Tilgungsrechner

Tilgungsrechner

by KreditJoe
Lesedauer: 13 Minuten

Wie sieht die richtige Tilgung bei Ihren Plänen aus? Auf was müssen Sie achten? Welche Darlehenshöhe- und Laufzeit werden vereinbart? Ein Tilgungsrechner kann Ihnen hier erste Einsichten gewähren.

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Wer ein Darlehen mit hohen monatlichen Raten tilgt, der hat einige Vorteile:

Ein Tilgungsrechner ist wie folgt aufgebaut:

  • gewünschter Darlehensbetrag
  • Auszahlungsdatum
  • wie werden die Raten gezahlt
  • Dauer der vereinbarten Sollzinsbindung
  • wie hoch ist der gebundene Sollzinssatz
  • anfängliche Tilgung oder gewünschte Rate

Der Tilgungsrechner errechnet Ihnen den genauen Betrag, welchen Sie an das Kreditinstitut zurückführen müssen und zudem den zu zahlenden Restschuldbetrag. Mit dem Tilgungsrechner ist es möglich unterschiedliche Variante der bevorstehenden Darlehenstilgung zu berechnen und diese miteinander zu vergleichen. Wie wirkt sich eine monatliche Zahlung auf das Darlehen aus und wie verändert sich die Tilgung bei einer zwischenzeitlichen Sondertilgung?

Wie wird die Restschuld festgelegt?

Ein sogenanntes Annuitätendarlehen ist mit einer festgelegten Dauer bezüglich der Zinsbindung versehen und zählt zu den beliebtesten Formen einer Immobilienfinanzierung. Hierbei ist zu beachten, dass die Immobilie in der Regel selbst genutzt wird. Der Kreditnehmer hat sehr viele Freiheiten mit seiner Planung, wenn er sich für eine Baufinanzierung entscheidet. Während der vereinbarten Zinsbindungsfrist bleibt stets die monatlich zu zahlende Rate konstant. Die Bauherren oder auch Käufer eines Eigenheims können mit dem Tilgungsrechner ihre Belastung recht genau berechnen und auch planen. Die immer gleichbleibende zu zahlende monatliche Rate, auch Annuität genannt, setzt sich immer aus dem Zins und der Tilgung zusammen. Zu Beginn einer Finanzierung erhebt das Kreditinstitut meißt einen sehr hohen Zinsanteil, hingegen ist der Tilgungsanteil im Vergleich sehr gering. Dieses Verhältnis ändert sich im Laufe der Zeit bei regelmäßger und fristgerechter Zahlung. Die noch offene Darlehenssumme schrumpft immer mehr und bei gleichbleibendem Zinssatz werden durch die Gesamtschuld, die Zinsen geringer. Der Vorteil hierbei ist, dass ein größerer Anteil der monatlichen Raten in die Tilgung fließt.

Die meisten Kreditnehmer lassen sich auf eine Zinsbindungsfrist von 5 oder 10 Jahren ein, bei höheren Darlehenssummen sogar auf 15 Jahre. Eine längere Zinsbindung kann grundsätzlich vereinbart werden, allerdings steigen in einem solchen Fall die Zinsen und eine längere Zinsbindung ist hierdurch eher unattraktiv. Die meisten Verbraucher schaffen sich einmal in ihrem Leben eine Immobilie an, da diese das ganze Leben bewohnt wird. Leider sind nur weniger Bauherren in der Lage durch die monatlichen Raten bis zum Ende der Laufzeit, dass Darlehen komplett zu tilgen und aus diesem Grunde bleibt in den meisten Fällen eine Restschuld vorhanden. Wer dann in der Lage ist diese Restschuld bei der Bank auszugleichen, der hat einen großen Vorteil, denn er ist schuldenfrei, doch viele Bauherren benötigen im Nachhinein eine Anschlussfinanzierung, um den Restbetrag tilgen zu können. Der Vorteil hierbei ist, dass der Restbetrag nur noch eine geringe Summe ist und somit die Zinsen ebenfalls wesentlich niedriger ausfallen.

Wie kann die Restschuld beeinflusst werden?

