Leasing

Leasing

by KreditJoe
Lesedauer: 14 Minuten

Eine Finanzierung durch Leasing wird immer populärer gerade bei Selbständigen, doch auch Privatkäufer greifen mittlerweile auf diese Alternative der Finanzierung zurück. Relativ häufig entscheidet man sich für Leasing bei der Finanzierung eines neuen Fahrzeuges, aber auch andere Käufe werden immer wieder gerne durch die Leasingfinanzierung getätigt. Doch was genau ist Leasing? Welche Vorteile bietet Leasing und warum ist Leasing eine gute Alternative zu den üblichen Ratenkäufen? Eine Autofinanzierung durch Leasing ist gerade für Menschen sehr vorteilhaft, die nicht lange auf ihr Traumauto hin sparen möchten oder für welche die immer wieder gerne den neusten Sportwagen in der Garage stehen haben möchten.

Was genau ist Leasing?

Leasing bedeutet nichts anderes als mieten, doch Sie müssen jetzt nicht glauben, dass Sie bei einem Leasingfahrzeug dieses einige Monate mieten und dann wieder abgeben müssen, hier gibt es Unterschiede. Wer sich für ein neues Auto entschieden hat und dieses gerne leasen möchte, der muss an den Händler oder die Bank, welche mit dem Autohändler zusammenarbeitet eine monatliche Rate zahlen. Die Rate wird festgelegt, ebenso die Laufzeit. Jedoch nach Ablauf der Laufzeit gehört Ihnen noch nicht dieses Fahrzeug, Sie haben dann zwei Möglichkeiten, entweder Sie möchten das Auto behalten und zahlen eine Schlußrate, um das Fahrzeug auszulösen. Die andere Alternative wäre, Sie geben dem Händler das Fahrzeug zurück und entscheiden sich für ein anderes Fahrzeug, der Leasingvertrag läuft weiter, wird jedoch auf das andere, neue Fahrzeug übertragen.

Welche Vorteile bringt Leasing?

Leasingfinanzierungen werden in den meisten Fällen von Geschäftsleuten abgeschlossen, da diese steuerliche Vorteile haben. Ein Leasingfahrzeug kann bei Selbständigen steuerlich abgesetzt werden, was eine Privatperson in der Regel nicht kann. Die monatlichen Raten für ein solches Fahrzeug halten sich im Rahmen und sind für die meisten Menschen problemlos tragbar. Wer immer wieder gerne die neusten Fahrzeuge vor der Türe stehen haben muss und sich ein solches nicht auf einmal leisten kann, der greift ebenfalls zu der Variante Leasing zurück.

Welche Faktoren beeinflussen die Leasingrate?

Ein Leasingvertrag läuft mindestens 1 Jahr, in der Regel wird ein solcher über 3 Jahre abgeschlossen. In dieser Zeit ist es nicht möglich diesen zu kündigen. Sollten Sie während der Leasingzeit arbeitslos werden oder Sie verursachen einen Unfall, wo Sie die Kosten zu tragen haben, so kommen Sie nicht aus dem Leasingvertrag heraus und müssen die monatlichen Raten bis Vertragsende trotzdem weiter tilgen.

Von Vorteil ist bei Abschluss eines Leasingvertrages, dass die Höhe der Leasingrate auch durch eine Sonderzahlung am Anfang des Vertrags wesentlich reduziert werden kann. Hier sollten mindestens 20 % des Kaufpreises eingerechnet werden. Wenn Sie somit Eigenkapital mitbringen, achten Sie unbedingt auf versteckte Zusatzkosten.

  • Inspektionen, Reparaturen, Versicherung
  • die Restwertklausel oder das Restwertleasing
  • die Kilometerklausel oder das Kilometerleasing

Was ist die Kilometerklausel?

