Bauzinsen

Bauzinsen

by KreditJoe
Lesedauer: 32 Minuten

Das 1×1 für günstige Bauzinsen

Inhalt

Der Traum von den eigenen vier Wänden, er beginnt meist mit dem Wunsch nach einem Leben ohne monatliche Mietzahlungen und störender Nachbarn und endet irgendwann mit der Suche nach einer passenden Baufinanzierung. Spätestens, wenn es um eben diese geht, werden auch Bauzinsen ein wichtiger Aspekt. Denn neben Faktoren wie der Finanzierungssumme und der Laufzeit der Baufinanzierung ist es eben auch der Bauzins, der die gesamte Finanzierungssumme nachhaltig und maßgeblich beeinflussen. Doch welchen Einfluss nehmen Bauzinsen auf eine Finanzierung, welche Faktoren beeinflussen die Verzinsung im Zuge einer Baufinanzierung und wie findet man die günstigsten Bauzinsen?

Feste oder variable Zinsbindung– wo liegen die Unterschiede?

Ein wichtiger Indikator der Einfluss auf die Höhe und Beständigkeit der Bauzinsen nimmt ist die sogenannte Zinsbindung. Grundsätzlich in feste und variable Zinsbindung unterteilt, ermöglicht die Zinsbindung eine an die Konditionen angepasste Berechenbarkeit der zu leistenden Zinsen im Zuge einer Baufinanzierung.

Die feste Zinsbindung – Besonderheiten und Vorteile im Überblick

Die wohl beliebteste und seit vielen Jahren von zahlreichen Bauherren gern genutzte Variante der Zinsbindung ist die sogenannte feste Zinsbindung. Bei dieser Variante der Zinsbindung erhält der Kreditnehmer über einen festgelegten Zeitraum (in der Regel auf einen Zeitraum von 10, 15 oder 20 Jahren festgelegt) einen festen Bauzins, der unabhängig von Veränderungen hinsichtlich der Zinsentwicklung bestehen bleibt. Die Vorteile dieser festen Zinsbindung sind:

  • Keine Zinserhöhung im Falle steigender Bauzinsen.
  • Gleichbleibende Tilgungsraten & Gesamtfinanzierungsbelastungen

Doch natürlich gibt es auch Nachteile. Wenn der Bauzins zum Beispiel sinkt, nimmt diese Senkung des Zinssatzes keinen Einfluss auf die Finanzierung und Darlehensnehmer können somit bei einer festen Zinsbindung nicht von einem reduzierten Zinssatz profitieren.

Die variable Zinsbindung – Besonderheiten und Vorteile im Überblick

Die zweite Variante der Zinsbindung im Zuge einer Bau- oder Immobilienfinanzierung ist die sogenannte variable Zinsbindung. Diese Variante ist allem voran für jene Bauherren geeignet, die sich nicht über einen langen Zeitraum an einen Zinssatz binden möchten und somit von möglichen Zinsveränderungen profitieren möchten. Die Vorteile der variablen Zinsbindung sind:

  • Die Zinsbindung erfolgt für einen Zeitraum von drei Monaten.
  • Im Falle von Zinssenkungen profitieren Darlehnsnehmern durch eine Anpassung des Zinssatzes.

Doch so vorteilhaft eine variable Zinsbindung für Darlehnsnehmer sein kann, im Falle eines Anstiegs des Bauzinses kann die variable Zinsbindung auch zum Nachteil gereichen. Denn durch die Bindung auf einen Zeitraum von drei Monate und die somit quartalsweise erfolgende Anpassung des Bauzins ist es durchaus möglich, das die Gesamtverbindlichkeit aus einer Baufinanzierung bei steigenden Zinsen spürbar ansteigen, kann.

Was sind Bauzinsen?

Mit der Bezeichnung Bauzinsen wird jene Verzinsung bezeichnet, die im Zuge einer Baufinanzierung anfällt. Der Terminus Bauzins bezieht sich hierbei jedoch nicht einzig auf Finanzierungen für Neubauten oder Umbauten. Auch im Zuge von Immobilienfinanzierungen und allgemein Finanzierungen für Wohneigentum werden Bauzinsen veranschlagt.

Der Begriff Bauzins:

  • Bezeichnet die Verzinsung im Zuge einer Bau- oder Immobilienfinanzierungen.
  • Bezeichnet eine Zinsart, deren Zinssatz von der Art der Zinsbindung abhängig ist.
  • Bezeichnet eine Zinsvariante die als vergleichsweise günstig gilt.

