Deren genaue Höhe ist abhängig von dem Schaden, welche die Bank erlitten hat. Für die Kunden ist es allerdings nur schwer möglich, die Höhe der Summe einzuschätzen. Darin liegt natürlich die Gefahr, dass ein unseriöser Anbieter diese Tatsache ausnutzt. Immerhin könnte er dann unverhältnismäßig hohe Kosten geltend machen und sich daraus zu bereichern.

Sonderfall: fehlerhafte Widerrufsbelehrung

Wenn das Forward- Darlehen unbedingt gekündigt werden soll, kann dies per Widerruf erfolgen. Einen Widerruf kann der Kunde nutzen, wenn er Fehler in dem Vertag findet. Am besten funktioniert das, wenn die Widerrufsbelehrung fehlerhaft ist. Denn die Bank trägt die Pflicht über den Widerruf der Anschlussfinanzierung aufzuklären. Die Form, in welcher dies erfolgen muss, ist per Gesetz vorgegeben. Hält sich die Bank nicht an diese Vorgaben, erreicht der Vertrag keine rechtmäßige Gültigkeit. Normalerweise kann ein Vertag bis zu zwei Wochen nach dem Abschluss widerrufen werden. Die Angabe eines Grundes ist dafür meist nicht nötig. Wenn die Belegung über den Widerruf nicht korrekt ist, gilt diese First allerdings nicht. Auch Jahre nach dem Vertragsschluss, kann der Widerruf dann noch genutzt werden. Nachdem in den letzten Jahren allerdings sehr viele Anbieter Fehler in ihrer Widerrufsbelehrung hatten und es dadurch zu einer Art „Massenphänomen“ kam, wurde an dieser Stelle deutlich nachgebessert. Heute ist es deshalb relativ unwahrscheinlich geworden, einen solches Schlupfloch aus dem Vertag heraus zu finden.

Wie kann das Forward-Darlehen abgeschlossen werden?

Das Forward-Darlehen kann innerhalb weniger Schritte abgeschlossen werden. Zunächst muss der Kunde über eine aktuelle