Wie hoch die Restschuld nach Ablauf der Zinsbindungsfrist ausfällt, dass hängt immer wieder von der Dauer der vereinbarten Zinsbindung ab, aber natürlich spielt die anfängliche Tilgungshöhe ebenfalls eine große Rolle. Man kann davon ausgehen, dass wenn die die Tilgungshöhe zu Beginn hoch ausfällt, die Restschuld am Ende ebenfalls wesentlich geringer ausfällt. Banken versuchen oftmals den Tilgungsanteil gering zu halten und seine Kunden hiermit zu locken, doch aufgepasst, auch eine kurze Laufzeit soll den Kreditnehmer mit einem guten Angebot überzeugen, doch aufgepasst, am Ende der Laufzeit bleibt in solchen Fällen eine hohe Restschuld, die einen schnell überfordern kann.

Anschlussfinanzierung – Risiko oder normaler Vorgang?

Die Planungssicherheit und das ist der große Vorteil, ist bei einem Annuitätendarlehen besonders hoch. Der Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Restschuld ebenfalls enorm hoch ausfallen kann. Zwar ist es möglich mit ein paar einfachen Eingaben die Höhe der Restschuld über den Tilgungsrechner bis in das kleinste Detail zu berechnen, doch leider kann man hier nicht voraussehen, wie hoch die späteren Zinsen bei einer eventuell benötigten Anschlussfinanzierung ausfallen werden. Sie können zwar mit dem Tilgungsrechner die genaue Summe errechnen, welche Sie später für die Restschuld benötigen werden, jedoch in welcher Höhe das Kreditinstitut später die Zinsen vereinbart ist Ihnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Es ist von Vorteil, wenn Sie einen Darlehensvertrag abschließen, dass Sie Sondertilgungen vereinbaren, so haben Sie immer die Möglichkeit zwischenzeitlich Geld auf Ihr Darlehenskonto einzuzahlen und somit die Restschuld zu verringern.

Halten Sie die Restschuld so gering wie möglich

Damit am Ende des Darlehens nicht das böse Erwachen kommt und Sie sich plötzlich in einer finanziellen Notlage wiederfinden sollten Sie bei Abschluss des Kreditvertrages einige Dinge mit dem Kreditinstitut im Vorfeld vereinbaren:

  • die Anfangstilgung sollte möglichst hoch ausfallen
  • vereinbaren Sie Sondertilgungen
  • die Tilgungshöhe sollte Ihrem Einkommen optimal angepasst werden

Wie sich die Anfangstilgung und die monatlichen Raten auf die Restschuld auswirken können Sie mit dem Tilgungsrechner genau errechnen, jedoch wissen Sie erst wie sich eine Darlehensrückzahlung auf Ihre Restschuld auswirkt, wenn Sie mit der Bank gesprochen haben und eventuell Sondertilgungen vereinbart wurden. Viele Kreditinstitute erklären sich bereit Sondertilgungen zuzulassen, doch werden diese oftmals beschränkt. Kreditinstitute lassen sich darauf ein, dass Sondertilgungen bis zu einem bestimmten Betrag und maximal 3 x jährlich stattfinden dürfen, dies geschieht aus dem Grund, da die Bank an den Zinsen verdienen möchte und höhere Sondertilgungen beeinflussen die Zinszahlung. Vereinbaren Sie in jedem Fall eine kostenlose Sondertilgung, denn sonst lohnt sich eine solche nicht für Sie. Ein weiterer Vorteil für eine Darlehensrückzahlung ist die Möglichkeit, dass Sie die Tilgungshöhe bei Bedarf anpassen können, selbstverständlich ebenfalls kostenlos. Die lässt ein Kreditinstitut ebenfalls maximal 3 x zu, denn monatlich höhere Zahlungen für die Tilgung wirkt sich für Sie positiv aus, jedoch die Bank macht hier ebenfalls Verluste.

Wie ist es möglich die Restschuld über ein Forward Darlehen abzusichern?