Die auch unter den Begriffen Hypothekenzinsen oder Baugeldzinsen bekannten Bauzinsen sind im direkten Vergleich mit anderen Verzinsungsarten – zum Beispiel im Falle von Ratenkrediten – meist erheblich günstiger, dies liegt allem voran an der sogenannten Zinsbindung, die erheblichen Einfluss auf die Höhe Bauzinsen nehmen kann.

 

 

Was beeinflusst die Zinsentwicklung?

Natürlich beeinflussen nicht nur die Entwicklung von Pfandbriefen sowie der Verlauf der Rendite deutscher Staatsanleihen den Wert der Bauzinsen. Auch Aspekte wie die Laufzeit einer Baufinanzierung, der zur Verfügung stehende Anteil an Eigenkapital aber auch die Höhe der Tilgungsrate können den Bauzins beeinflussen.

Die Höhe der Bauzinsen wird beeinflusst von:

TIPP
Wer für die Baufinanzierung einen bestmöglichen Bauzins erhalten möchte, der sollte die Darlehenslaufzeit kurzfassen. Denn Banken gewähren in der Regel einen günstigeren Bauzins, wenn die Finanzierungsdauer kürzer und somit überschaubarer ist. Zudem kann in Kombination mit einer festen Zinsbindung ein garantierter und günstiger Bauzins ermöglicht werden.

Was passiert wenn die Zinsen steigen?

Wer auf der Suche nach einer Baufinanzierung ist, der steht oftmals vor der Frage feste oder variable Zinsbindung, kurze oder lange Laufzeit der Baufinanzierung. Die Vorteile und Nachteile aller Möglichkeiten liegen klar auf der Hand und werden doch erst markant, wenn die Zinsen für Baufinanzierungen beständig steigen, wie es leider immer wieder phasenweise der Fall sein kann.

Was also passiert, wenn die Zinsen steigen? Darlehensnehmer mit einer festen Zinsbindung bleiben von einem solchen Anstieg des Bauzins unbeeinflusst. Sie haben über einen festen Zeitraum einen Zinssatz, der unabhängig vom aktuellen Zinssatz erhalten bleibt.

Wenn der Bauzinssatz steigt:

  • Bleiben Finanzierungen mit fester Zinsbindung davon unbeeinflusst.
  • Erhöht sich die zu zahlende Finanzierungssumme im Falle einer variablen Zinsbindung.

Darlehensnehmer mit variablen Zinssätzen jedoch spüren in Anbetracht der hohen Finanzierungssummen jedoch jeden noch so kleinen Zinsanstieg. Denn spätestens nach drei Monaten werden die Zinsen für die Finanzierung neu berechnet und der gestiegene Zinssatz wird für die Berechnung der Restschuld herangezogen.

Bauzinsenvergleich – welche Bank hat die günstigsten Bauzinsen?

Um einen bestmöglichen Bauzins zu erhaltenund somit zu günstigen Konditionen den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen zu können, gilt es Angebote zu vergleichen und anhand unabhängiger und neutraler Vergleiche die beste Baufinanzierung mit dem besten Bauzins zu finden.

Doch so einfach ein Finanzierungsvergleich in der heutigen Zeit scheint, so wichtig ist es die grundlegenden Aspekte zu beachten. Denn Vergleich ist nicht Vergleich und oftmals werden von Banken nicht die am Ende zu zahlenden Zinssätze in Vergleichen angeführt, sondern der sogenannte nominale Zinssatz. Um einen realistischen und konkreten Vergleich vornehmen zu können, sollten Sie:

  • Die zu finanzierende Kreditsumme korrekt und einheitlich benennen.
  • Das Eigenkapital korrekt und vollständig benennen.
  • Darauf achten, dass der Vergleich nicht anhand nominaler Zinsen erfolgt.
  • Die Art der Zinsbindung nicht vermischen (immer nur fest oder variable!).
  • Darauf achten, dass der Vergleich anhand tagesaktueller Daten erfolgt.

Denn nur wer bei einem Vergleich des Bauzinses die korrekten Daten anführt und keine Vermischung von Zinsbindungen oder Zinsarten zulässt, der wird am Ende einerseits ein aussagekräftiges Ergebnis erhalten und andererseits erkennen welche Bank aktuell die günstigsten Zinsen für Bau- und Immoilienkredite anbietet.