Hier müssen Sie bei Vertragsabschluss sehr wachsam sein, denn die Kilometerklausel oder auch das Kilometerleasing kann schnell zur Kostenfalle werden. Der Ablauf ist folgendermaßen zu Vertragsbeginn wird mit dem Händler vereinbart wie viele Kilometer Sie während der Vertragslaufzeit zurücklegen dürfen, sind Sie weniger gefahren erhalten Sie eine Ausgleichszahlung durch den Händler, was sich erst mal positiv anhört, doch sind sie mehr gefahren verlangt der Händler diese Zahlung von Ihnen. In den meisten Fällen dürfen Sie zahlen, da die erlaubten Kilometer über die Laufzeit sehr gering ausfallen.

Was ist die Restwertklausel?

Beim Restwertleasing oder der Restwertklausel bekommen Sie den Schrecken erst am Ende der Vertragslaufzeit. Wenn der Tag gekommen ist an dem Sie das Fahrzeug dem Händler zurück geben müssen wird dieser den Restwert des Fahrzeuges ermitteln. Bei der Ermittlung zählt jeder Kratzer und jede Abnutzungsspur der Polster, auch eine kleine Delle im Lack, welche eventuell durch einen Hagelschauer zustande gekommen ist, wird negativ aufgefasst. Der Händler schaut, ob es sich bei diesen Abnutzungsspuren nur um normale Gebrauchsspuren handelt oder er diese als gravierend einzustufen hat. In vielen Fällen streiten sich hier Händler und Kunde und ein Gutachter muss beauftragt werden. Der Gutachter entscheidet wie viel das Fahrzeug noch wert ist und sollte dieser feststellen, dass der Wert durch Gebrauchsspuren erheblich gesunken ist sieht es für Sie nicht so gut aus. Sie müssen den Verlustbetrag an den Händler zahlen.

Welche versteckten Kosten können anfallen?

Wer sich für ein Leasing-Fahrzeug entschieden hat, der muss sich zudem um die Wartung und Pflege des Fahrzeuges kümmern. Sie denken jetzt, dass Sie das auch bei jedem anderen Fahrzeug machen? Sicherlich pflegen und reparieren Sie auch ein anderes Fahrzeug, jedoch können Sie hier die Werkstatt selbst wählen und zudem sind Sie nicht verpflichtet zu regelmäßigen Inspektionsterminen zu erscheinen. Bei einem Leasingfahrzeug sieht dies anders aus, denn Sie dürfen keine Inspektionen versäumen und bei anfallenden Reparaturen sind Sie verpflichtet eine Markenwerkstatt aufzusuchen. In manchen Fällen bieten die Autohäuser bei Leasingverträgen ein Full-Service-Leasing an, hier fällt die monatliche Leasingrate höher aus, jedoch haben Sie keine Kosten für Reparaturen oder Inspektionen zu tragen. Ein weiterer Punkt, welchen Sie unbedingt bei einem Leasingfahrzeug bedenken sollten ist, dass der Autohändler auf eine Vollkaskoversicherung bestehen kann. Diese ist wesentlich teurer als eine Teilkaskoversicherung.

Welche Kosten und Möglichkeiten habe ich nach der Leasinglaufzeit?

In der Regel läuft der Leasingvertrag über 3 Jahre, wenn Sie vorab nichts anderes vereinbart haben und dann haben Sie unterschiedliche Möglichkeiten wie Sie weiter vorgehen können.

Der Leasingvertrag wird verlängert

Sollten Sie sich in dem Fahrzeug wohlfühlen und möchten dieses weiterhin fahren, dann haben Sie die Möglichkeit dieses über einen Anschlussleasing-Vertrag weiter zu finanzieren. Die monatliche Leasingrate wird neu ermittelt und ist in den meisten Fällen wesentlich geringer als zu Anfang, da es sich hier nur noch um einen Restwert handelt, welcher ermittelt werden muss.

Kauf des Leasingfahrzeuges

Sollten Sie überlegen, dass Sie das Fahrzeug nach Vertragslaufzeit kaufen möchten, so sollten Sie dies bereits bei Vertragsabschluss dem Händler mitteilen. Sollten Sie sich hier noch nicht sicher sein, können Sie dies natürlich auch am Ende der Vertragslaufzeit machen. In vielen Fällen kommt die Schlussratenfinanzierung oder die Ballonfinanzierung hier zum Einsatz. Sie zahlen monatliche Raten und am Ende der Vertragslaufzeit bezahlen Sie dem Händler den Restwert des Autos. Bei dieser Variante sollten Sie bedenken, dass sich der Restwert in einem hohen Stellenbereich bewegen kann. Sie sollten monatlich Rücklagen bilden damit Sie das Fahrzeug später auslösen können.