Wenn Sie während der Laufzeit bemerken, dass sich steigende Zinsen auf dem Markt stark abzeichnen, haben Sie die Möglichkeit die Anschlussfinanzierung und somit die Zinsen während der Laufzeit bis zu 5 Jahre vor Ablauf neu zu vereinbaren. Mit einem sogenannten Forward Darlehen haben Sie die Möglichkeit sich die aktuell günstigsten Zinssätze optimal zu sichern und müssen hier lediglich einen geringen Aufschlag, der nicht wirklich ins Gewicht fällt zahlen. Der Vorteil hierbei ist, dass Ihnen die spätere Schlussrate oder auch die Anschlussfinanzierung nicht den Hals bricht und Sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Die richtige Beratung ist wichtig

Es ist sehr wichtig, dass Sie sich vor einem Kredit richtig beraten lassen und das nicht nur von einem Kreditinstitut, holen Sie unterschiedliche Angebote von unterschiedlichen Banken ein und vergleichen Sie diese akribisch, ebenfalls ist es ratsam sich bei der Verbraucherzentrale beraten zu lassen, welches Darlehen, das Beste ist. Ebenso wäre es von Vorteil, wenn Sie vor der Kreditanfrage bei einer Bank sich über Ihre Bonität im Vorfeld erkundigen, dies können sie einmal jährlich kostenlos bei der Schufa machen. Die Auskunft können Sie sich persönlich bei der Schufa einholen oder über das Internet. Es ist immer vorteilhaft, wenn Sie über Ihre Bonität bescheid wissen.

Was versteht man unter einer Volltilgung?

Die Volltilgung ist sicherlich der beste Weg schnell schuldenfrei zu werden, doch leider ist nicht jedem Kreditnehmer eine Volltilgung finanziell möglich.
Bei der Volltilgung werden die Kreditraten inklusive Zinsen in einer monatlichen Rate über einen bestimmten Zeitraum so errechnet, dass Sie mit der letzten Ratenzahlung schuldenfrei sind. Wer über Eigenkapital verfügt, der kann sich freuen, denn dieses wird dem Darlehen angerechnet und die monatlichen Raten dementsprechend angepasst. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass Sie kleinere Raten monatlich abzahlen und mit Sonderzahlungen die Schuldsumme bis zum Ende der Laufzeit ausgleichen. Vielen Kreditnehmern ist dies leider nicht möglich, aber manchmal verbirgt sich noch irgendwo beispielsweise ein Bausparvertrag, welcher während der Kreditlaufzeit ausgezahlt wird und die Darlehenssumme um einige tausend Euro schrumpfen lässt.

Was ist die Vollfälligkeitsentschädigung?

Manchmal kann es sich absolut lohnen, wenn die Zinsen allgemein günstiger während der Kreditzeit ausfallen, dass man sich bei einer anderen Bank nach einer Übernahme des laufenden Darlehens erkundigt. Haben Sie ein anderes Kreditinstitut ausfindig gemacht, welches bereit ist Ihren laufenden Kredit zu übernehmen, dann bleibt nur noch der Gang zu Ihrer Bank, um mit dieser zu besprechen wie Sie am besten aus dem laufenden Kreditvertrag herauskommen können. In den meisten Fällen verlangt die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung, doch erschrecken Sie nicht, diese fällt in den meisten Fällen recht gering aus. Das Kreditinstitut muss auf die laufenden Zinsen verzichten, daher veranschlagen Sie eine Vorfälligkeitsentschädigung, damit der Verlust nicht zu groß ausfällt.

Prüfen Sie Ihr Darlehen und erstellen Sie einen optimalen Tilgungsplan

Wer einen Kredit aufnehmen möchte, sollte unbedingt vorab den Kreditvertrag auf Flexibilität, aber auch auf Vertragsoptionen prüfen. Wichtig ist ebenfalls zu prüfen welche Auswirkungen ein Darlehen bzw. die Restschuld auf Änderungen während der Vertragslaufzeit hat. Mit einem Tilgungsrechner können Sie alle Möglichkeiten nachvollziehen und die beste Zahlung für sich mit dem Kreditinstitut besprechen.

