Umschuldung ohne Schufa

Umschuldung ohne Schufa

by KreditJoe
Lesedauer: 10 Minuten

Oftmals besteht für viele Menschen nur noch die Möglichkeit eine Umschuldung in die Wege zu leiten, wenn die aktuellen Kreditverpflichtungen zu den gegebenen Konditionen nicht mehr gezahlt werden können. Eine Umschuldung ist dabei nichts anderes, als die Übertragung der noch offenen Beträge an eine andere Bank. Diese zahlt den ursprünglichen Kreditgeber aus und führt die Tilgung zu neuen – im Idealfall deutlich besseren – Konditionen weiter. Auf diese Weise kann der Kunde auf lange Sicht erhebliche Summen einsparen und somit sein eigenes Budget deutlich entlasten. Die Umschuldung ist eine Kredit, der auch als Alternative zu einer Anschlussfinanzierung genutzt werden kann. Wird diese ohne Schufa durchgeführt, dann findet entweder kein Eintrag in deren Datenbank statt, oder aber die Bonität wird nicht anhand des dort ermittelten Scores geprüft. An dieser Stelle werden die wichtigsten Aspekte zusammengetragen, sodass die Durchführung einer Umschuldung ohne Schufa nicht zu weiteren finanziellen Problemen führt.

Was ist eine Umschuldung?

Bei einer Umschuldung handelt es sich um eine Kreditform, die zu den zweckgebundenen Krediten zählt. Hierbei wird das Geld nicht direkt an den Kreditnehmer überweisen, sondern immer gleich an den vormaligen Kreditgeber ausgezahlt. Die Umschuldung wird dabei meist bei einer Bank, in einigen Fällen auch bei einem Kreditvermittler aufgenommen. Das Prinzip dahinter besteht darin, dass der Kreditnehmer seine bisherigen Kreditlasten zu einem neuen Institut mit besseren Konditionen im Bereich von Zinsen, Tilgung und Sonderzahlungen überträgt. Hierdurch können die Kosten für den Kredit reduziert und somit das eigene Budget entlastet werden.

Und die Umschuldung ohne Schufa?

Die Umschuldung ohne Schufa bedingt dabei zwei verschiedenen Optionen. Der Begriff ist Missverständlich, denn hier geht es nicht nur darum, eine Umschuldung ohne Bonitätsprüfung zu erhalten. Zumeist möchten Kreditnehmer verhindern, dass andere Geldinstitute von der Umschuldung als neuen Kredit etwas erfahren. Daher bieten viele Banken die Option, eine Umschuldung ohne einen Vermerk in der Schufa durchzuführen. Auf diese weise bleibt die Bonität erhalten und wird nicht durch weitere Einträge in Form von Krediten belastet. Dabei wird aber grundsätzlich immer die Datenbank geprüft, sodass hier auch negative Vermerke eingesehen werden.

Eine Umschuldung ganz ohne Schufa bedeutet, das auch keine Bonitätsprüfung durchgeführt wird, was in der Praxis aber eine Seltenheit ist. Hierbei wird nur anhand des Einkommens und der Ausgaben sowie der vorhandenen Sicherheiten eine Einschätzung über die Zahlungskraft des Kunden getroffen. Etwaige Altlasten und Schulden, die dabei in der Datenbank der Schufa vermerkt sind, spielen in diesem Zusammenhang also keine Rolle. Die Aufnahme dieser Art der Umschuldung ist mit einigen Hürden verbunden und wird nur recht selten von den großen Geldinstituten offeriert.

Vorteile und Nachteile einer Umschuldung ohne Schufa

An erster Stelle muss geklärt werden, welche Vorteile und Nachteile eine Umschuldung ohne Schufa eigentlich mit sich bringt. Anhand dieser Informationen kann ein Kunde bereits entscheiden, ob diese Form der Umschuldung für ihn in Frage kommt oder nicht. Dabei sei aber gleich an dieser Stelle erwähnt, dass die letztendliche Entscheidung immer vom jeweiligen Einzelfall abhängt, sodass auf Anhieb keine pauschale Empfehlung gegeben werden kann.

Die Vorteile

Die Vorteile einer Umschuldung ohne Schufa liegen natürlich darin begründet, dass kein anderer Geldgeber etwas von diesem Vorgang erfährt. Da kein Eintrag in der Datenbank erfolgt, besteht für andere Geldinstitute auch keine Möglichkeit, von dieser Kenntnis zu erhalten. Somit bleibt die Bonität unbelastet und es können weitere Finanzierungen vorgenommen werden.

Wer eine Umschuldung ganz ohne Schufa in die Wege leitet muss auch keine negativen Einträge beim Unternehme fürchten. Diese werden bei der Erfassung der Bonität nämlich nicht berücksichtigt, sodass hier ein eventuelle schlechter Score keine Rolle spielt. Damit stellt diese Option eine Möglichkeit für alle dar, die aufgrund von Schulden dringend eine Sanierung ihrer Finanzen benötigen.

Letztlich wird der Datenschutz besser gewährt, denn ohne die Meldung oder eine Abfrage der Schufa, erhält auch diese keine Kenntnis von der Umschuldung. Somit steht nicht zwangsläufig die Frage im Raum, was mit den gespeicherten Daten geschieht und ob diese nicht eventuell doch in die falschen Hände geraten könnten.

Die Vorteile in der Übersicht

Die Nachteile

Auf der anderen Seite steht natürlich auch eine Reihe von Nachteilen, die eine Umschuldung ohne Schufa durchaus wieder problematischer erschienen lässt. So steigen in jedem Fall die Zinsen an, denn hier wird ein Risikozinssatz berechnet. Dieser dient als Absicherung für die Bank, um auch in einem Mahnverfahren noch genügend Gewinn aus der Kreditvergabe zu erzielen. Daher kann eine Umschuldung ohne Schufa grundsätzlich teurer ausfallen, als dies bei einer normalen Umschuldung der Fall wäre.

Zudem muss bedacht werden, dass als Grundlage der eigenen Bonität nur die Angaben herangezogen werden können, welche der Kunde selber macht. Es stehen auch nur die Sicherheiten zur Verfügung, die er der Bank offenbart. Daher werden die eingereichten Dokumente in der Regel einer genaueren Prüfung unterzogen, um jedwede Art der Manipulation auszuschließen. Dies kann den gesamten Prozess schon in die Länge ziehen und auch zu einigen Rückfragen seitens des Institutes führen.

Letztlich kann eine Umschuldung ohne Schufa auch an anderen Stellen deutlich mehr Geld kosten. So werden zum Beispiel höhere Gebühren seitens der Bank erhoben oder aber bestimmte Konditionen die bei einer regulären Umschuldung zur Verfügung gestanden hätten, können nicht genutzt werden. Dies betrifft in den meisten Fällen eine kostenlose Sondertilgung, die somit entfällt. Daher sollte schon genau überlegt werden, ob der Schritt einer Umschuldung ohne Schufa tatsächlich Sinn macht.

Die Nachteile in der Übersicht

  • Erhöhter Risikozinssatz
  • Strengere Prüfung der eingereichten Unterlagen
  • Höhere Gebühren und längere Bearbeitungszeit
  • Wegfall bestimmter