Das Fahrzeug am Ende zurückgeben

Sie haben das Fahrzeug einige Zeit gefahren und nun läuft der Vertrag aus und Sie möchten dieses dem Händler zurückgeben? Kein Problem, oder doch? Wenn der Vertrag ausläuft und Sie haben kein Interesse mehr an diesem Auto so können Sie dieses dem Händler zurückgeben, dieser ermittelt den Restwert und teilt Ihnen mit, ob das Auto in einem guten, gebrauchten Zustand ist oder eher nicht. Ist der Händler mit dem Zustand zufrieden und haben Sie nicht mehr Kilometer verfahren als vertraglich vereinbart kann es gut sein, dass der Händler Ihnen noch einen Betrag auszahlen muss. Ist das Auto in keinem guten Allgemeinzustand und der Händler ist mit dem was er zu sehen bekommt nicht zufrieden, so wird er Ihnen die Kosten der Wertminderung in Rechnung stellen.

Welche Vorteile bietet Autoleasing Selbstständigen?

Selbstständige haben oftmals das Problem, dass Banken ihnen nicht gerne einen Kredit gewähren, das liegt daran, dass Selbstständige kein geregeltes und somit sicheres Einkommen vorweisen können und ein anderer wichtiger Punkt wäre, warum Geschäftsleute immer wieder auf das Autoleasing zurückgreifen, der steuerliche Vorteil. Selbstständige können die Leasingraten als Betriebsausgaben angeben und verringern somit das zu versteuernde Einkommen.

Vorteile des Autoleasings

 

  • Selbstständige und Unternehmer haben die Möglichkeit die Kosten von der Steuer abzusetzen
  • nach Ende der Laufzeit kann ein anderer Neuwagen ausgesucht werden
  • monatliche Raten sind geringer als bei einem Ratenkauf
  • man muss nicht auf einmal eine große Summe aufbringen

Nachteile des Autoleasings

 

  • Kündigung des Vertrages vor Laufzeitende nicht möglich
  • Leasing ist teurer als ein Autokredit
  • vor Zahlung der Schlussrate kein offizieller Eigentümer des Fahrzeuges
  • Vollkasko verpflichtend
  • Einhaltung der Inspektion
  • Mehrkosten bei zu vielen gefahrenen Kilometern
  • Mehrkosten bei Wertminderung

Wer zahlt bei einem Totalschaden?

Ein Totalschaden ist mehr als ärgerlich, egal ob Sie der Verantwortliche sind oder jemand anderes der Verursacher. Sie bleiben immer auf den Kosten sitzen. Selbst wenn Sie eine Vollkaskoversicherung für das Leasingfahrzeug abgeschlossen haben, so zahlt die Versicherung oftmals nicht den Wiederbeschaffungswert und somit müssen Sie an den Autohändler den Differenzbetrag auszahlen. Sie können jedoch bei Vertragsabschluss dieser Hürde entgegenwirken indem Sie darauf bestehen, dass im Vertrag eine sogenannte GAP-Deckung vermerkt wird. Hierbei handelt es sich um eine Zusatzversicherung, welche die Leasingrate zwar in die Höhe treibt, doch Sie im Fall der Fälle absichert.

Bonität wichtig bei Autoleasing?

Wenn man es genau sieht, ist Leasing ähnlich wie ein Ratenkauf und der Händler ist auf die Zahlung der monatlichen Beiträge angewiesen. Wer somit ein Auto leasen möchte, der muss kreditwürdig sein, ansonsten verweigert der Händler den Leasingvertrag. Erkundigen Sie sich vorab bei der Schufa, ob Sie einen oder vielleicht sogar mehrere negative Einträge bei der Schufa verzeichnet haben. Die Abfrage bei dieser ist einmal jährlich kostenlos und kann sehr hilfreich sein, denn Sie können vorab schon erkennen, ob Sie überhaupt die Möglichkeit eines Leasingvertrages erhalten.