Prüfen Sie Ihre Bonität

Wer einen Kredit beantragen möchte muss zwangsläufig über eine gute Bonität verfügen, denn ansonsten wird sich die Bank schwertun einen solchen zu genehmigen. Im besten Fall erkundigen Sie sich vorab bei der Schufa oder auch anderen Auskunfteien, ob negative Einträge vorhanden sind. Sollten Sie hier einen negativen Eintrag oder auch mehrere vorfinden, so sollten Sie versuchen diese Einträge zu beseitigen, bevor Sie den Gang zur Bank vornehmen, denn sobald Banken einen negativen Eintrag ersehen können wird Ihnen mit Sicherheit der Kredit verwehrt. Achten Sie darauf das Ihre Konten stets ausgeglichen sind und das Sie in der Vergangenheit nicht immer wieder Rückbuchungen hatten. Haben Sie alles was gegen Sie spricht beseitigt, so wird die Bank gerne einem Kredit zustimmen.

Ist es möglich einen Kredit ohne Schufa zu beantragen?

Immer wieder findet man im Internet Angebote von Banken, welche einen Kredit ohne Schufa anbieten, doch aufgepasst, eine seriöse Bank ist verpflichtet zu prüfen, ob Sie negativ in der Schufa aufgeführt sind. Ein Kredit ohne Schufa bedeutet nicht zwangsläufig, dass hier keine Schufaabfrage vorgenommen wird, sondern eher, dass der beantragte Kredit bei dieser Bank nicht in der Schufa vermerkt wird. Haben Sie eine schlechte Bonität, so kann es auch hier schwer fallen einen Kredit zu erhalten.

Sogenannte online Kreditinstitute sind oftmals wesentlich günstiger, da Sie hier nicht die Möglichkeit haben in eine Filiale zu gehen und sich persönlich zu erkundigen, auch schufafreie Kredite werden hier angeboten, doch in vielen Fällen ist der Abschluss eines schufafreien Kredits mit dem Abschluss einer Versicherung verbunden. Bei einer solchen Versicherung handelt es sich in der Regel um Restschuldversicherungen mit welchen sich die Banken absichern, sollte eine Zahlung von dem Kreditnehmer ausbleiben.

Restschuldversicherung

Gerne versuchen Banken ihren Kunden eine Restschuldversicherung zu verkaufen, damit Kreditinstitute im Fall der Fälle abgesichert sind. Eine Restschuldversicherung ist sicherlich eine gute Lösung, denn sollte es während der Kreditlaufzeit zu einem finanziellen Engpass kommen, weil der Kreditnehmer beispielsweise arbeitslos wird oder durch Krankheit nicht mehr am Arbeitsleben teilnehmen kann, so springt die Restschuldversicherung hier ein. Wichtig ist, dass der Kreditnehmer sich bemüht schnellstens wider eigenes Geld zu verdienen, denn eine Restschuldversicherung zahlt maximal 6 Monate.

Bevor Sie eine Restschuldversicherung abschließen sollten Sie unbedingt prüfen, ob Sie nicht bereits über eine solche verfügen, denn in manchen Versicherungen, wie beispielsweise der Rechtschutzversicherung ist oftmals eine Restschuldversicherung enthalten und eine doppelte Versicherung ist kostspielig und nicht nötig.

Bekommt man als Arbeitsloser einen Kredit?

Ein Kreditinstitut vergibt niemals ein Darlehen an jemanden der arbeitslos ist, denn das Arbeitslosengeld ist stets sehr gering und wird so errechnet, dass der Arbeitslose sein Leben bestreiten kann, hier bleibt kein Geld übrig, um einen Kredit zu finanzieren. Kreditinstitute gehen davon aus, dass bei jemandem der arbeitslos ist, die monatlichen Raten nicht getilgt werden können. Die einzige Möglichkeit, um hier an einen seriösen Kredit zu kommen wäre ein Bürge. Ein Bürge unterschreibt den Kreditvertrag zusätzlich und sollte der Kreditnehmer die monatlichen Raten nicht fristgemäß zahlen können, so wendet sich die Bank an diesen Bürgen, der dann für das Darlehen aufkommen muss.