Unser Tipp für Sie!
Achten Sie beim Vergleich der Zinsen in jeden Fall auf wichtige Aspekte wie Sondertilgungsrechte, die Art der Zinsbindung sowie die Laufzeit des Darlehens. Eine kurze Darlehenszeit mit Anschlussfinanzierung kann ein enormes Einsparpotenzial hinsichtlich des Bauzinses ermöglichen. Vergleichen Sie also entsprechend ihrer Möglichkeiten und wagen sie auch einmal den direkten Vergleich mit kürzeren Laufzeiten. Sie werden die werden überrascht sein, wie viel Geld sie sparen können, wenn Sie ihre Baufinanzierung bestmöglich gestalten.


Seit vielen Jahren leben wir in Europa in einer „Welt ohne Zinsen“. Das niedrige Zinsniveau bedeutet für Menschen, die Kredite aufnehmen möchten, um sich den Traum von der eigenen Immobilie zu verwirklichen, eine hervorragende Eintrittskarte, Ihr Vorhaben anzupacken.

Sie möchten als Kapitalanleger von niedrigen Bauzinsen profitieren? Natürlich ist dies eine gute Idee, wenn Sie die dafür richtigen Voraussetzungen erfüllen.

Worauf genau kommt es an, wenn Sie ein Darlehen für eine Immobilie aufnehmen möchten? Auf was sollten Sie achten, damit Ihr Baukredit, der Sie die nächsten Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte, begleiten wird, für Sie sich zu einem positiven Erlebnis entwickelt?

Wir geben Ihnen einige Tipps und Tricks an die Hand, damit Sie sich bei der Wahl der niedrigen Bauzinsen für den Immobilienkredit genau richtig entscheiden. Schließlich ist der Traum einer Immobilie eine Entscheidung fürs Leben, oder?

Wie lange sollte die Zinsfestschreibung erfolgen?

Was bedeutet Zinsfestschreibung

Keine Frage – Wenn Sie von niedrigen Bauzinsen profitieren heißt dies, dass Sie sich den Zins möglichst auf viele Jahre sichern sollten. Das heißt, wenn Sie sich auf 5 Jahre die Zinsen festschreiben lassen, kann an dem Zins während dieser Dauer nichts mehr verändert werden.

Wenn Sie sich den Zins für 10 Jahre sichern, haben Sie die nächsten 10 Jahre feste Kalkulationssicherheit, da der Bauzins für diesen Zeitraum fest geschrieben wird. Bei den derzeit sehr niedrigen Zinsen, die wir am deutschen Markt seit vielen Jahren vorweisen, macht es also durchaus Sinn, sich die niedrigen Zinsen möglichst für einen langen Zeitraum zu sichern.

Für diesen Zweck bieten diverse Banken Zinsbindungen (Zinsfestschreibungen) von bis zu 30 Jahren an. Doch Vorsicht: Während dieser Zinsfestschreibung sind Sie relativ unflexibel, wenn Sie Sondertilgungen außergewöhnlicher Art in Ihr Darlehen einbringen möchten.

Lange Zinsbindung bedeutet auch lange Starrheit Ihres Darlehens. Dennoch ist es ratsam, in der Zeit der aktuell sehr niedrigen Zinsen, sich diese möglichst für einen längeren Zeitraum zu sichern. Mit einer Zinsfestschreibung von mindestens 10 Jahre können Sie die niedrigen Zinsen lange sichern und fest kalkulieren.

Kann ich während der Zinsfestschreibung keinerlei Sonderleistungen erbringen?

Was ist, wenn ich während der Zinsfestschreibung eine große Summe erbe? Was ist, wenn ich mein Darlehen vorzeitig zurückbezahlen will, weil ich mich für eine andere Immobilie entscheide oder einen fälligen Sparvertrag mein komplettes Darlehen in einer Summe tilgen will? Schließlich macht es Sinn, Schulden zurück zu bezahlen, oder?

Grundsätzlich ist es während der Zinsbindung nicht möglich, an Ihrem Darlehen durch vorzeitige Tilgungen große Veränderungen vorzunehmen. Manche Banken und Finanzdienstleister jedoch bieten an, dass Sie beispielsweise 5 % der Darlehenssumme pro Jahr als Sonderleistung in Ihr Darlehen mit einbringen können. Diese Regelung erweist sich als vorteilhafter Spielraum, der ein klein wenig Flexibilität in ein Zins gesichertes Darlehen bringt.

Jeder Sonderleistung, die Sie sich mehr in Ihrem Darlehensvertrag „einkaufen“ möchten, erhöht in der Regel den Zinssatz. Eine Bank will die feste Kalkulationsmöglichkeit auf Jahre, gerade bei Bauzinsen sollten Sie daher diverse Vergleiche an Angeboten wahrnehmen.