Können Privatpersonen ein Auto leasen?

Leasen kann jeder ein Fahrzeug der seinen Wohnsitz in Deutschland und das 18. Lebensjahr vollendet hat. Selbstverständlich ist ein geregeltes Einkommen und zudem sollten Sie keinen befristeten Arbeitsvertrag den Ihren nennen können. In der Regel möchte der Autohändler die letzten drei Lohnabrechnungen einsehen und macht eine Abfrage bei der Schufa, ist hier alles zu seiner Zufriedenheit gewährt er Ihnen sehr gerne einen Leasingvertrag.

Darf nur ich das Leasingfahrzeug fahren oder auch andere Personen?

Wer das Fahrzeug führen darf hängt nicht von dem Autohändler ab, sondern von der Versicherung. Wenn Sie die Versicherung für Ihr Leasingfahrzeug abschließen so sollten Sie diese darauf hinweisen, dass auch weitere Personen dieses Fahrzeug nutzen. Ihr Versicherungsbeitrag erhöht sich hierdurch zwar, aber Sie sind auf der sicheren Seite, sollte es durch eine andere Person zu einem Unfall kommen.

Kann ich mehrere Fahrzeuge gleichzeitig leasen?

Sie können so viele Fahrzeuge leasen, wie Sie sich finanziell leisten können. Einige größere Unternehmen leasen einen ganzen Fuhrpark, solange dies in Ihre finanziellen Möglichkeiten fällt ist diesem nichts entgegen zu setzen, im Gegenteil Händler sind darüber sehr erfreut.

Welche Fahrzeuge kann ich leasen?

Im Prinzip kann jedes Fahrzeug geleast werden, nur nicht jeder Händler bietet dies an. Bei großen Autohäusern sollten Sie keinerlei Probleme bekommen, diese bieten stets Leasingverträge an, anders sieht es bei kleineren Händlern aus, welche eher Gebrauchtwagen in ihrem Sortiment haben.

Wie hoch ist im Durchschnitt eine Leasingrate?

Die Leasingraten sind sehr unterschiedlich und können von Fahrzeug zu Fahrzeug und von Händler zu Händler stark variieren. In erster Linie kommt es beim Leasing auf das Fahrzeug an, möchten Sie einen Kleinwagen oder doch eher einen Transporter leasen? Bringen Sie Eigenkapital mit oder möchten Sie eine Vollfinanzierung. Es kann jedoch nie verkehrt sein sich bei unterschiedlichen Händlern nach einem Leasingfahrzeug zu erkundigen, hier lässt sich sicherlich einiges an Geld sparen, wenn man sich etwas Zeit nimmt und die Preise akribisch vergleicht.

Kann ich meinen Leasingvertrag auf eine andere Person übertragen?

Das man das Fahrzeug während der Laufzeit eines Leasingvertrages nicht verkaufen kann, versteht sich von selbst und das man den Vertrag nicht kündigen kann, ist ebenfalls bekannt, doch was ist eigentlich, wenn man den Vertrag auf eine andere Person übertragen möchte? Viele Händler lassen sich auf diesen Deal ein, einfach weil Sie Angst haben, dass die monatlichen Leasingraten nicht mehr getilgt werden können, doch aufgepasst, den Vertrag 1 zu 1 übernehmen ist nicht so einfach möglich, denn die Händler schlagen hier einen Betrag auf, eine Art Bearbeitungsgebühr, diese hat der neue Leasingnehmer zu tragen. Sie sollten vorab erfragen wie hoch diese Bearbeitungsgebühr im Fall der Fälle ausfallen würde, manchmal lohnt es sich nicht den Leasingvertrag an eine andere Person abzutreten.

Fallen die Autosteuern bei einem Leasingvertrag höher aus?

Die Autosteuer hat nichts mit dem Leasingvertrag zu tun, hier ist es egal, ob das Auto geleast wurde oder bereits Ihr Eigentum ist. Die Steuern werden an der Größe des Fahrzeuges, die PS festgelegt und zudem kommt es auf die vorhandene Umweltplakette an.