Kredit bei einem befristeten Arbeitsverhältnis

Wer ein befristetes Arbeitsverhältnis hat ist für die Bank nicht kreditwürdig, denn was passiert, wenn das Arbeitsverhältnis ausläuft? Können die monatlichen Raten in einem solchen Fall weiter beglichen werden? Diese und ähnliche Fragen stellt sich eine jede Bank und kommt zu dem Entschluss, dass eine Kreditvergabe hier zu unsicher ist. Der Kredit wird abgelehnt.

Ist ein Auslandskredit seriös?

Immer wieder werden Kredite in der Schweiz, Österreich und anderen Ländern an Deutsche vergeben, doch ob die Anbieter immer so seriös arbeiten ist nicht so sicher, denn ausländische Banken locken mit günstigen Krediten und besten Laufzeiten, doch das böse Erwachen kommt erst später, zahlreiche Versicherungen und Gebühren, welche man im Nachhinein zahlen muss, daher sollte man ausländische Kredite immer mit Vorsicht aufnehmen.

Welche Tilgungshöhe sollte man bei einem Baukredit wählen?

Immer wieder, wenn es um die Baufinanzierung geht, sollte man nicht nur über das benötigte Darlehen mit dem Kreditinstitut sprechen, sondern auch über die zu zahlende Tilgungsrate. Sicher ist, je höher die monatliche Rate ausfällt, desto schneller hat man seinen Kredit bei der Bank abbezahlt. Doch sind hohe Raten bei einem Kredit immer sinnvoll? Mit Sicherheit sind hohe Raten empfehlenswert, da die Zinsen gesenkt werden und die Abzahlung schneller vonstatten geht, doch nicht jeder Bauherr kann sich hohe Raten leisten, daher errechnet die Bank im Detail genau, was sich ein Bauherr leisten kann.
Denken Sie bei der Berechnung der monatlichen Tilgungsraten immer daran, dass nicht nur der Kredit als monatliche Ausgabe ins Auge gefasst werden muss und die Nebenkosten, wie beispielsweise die Grundsteuer, die Stromkosten und die Betriebskosten, sowie Versicherungen, sondern denken Sie zudem auch an Ihre monatlichen Lebenshaltungskosten und an einen kleinen Betrag als Rücklage, falls mal eine unvorhergesehene Ausgabe ansteht. Bei der Rücklage kann es sich ruhig nur um 100 Euro handeln, aber bilden Sie unbedingt welche.

Eine zu hohe Tilgungsrate gewählt, was kann ich tun?

Haben Sie sich bei Vertragsabschluss für eine sehr hohe Ratenzahlung entschieden, einfach weil Sie Ihren Kredit möglichst schnell tilgen möchten und sehen nun, dass diese Rate Ihr monatliches Budget sprengt? Dies geht vielen Bauherren oftmals im Nachhinein so, man könnte jetzt sagen, warum die Bank einen bei Kreditabschluss nicht daraufhin gewiesen hat? Hier kann es sein, dass die Bank nur die aktuellen Ausgaben und Kosten errechnet hat und diese problemlos mit Ihren Einnahmen positiv zu bewerten waren, doch Ihre Lebenshaltungskosten wurden hier vergessen. Doch wie können Sie in einem solchen Fall vorgehen? Bestenfalls sprechen Sie mit der Bank, ob man die monatlichen Raten in geringere Raten abändern kann. Die meisten Kreditinstitute lassen sich darauf ein, denn lieber erhalten sie kleinere Raten als gar keine Zahlung mehr. Es kann Ihnen passieren, dass Ihr Kreditvertrag neu errechnet wird und das der Zinssatz sich in diesem Fall ändert und die Laufzeit verlängert wird.

Mietzahlungen dürfen nicht mit Tilgungsraten verglichen werden

Viele Bauherren wählen die Tilgungsrate in Höhe der bisherigen Mietzahlung, denn was über Jahre problemlos zahlbar war muss ja auch weiter funktionieren, doch das ist absolut falsch. Bauherren zahlen nicht nur die Tilgungsrate monatlich ab, sondern auch Erwerbsnebenkosten. Versuchen Sie die Tilgungsrate nicht zu hoch anzusetzen, so dass Sie weitere Ausgaben, welche zusätzlich auf Sie zukommen noch stemmen können. Besonders schwer ist ein Kredit immer zu stemmen, wenn hier nur ein Kreditnehmer vorhanden ist, denn auf seinen Schultern lasten die gesamten Kosten, daher ist zu überlegen, ob man nicht, wenn möglich, den Ehepartner noch mit ins Boot holt, um den Kredit zu tilgen.