Große Flexibilität an Sondertilgungsleistungen kostet Geld. Wer die niedrigsten Zinsen im besten Vertrag ausschöpfen will, genießt wenig Gestaltungsfreiheit.

Was passiert nach der Zinsfestschreibung?

Grundsätzlich ist der Zins nach der Zinsbindungsfrist völlig neu vereinbar. Wenn Sie sich beispielsweise den Zins für 10 Jahre gesichert haben, kann während der 10 Jahre am Zins nichts verändert werden. Nach Ablauf der Frist wird sich der Zinssatz ganz neu verhandelt.

Sie tragen das Zinsänderungsrisiko, dass nach den 10 Jahren Zinsbindung, wenn sich das Zinsniveau wieder auf einem hohen Niveau befindet. Natürlich kann bei sinkenden Zinsen sich nach Ablauf der Zinsbindung die monatliche Rate stark für Sie verbessern. Beim aktuell sehr niedrigen Zinsniveau ist es allerdings unwahrscheinlich, dass die Zinsen in 10 oder 15 Jahren bei weit unter 1 % liegen.

Eines ist klar: Nach Ablauf der Zinsbindung wird Ihr Bauzins völlig neu verhandelt. Das kann zu Ihrem Vorteil, aber auch zu Ihren Nachteil sein. Es hängt alleine vom Zinsniveau in der Zukunft ab, wie sich Ihre dann neu kalkulierte Darlehensrate nach der Zinsbindung berechnen wird.

Nach Ablauf der Zinsbindung jedoch können Sie problemlos das Darlehen zurück bezahlen oder genau diese Sondertilgungen leisten, die sich für Sie und Ihre Lebensumstände ideal passend erweisen.

Was ist bei der Zinsbindungswahl zu beachten?

Besonderen Stellenwert sollten Sie darauf legen, dass Sie niedrige Bauzinsen lange festschreiben. Überlegen Sie sich, ob Sie während der Zinsbindung Sondertilgungen mit einbringen möchten. Kalkulieren Sie die nächsten Jahre, wie sich Ihre finanzielle Situation vermutlich entwickeln wird.

Ein Darlehensvertrag im Immobilienbereich sollte mit allen Konsequenzen möglichst, neben guten Bauzinsen, darauf abgestimmt sein.

Bitte beachten Sie jedoch, wenn Sie beispielsweise jetzt mit 1,2 % oder 1,8 % Zins kalkulieren, dass nach der Zinsbindung durchaus eine 3 vor dem Komma stehen kann.

Was bedeutet dies?

Zinsen verändern sich. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Zinssatz in 10 oder 20 Jahren höher als jetzt liegt, ist durchaus gegeben. Auch dann sollten Sie sich Ihre Kreditrate noch leisten können. Schließlich ist die Investition in eine Immobilie ein Lebenstraum, den Sie sich auf Dauer verwirklichen möchten, oder?

Gerade bei dem derzeit niedrigen Zinsniveau kann die Gefahr bestehen, die Darlehensrate zu knapp in die monatliche Budgetrechnung mit einzuplanen. Was ist, wenn die Zinsbindung abläuft? Können Sie sich dann die Darlehensrate noch, bei einem deutlich höheren Zins, gut leisten? Bitte denken Sie beim Abschluss Ihres Baudarlehens an die langfristigen Konsequenzen, die Sie bei Ablauf der Zinsbindung mit tragen.

Bietet Bausparen Sicherheit für dauerhafte Darlehenskalkulation?

Ja, Bausparkassen sichern sich die Darlehenszinsen komplett für die gesamte Laufzeit Ihres Darlehens ab. Hierbei müssen Sie keinerlei Zinsfestschreibungen aushandeln. Allerdings sind alte Verträge, wo das Bauspardarlehen jetzt zur Auszahlung kommt, mit 2 – 4 % Bauzins aktuell viel zu teuer. In einen Bausparvertrag müssen Sie erst einige Jahre einzahlen, damit Sie sich das Darlehen zur Auszahlung „erarbeitet“ haben.

Jeder, der Bauzinsen aufnehmen will, bekommt am Markt der Finanzierer und Banken günstigere Bauzinsen, als es über Bausparkassen möglich wäre.
Aufgrund des aktuell sehr niedrigen Zinsniveaus stirbt das Bauspargeschäft deshalb langsam aus.

Grundsätzlich jedoch ist das Bauspargeschäft, gerade wenn die Zinsen am Markt sich in Zukunft wieder einmal verteuern werden, durchaus eine sinnvolle Option. Die dauerhaft niedrige Kalkulation von guten Bauzinsen ist ein wichtiger Grundstein für Ihre