Welche Händler bieten Leasingverträge an?

Bei zahlreichen großen Händlern werden Sie, Bonität vorausgesetzt, einen Leasingvertrag erhalten.

  • Volkswagen
  • Mercedes
  • BMW
  • Renault
  • Dahitsu
  • Opel
  • Ford
  • Skoda

Die Liste der Anbieter ist enorm lang, hier sollten Sie sich einfach passende Angebote einholen und vergleichen.

Gibt es Leasing-Schnäppchen?

Leasing-Schnäppchen gibt es tatsächlich, denn muss es immer gleich ein Neuwagen sein? Wie wäre es mit einem Jahreswagen? Jahreswagen haben einen neuwertigen Zustand, haben jedoch an Wert verloren, da diese bereits einige Kilometer auf dem Buckel haben, doch genau aus diesem Grund bekommen Sie einen Jahreswagen zu einem günstigen Preis. Die Leasingangebote sind hier enorm ansprechend und wenn Sie bei Vertragsabschluss dann noch darauf achten, dass die jährliche Kilometerleistung Ihren Wünschen angepasst wird, ebenso wie die Zinsen und die Schlussrate, dann haben Sie ein echtes Schnäppchen gemacht. Auch hier lohnt es sich Angebote zu vergleichen.

Was ist Full-Service-Leasing?

Einige Autohändler haben sich den Wünschen der Kunden angepasst und bieten beim Leasing einen Paketpreis an. Der Vorteil hierbei ist, dass in diesem Paketpreis alle Kosten enthalten sind, Sie müssen nur noch Ihr Auto selber tanken. Folgende Leistungen sind im Gesamtpreis bereits enthalten:

  • Freikilometer
  • Versicherung
  • Wartung, Verschleiß und Hauptuntersuchung
  • Garantie
  • KFZ-Steuer und Rundfunkgebühr
  • Reifenpaket
  • Zulassung

Ein weiteres Highlight von Full-Service-Leasing Angeboten ist, dass Sie bei manchen Anbietern mit einer Kündigungszeit von 3 Monaten aus dem Leasingvertrag entlassen werden können. Dieses Angebot ist jedoch nicht die Regel.

Entstehen bei Full-Service-Leasing Angeboten höhere Kosten?

Wer sich für ein solches Angebot entschieden hat, braucht sich in der Regel keine Sorgen um zusätzliche Kosten machen, jedoch lassen sich die Autohändler einen solchen Service gut bezahlen, doch in manchen Fällen macht sich ein solches Angebot bezahlt. Sollte es zu unerwarteten Reparaturkosten kommen, so übernimmt diese die Werkstatt des Autohändlers, jedoch aufgepasst bei einem Totalschaden durch einen Unfall sind Sie meistens der Dumme, denn diese Kosten deckt das Full-Service-Leasing Angebot nicht ab, hier ist eine weitere Versicherung nötig.

Tipps für jeden, der leasen möchte

 

  • Fristen unbedingt beachten
  • fällige Inspektionen nicht verfallen lassen
  • Mängel stets von einer Fachwerkstatt beseitigen lassen
  • besondere Fahrzeugpflege

Ebenso sollten Sie zusätzlich auf einige Dinge achten:

  • wenn nicht vertraglich vereinbart keine weitere Person ans Steuer lassen
  • nachfragen ob man außerhalb von Europa mit dem Fahrzeug unterwegs sein darf
  • Reparaturen von Unfallschäden immer eine Vertragswerkstatt durchführen lassen
  • möglichst keine Änderungen am Fahrzeug vornehmen

Halten Sie sich während der gesamten Vertragslaufzeit an diese Vorgaben, so sollte das Fahrzeug nicht an Wert verlieren und in einem tadellosen Zustand am Ende der Vertragslaufzeit sein.


Leasing oder mieten – was lohnt sich?

Wer viel besitzt, der genießt auch ein großes Ansehen. Daher strebte der Mensch schon immer danach, Besitz anzuhäufen. Das eigene Haus, ein möglichst großes und exklusives Auto, die Nobeluhr – mit dieser Aufzählung könnten wir fast endlos fortfahren.