Wann ist es sinnvoll mit hohen Raten den Kredit zu tilgen?

Eine hohe Tilgung sollte nur dann stattfinden, wenn Sie sich ausreichend Polster geschaffen haben, sodass es Ihnen auch möglich ist Raten weiter abzutragen, wenn Sie beispielsweise wegen Krankheit länger ausfallen. Ein weiterer Vorteil bei einer hohen Tilgung ist, wenn Sie die Möglichkeit haben vorab eine größere Summe zu zahlen, Eigenkapital. Bleiben Sie als Bauherr immer realistisch.

Aktuelle Bauzinsen

Der Zinssatz ist momentan sehr niedrig, das kann eventuell daran liegen, dass das Geld immer knapper wird und die Kreditinstitute hier Kreditnehmern entgegen kommen, doch passen Sie auf, der Zinssatz kann sich während der Kreditlaufzeit ändern, somit sollten Sie mit Ihrer Bank einen festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit vereinbaren. Der Zinssatz betrug im Jahr 2016 noch 1,68 %, im Jahr 2017 stieg er leicht auf 1,90 % und im Jahr 2018 schwankt er und liegt immer noch bei um die 2,0 %.

Die KfW-Bank unterstützt Bauherren

Wer sein Eigenheim plant und erste Gespräche mit den Banken führt, sollte hier immer erfragen, ob eine Förderung durch die KfW-Bank möglich ist. Zahlreiche Kreditinstitute sind mit der KfW-Bank verknüpft und können nach positivem Kreditbescheid einen Antrag bei der KfW-Bank stellen. Die KfW-Bank unterstützt Bauherren bei der Umsetzung ihres Bauvorhabens, besonders wenn dieses mit erneuerbaren Energien ausgestattet ist oder umweltbewusst das Eigenheim plant. Der Vorteil bei der KfW-Bank ist, dass diese Ihnen eine höhere Summe zur Verfügung stellt und dies zu wirklich geringen Zinsen. In manchen Fällen braucht der Bauherr das KfW-Darlehen erst wesentlich später zurückzubezahlen als den eigentlichen Bankkredit und manchmal erhält der Bauherr zudem ein zinsfreies Darlehen. Erkundigen Sie sich unbedingt nach einem solchen Zuschuss der KfW-Bank, Sie können hier nur profitieren.

Überschuldung durch einen Baukredit

Manchmal ist es sinnvoll statt selber zu bauen eine bereits bestehende Immobilie zu erwerben, denn hier kann man Vorteile sichern. Eine bereits vorhandene Immobilie ist abbezahlt und Sie zahlen hier nur den Verkehrswert und es kommen keine unvorhergesehenen Baukosten auf Sie zu. Ein weiterer Vorteil hierbei ist, dass Sie sich eine fertige Immobilie aussuchen können, welche in Ihren finanziellen Rahmen passt. Eventuell sind auch Versteigerungen von Immobilien interessant für Sie, da hier der Kaufpreis enorm gesunken ist und Sie teilweise hervorragende Immobilien für kleines Geld bekommen können.

Diese Kosten kommen bei einem Hausbau auf Sie zu

Eine ganze Menge Kosten kommen auf einen Bauherren zu, denn es ist nicht einfach nur mit den Tilgungsraten getan:

  • von Anfang an müssen Sie Baunebenkosten zahlen
  • beim Grundstückskauf treten Nebenkosten auf
  • die Bauvorbereitung kostet ebenfalls
  • Kosten fallen während der Bauarbeiten an
  • nach dem Hausbau müssen Baunebenkosten gezahlt werden

Vergessen Sie zudem niemals die Maklergebühren und Notarkosten und natürlich das Finanzamt nicht, welches eine Grunderwerbssteuer erhebt.

Zusätzliche Kosten beim Hausbau genaustens einplanen

Sicherlich überlegen Sie jetzt wie sich die Nebenkosten beim Hausbau genau zusammen rechnen lassen und möchten einzelne Beträge erfahren, doch das kann man nicht so genau sagen. Die Nebenkosten sind von Bauherren zu Bauherren recht unterschiedlich. Hier spielen die Größe des Hauses, sowie die Vorlieben eines Bauherren eine große Rolle. Planen Sie Ihr Haus bis in das kleinste Detail genau durch, holen Sie sich Preise ein, rechnen Sie die Notarkosten, falls vorhanden die Maklergebühren und die Grunderwerbssteuer hinzu und dann rechnen sie nochmal, wenn Sie alle Kosten erfasst haben, etwa 300 Euro hinzu für eventuelle Ausgaben, welche Sie bei Ihrer Berechnung vergessen haben. Haben Sie alle Kosten zusammen und Ihnen bleibt von Ihren Einnahmen immer noch ein Betrag übrig, der Ihre Lebenshaltungskosten perfekt deck, dann haben Sie alles richtig gemacht.

Wie wird die Grunderwerbssteuer berechnet?

Die Grunderwerbssteuer muss immer gezahlt werden, wenn eine Immobilie oder ein Grundstück erworben wird. Die Höhe der Grunderwerbssteuer kann variieren, denn hier kommt es auf das Bundesland an, wo Ihre Immobilie gebaut werden soll. In der Regel kann man von einem Steuersatz zwischen 3,5 und 6,5 % ausgehen von dem Kaufpreis. Die Grunderwerbssteuer müssen Sie nur einmal bezahlen. Das Finanzamt schickt Ihnen eine Rechnung, meistens umgehend nach dem Kauf der Immobilie oder des Grundstückes und diese haben Sie ebenfalls sofort zu begleichen.

In welchem Bundesland ist die Grunderwerbssteuer am höchsten?

beginnend mit dem Bundesland, welches die höchste Grunderwerbssteuer verlangt:

  • Thüringen
  • Schleswig-Holstein
  • Saarland
  • Nordrhein-Westfalen
  • Brandenburg
  • Berlin
  • Hessen
  • Sachsen-Anhalt
  • Rheinland-Pfalz
  • Niedersachsen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Bremen
  • Baden-Württemberg
  • Hamburg
  • Bayern
  • Sachsen

Wer an einer Grenze zu einem Bundesland lebt, der kann mit der richtigen Wahl des Bundeslandes bei dem Bau des Eigenheimes erheblich an Steuern sparen, daher ist es immer ratsam sich vor dem Kauf einer Immobilie zu erkundigen wie hoch die Grunderwerbssteuer derzeit ist, denn auch hier variieren die Kosten.

Wie ist der Ablauf der Zahlung an das Finanzamt?

Da Sie bei einem Immobilienkauf, auch als Bauherr einen Notar benötigen wird dieser das Finanzamt über den Kauf informieren. Das Finanzamt errechnet dann die Grunderwerbssteuer und sendet Ihnen eine Rechnung zu, welche Sie umgehend begleichen müssen. Hat das Finanzamt die Grunderwerbssteuer von Ihnen erhalten, so erstellt dieses eine Unbedenklichkeitsbescheinigung. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung benötigt jeder Bauherr, denn ohne eine solche kann der Bauherr nicht Eigentümer der Immobilie werden. Haben Sie diese Bescheinigung erhalten müssen Sie diese dem Notar aushändigen und dieser legt die Unbedenklichkeitsbescheinigung dem Grundbuchamt vor. Das Grundbuchamt wiederum wird Sie dann als Eigentümer der Immobilie und des Grundstückes eintragen.

Zu beachten wäre noch, wenn jemand eine Immobilie oder ein Grundstück aus einer Zwangsversteigerung erwirbt, der zahlt die Grunderwerbssteuer nicht auf den Wert des Hauses oder des Grundstückes, sondern auf das Gebot für welches er das Objekt erworben hat.

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