Leasing: Mieten statt kaufen liegt voll im Trend!

Heutzutage ist es kein Hexenwerk, stets ein neues PKW-Modell zu fahren oder mit aktueller Hard- und Software ausgerüstet zu sein. Leasing ist eine durchaus gängige Variante, Wünsche dieser Art zu realisieren. Viele Privatpersonen nutzen Leasing für den Autokauf oder den Erwerb von Computern oder Telefonanlagen.
Selbständige und Gewerbetreibende nutzen Leasing, um für die Firma hochwertige Fabrikate zu erwerben und die Ausgaben dafür steuermindernd anzusetzen. So werden komplette Büroeinrichtungen, Fuhr- und Maschinenparks geleast.

Beim Leasing handelt es sich jedoch nicht um einen Kredit, sondern um einen zeitlich begrenzten Mietvertrag. Die Leasinggesellschaft kauft ein bestimmtes Objekt und vermietet es als Eigentümer an den Leasingnehmer, welcher es gegen Entrichtung eines monatlichen Betrages nutzt. Bei Vertragsende gibt der Leasingnehmer die Sache nach vertragsgemäßer Nutzung zurück oder erwirbt es zu einem vorher vereinbarten Restwert. Die Es empfiehlt sich, die Übernahmemöglichkeit des Leasingobjektes zu einem bestimmten Preis bereits bei Vertragsabschluss zu vereinbaren.

Es gibt unterschiedliche Arten des Leasings und die Verträge haben verschiedene Bestandteile. Danach richtet sich, ob sich Leasing für eine geplante Anschaffung lohnt.
Vor Vertragsabschluss muss unbedingt geprüft werden, ob die Kosten für einen Ratenkredit u. U. niedriger ausfallen als die Gesamtkosten für das Leasing.

Leasing ist prinzipiell eine Vermietung, denn man zahlt für die Überlassung und Nutzung eines bestimmten Objektes. Man schließt also beim Leasing einen Mietvertrag ab, bei dem sich der Leasinggeber verpflichtet, dem Leasingnehmer eine Sache gegen Geld auf eine bestimmte Dauer zu überlassen. Die Haftung für evtl. auftretende Schäden am Leasingobjekt obliegt in der Regel dem Leasingnehmer. Das Leasingobjekt (z.B. ein PKW) bleibt Eigentum des Leasinggebers und geht nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Laufzeit wieder in dessen Besitz über.

Ein Leasingvertrag kann sowohl über eine bestimmte als auch eine unbestimmte Mietzeit abgeschlossen werden. Allerdings ist eine Kündigung innerhalb der Vertragsdauer nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Leasingverträge enden regulär durch Vertragsablauf, Kündigung oder Aufhebung.

Um die Kosten übersichtlich zu halten, sollten die Leasingraten in ihrer Höhe konstant bleiben. Wird neben der Leasingrate ein mtl. kalkulierter Überschuss erzielt, rentiert sich Leasing. Aus diesem Grund wählt man für den Leasingvertrag eine Dauer von 40 bis 90 % der Abschreibungszeit, für Autoleasing zwischen 29 und 64 Monaten.
Nach Ablauf des Leasingvertrages ist es möglich, den geleasten Gegenstand zu erwerben. Bei einem Restwert-Leasing garantiert der Leasingnehmer einen vereinbarten Restwert und muss ggf. die Differenz zwischen diesem und dem tatsächlichen Wert tragen.

Möchte man als Privatperson eine Sache leasen, werden eine Selbstauskunft sowie eine Schufaauskunft verlangt. Handelt es sich beim Leasingnehmer um eine Firma, wird eine Bankauskunft oder eine gute Bilanz als Grundlage einer Vertragsunterzeichnung erwartet.

Doch halt: Die Zeiten haben sich geändert!
Heute steht für viele, insbesondere junge Menschen der Besitz von Dingen nicht mehr an erster Stelle. Daher hat sich das Leasing zu einer immer beliebteren Finanzierungsalternative entwickelt. Dabei ist Leasing heutzutage für Unternehmen gleichermaßen attraktiv wie für Privatpersonen. Inzwischen kann man fast alles leasen, sei es Autos, Möbel, Maschinen, Elektrogeräte, aber auch verrückte Dinge wie Kleidung, Luxusuhren und vieles mehr. Neue Leasingunternehmen schießen wie Pilze aus dem Boden und die Leasingmodelle werden immer vielfältiger und komplexer.

Doch was ist Leasing überhaupt genau? Und wann macht Leasing Sinn? Wie verhält es sich mit den Steuern, wenn Dinge geleast werden? Fragen über Fragen, von denen wir Ihnen die wichtigsten in diesem Ratgeber leicht verständlich beantworten möchten.

Was ist Leasing?

Leasing ist ein Vertrag zwischen einem Leasinggeber (Leasinggesellschaft) und einem Leasingnehmer (Unternehmen oder Privatperson). Der Leasinggeber überlässt bei diesem Vertrag dem Leasingnehmer das Recht, den Leasinggegenstand für eine bestimmte Zeit zu nutzen. Im Gegenzug verpflichtet sich der Leasingnehmer, dem Leasinggeber für diese Dienstleistung eine zumeist monatliche Leasingrate zu bezahlen. Somit hat Leasing Ähnlichkeiten mit einem konventionellen Mietvertrag. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass der Leasingnehmer den Leasinggegenstand nach Vertragsende nicht unbedingt zurück gibt, sondern häufig mit einer Abschlusszahlung erwirbt. Hierdurch geht der Leasinggegenstand endgültig in seinen Besitz über.

Leasing für Unternehmensgründer

Besonders für Unternehmensgründer ist Leasing eine attraktive Alternative zu einem Bankdarlehen. Auch wenn die Leasingraten einen Zinsanteil beinhalten, bringt dem Unternehmer ein Leasingvertrag einige Vorteile. Der Unternehmer kann die für den Start seiner Firma benötigten Investitionen ohne große finanzielle Belastung tätigen.

Bei einem Leasingvertrag ist der Unternehmer nicht dazu verpflichtet, Unternehmensberichte für seine Bank anzufertigen. Somit behält er seine Flexibilität, welche gerade zu Beginn einer Unternehmung ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor ist. Zudem kann der Unternehmer am Ende der Leasinglaufzeit das Leasingobjekt günstig erwerben.

Leasing für Privatpersonen

Für Privatpersonen wird Leasing immer attraktiver. Auch wenn für Privatpersonen das Angebot deutlich überschaubarer ist, werden die meisten Wünsche erfüllt. Der meistgeleaste Gegenstand bei Privatpersonen ist das Auto. Hierbei kann jede Person, die eine ausreichende Kreditwürdigkeit besitzt, ein neues Auto fahren, ohne einen teuren und komplizierten Autokredit mit der Bank zu vereinbaren.

Dabei hat der Leasingnehmer zusätzlich den Vorteil, dass die benötigten Wartungen des Autos durch den Leasinggeber übernommen werden. Dieser Vorteil macht das Leasing unterm Strich meist günstiger als einen konventionellen Kredit.

Was kann man leasen?

Es gibt viele Möglichkeiten, Gegenstände zu leasen. Fangen wir einmal mit der Büroausstattung an. Hier können Sie PCs, Laptops, Notebooks und die verschiedensten Drucker leasen. Das hat für Sie den Vorteil, dass Sie nicht die Gesamtkosten für die Büroausstattung zahlen müssen, sondern nur die Leasinggebühren tragen.

Generell gilt beim Leasing: Sind die Geräte defekt, müssen Sie den Defekt bei der Firma melden, die mit Ihnen die Leasing-Vereinbarung getroffen hat. Um alles andere kümmert diese sich dann. Die Kosten der Reparatur muss die Firma ebenfalls tragen, es sei denn, Ihnen oder Ihren Mitarbeitern ist ein grobes Mitverschulden vorzuwerfen. Das Leasing hat auch noch den Vorteil, dass Sie ständig neue Modellvarianten nutzen können, ohne die alten Modelle selbst ausrangieren zu müssen und für die Entsorgung aufzukommen. Sie können also immer Geräte in Ihrem Büro stehen haben, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

  • Büroartikel und Produktionsmaschinen: Natürlich gilt dies nicht nur für die Geräte im Büro. Mittlerweile leasen viele Firmen auch große Produktionsmaschinen. Auch diese können dadurch auf die modernsten Geräte zurückgreifen.
  • Geräte der Medizintechnik: Auch in der Medizintechnik erfolgt das Leasing, zum Beispiel bei den Computertomographen und Kernspintomographen (Magnetresonanztomografie). Kaum eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus kann es sich leisten, diese Geräte immer wieder selbst zu kaufen und nach wenigen Jahren, nach denen sie schon wieder überaltert sind, auszutauschen. Auch hier werden die Geräte geleast.
  • PKW und LKW: Bekannt ist das Leasing natürlich auch bei PKWs und LKWs. Ganze Firmen leasen ihren Fuhrpark und stellen die Fahrzeuge ihren Mitarbeitern zur Verfügung, um zu Geschäftsterminen fahren zu können. Auch im Privatbereich ermöglicht Ihnen Pkw-Leasing, dass Sie immer wieder einen neuen Pkw fahren können, ohne den alten verschrotten zu müssen. Hier müssen Sie aber eine gewisse Kilometerbegrenzung pro Jahr einhalten beziehungsweise den Leasingvertrag abändern, wenn abzusehen ist, dass Sie sich an diese Begrenzung nicht halten können.

Steuerliche Vorteile durch Leasing

Leasing ist eine Finanzierungsalternative, welche dem Leasingnehmer unterschiedlichste Vorteile verschafft. Neben den bekannten finanziellen Vorteilen ist Leasing auch aus steuerlichen Gesichtspunkten durchaus interessant.

Um die steuerlichen Vorteile beim Leasing zu verstehen, ist es wichtig, die beiden Arten eines Leasinggeschäftes zu unterscheiden: das Finanzierungsleasing und das operative Leasing. Der Unterschied zwischen diesen beiden Leasingformen liegt in der Bilanzierung des Leasinggegenstandes. Bei einem Finanzierungsleasing wird das Leasingobjekt von dem Leasingnehmer bilanziert, weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass dieser den Leasinggegenstand nach Ablauf des Vertrages von dem Leasinggeber erwerben wird. Bei einem operativen Leasing bleibt der Leasinggegenstand in der Bilanz des Leasinggebers stehen. Somit unterscheidet sich diese Art des Leasings kaum von einem konventionellen Mietvertrag.

Steuerliche Vorteile beim operativen Leasing

Bei einem operativen Leasing wird der Leasinggegenstand vom Leasinggeber bilanziert. Somit kann der Leasingnehmer keine Vorteile aus Abschreibungen geltend machen. Die monatlichen Leasingraten werden jedoch als abzugsfähige Ausgaben behandelt, sodass auch beim operativen Leasing Steuervorteile vorhanden sind. Der Leasinggeber zieht die monatlichen Leasingraten als Ausgaben von seinem zu versteuernden Einkommen ab und senkt damit seine Steuerbelastung am Jahresende.

Steuerliche Vorteile beim Finanzierungsleasing

Beim Finanzierungsleasing bilanziert der Leasingnehmer den Leasinggegenstand. Dies hat den großen Vorteil, dass der Leasingnehmer auf diesen Gegenstand Abschreibungen ansetzen darf, welche er dann am Jahresende von seinem zu versteuernde Einkünften abzieht. Somit senkt er sein zu versteuerndes Einkommen und damit seine steuerliche Belastung.

Darüber hinaus kann der Leasingnehmer zusätzlich die monatlichen Leasingraten, genauso wie bei einem operativen Leasing, steuerlich geltend machen.Ein Finanzierungsleasing bietet steuerlich mehr Vorteile als ein operatives Leasing. Der Leasingnehmer kann neben den monatlichen Leasingraten zusätzlich Abschreibungen auf den Leasinggegenstand ansetzen und hierdurch eine zusätzliche Steuerersparnis generieren.

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