Studentenkredit

Studentenkredit

by KreditJoe
Lesedauer: 16 Minuten

Kredit für Studenten

Ein Studium kann teuer werden, denn Bücher und anderes Lehrmaterial, ein PC oder Notebook, die Studentenwohnung und ein Auto verschlingen Geld, dabei ist noch nicht an die Kosten für Kleidung und Verpflegung gedacht. Nicht jeder Student erhält Bafög, auch Eltern oder Großeltern können nicht immer mit Finanzspritzen helfen. Ein Job könnte helfen, doch geht dabei kostbare Zeit für das Studium verloren. Ein Kredit für Studenten kann die Lösung sein, die Chancen darauf sind gar nicht so schlecht. Verschiedene Kreditinstitute bieten Kredite für Studenten zu günstigen Konditionen an, doch sind solche Kredite oft an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Im Kreditvergleich für Studentenkredite können Studenten den passenden Kreditanbieter finden.

Kreditvergleich
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Bei einem Studentenkredit handelt es sich um eine spezielle Form des Annunitätendarlehens, welches Personen gewährt wird die sich gegenwärtig in einem Studium befinden oder vorhaben ein solches Aufzunehmen. Der Studtenkredit stellt dabei der Definition nach einen Risikokredit dar, denn er wird an Personen vergeben, die derzeit noch über kein eigenes Einkommen verfügen. Zudem kann nicht gesichert werden, dass ein solches nach dem Abschluss des Studiums zur Verfügung stehen wird. Der Kredit ist dennoch in seinen Zinsen häufiger Günstiger als ein vergleichbares normales Darlehen und mit speziellen Konditionen in puncto Auszahlung, Laufzeit und Rückzahlung versehen. Durch solche Abänderungen, sollen die Kredite tilgbar bleiben und keine zu große Belastung für den Kreditnehmer darstellen.

Grundlagen des Studentenkredites


Bei einem Studentenkredit handelt es sich rechtlich betrachtet um ein normales Annunitätendarlehen, welches wie jedes andere auch in Raten getilgt wird. Von diesem Standpunkt aus betrachtet gibt es keine Unterschiede zu einem normalen Ratenkredit, wenngleich hier andere Handhabungen im Raum stehen. Das Darlehen ist allerdings – anders als bei anderen Darlehen – von der Meldung zur Schufa oder der Eintragung in öffentliche Verzeichnisse befreit.

Da es sich von rechtswegen in die Kategorie der Ausbildungskredite einordnen lässt, soll hiermit verhindert werden, dass auf den Kreditnehmer zu früh hohe Schulden zukommen, die im späteren Verlauf – etwas bei der Gründung einer eigenen Firma – eine weitere Kreditvergabe verhindern würden.

Allerdings ist dieser Konsens nur bis zu dem Zeitpunkt gegeben, an die Tilgung des Darlehens stattfindet. Sollte es hier zu Verzögerungen oder gar zum Ausfall der Raten wird, wird ebenfalls ein entsprechender Vermerk im Schuldnerverzeichnis oder bei der Schufa hinzugefügt. Ab dem Zeitpunkt der Rückzahlung wandelt sich der Studentenkredit in einen normalen Ratenkredit, dessen Tilgungsraten dann auch bestritten werden können müssen.

Personenkreis für die Vergabe

Wichtig ist es zu definieren, an wen ein Studentendarlehen vergeben werden kann. Um ein solches zu erhalten müssen zwangsläufig bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Allerdings ist der Terminus Studentenkredit in diesem Zusammenhang auch etwas irreführend, denn nicht nur Studenten können dieses beziehen.

Studenten

Der Begriff Studentenkredit wurde vom Terminus des Studenten abgeleitet, da tatsächlich bis zu 85 Prozent aller Antragssteller, wirklich Studenten an einer Universität sind. Dies ist also die weitaus größte Gruppe, wobei bei diesen auch der massivste finanzielle Aufwand zu beobachten ist. Neben den Kosten für das Studium müssen hier auch die eigenen Lebenshaltungskosten sowie weitere Investitionen berücksichtigt werden.

Schüler an Fachhochschule

Allerdings können auch Schüler, die an einer Fachhochschule studieren, auf eine solches Darlehen zurückgreifen. Diese werden von den Banken mit einer Universität gleichgesetzt. Grundlage für diese Entscheidung ist, dass sowohl das Studium als auch der Besuch einer Fachhochschule dazu dienen soll, später ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu finden oder aber eine laufende Selbstständigkeit zu etablieren. In allen Fällen in denen ein Studentenkredit vergeben wird, steht also das wirtschaftliche Interesse der Bank im Vordergrund, dass die Art der Ausbildung in jedem Fall das generieren eines Einkommens unterstützen muss.

Auszubildende

Auch Auszubildende in einem normalen Ausbildungsberuf fallen unter die Kategorie derer, die noch einen Studentenkredit erhalten können. Hier sind allerdings einige besondere Regularien zu beachten, auf welche später noch genauer eingegangen werden soll. Die übrigen Konditionen unterscheiden sich dabei nicht von denen der anderen Personenkreise.

Personen in der Weiterbildung

Unter ganz engen Voraussetzungen können auch Personen, die sich in einer Weiterbildung befinden, einen Studententarif bekommen. Wichtig ist hier, dass die Weiterbildung dem Zweck dient, ein höheres Einkommen als bisher durch gesteigerte Qualifikationen zu erhalten. Die Entscheidung, ob die aktuelle Weiterbildung diesen Ansprüchen gerecht wird, liegt allein bei der vergebenden Bank.

Fernstudium

bei einem Fernstudium kann nur dann ein Studentenkredit bezogen werden, wenn auch rein Regelmäßiges Einkommen vorhanden ist. Da sich hier die gewöhnlichen Lebensumstände in der Regel nicht verändern, werden normale bankübliche Konditionen für die Vergabe angesetzt. In vielen Fällen befindet sich der Teilnehmer am Fernstudium auch in einem festen Arbeitsverhältnis und möchte durch den Abschluss, lediglich eine höhere Qualifikation erreichen. Ein BaFög-Antrag kann in diesem Fall sinnvoller sein.

Konditionen für die Vergabe

Die Konditionen für die Vergabe sind seitens der Banken an bestimmte Richtlinie gebunden. Hier wird zwischen verschiedenen Aspekten unterschieden, die genau festlegen ob in welcher Höhe ein Studentendarlehen gewährt werden kann. Es gilt dabei zu berücksichtigen, dass eine gute Bonität nicht zwangsläufig auch die Vergabe sichert. Hier können von den Kreditinstituten weitere Anforderungen gestellt werden, da es sich um einen kalkulierten Risikokredit handelt.

Die Art des Studiums

Auch wenn es im ersten Moment seltsam erscheint, so spielt auch die Art des Studiums das aufgenommen werden soll, eine bedeutende Rolle. Hintergrund ist hierbei, dass ein Studium, dass am Ende keine Aussichten auf einen bezahlten Arbeitsplatz bringt, für die Bank ein Verlustgeschäft bedeuten würde. Schließlich zielt die Vergabe des Kredites darauf ab, diesen mit Zinsen zurückzuerhalten wobei die anfallenden Tilgungsraten nur aus einem späteren Einkommen bestritten werden können. Welche Studiengänge nicht geeignet sind, ist von Bank zu Bank unterschiedlich geregelt. Wer aus diesem Grund eine Ablehnung erhält, sollte sich an die BAfög-Stellen wenden.

Dauer der Regelstudienzeit und Überziehung

Eine wichtige Information für die vergebende Bank ist die Dauer der Regelstudienzeit, denn desto kürzer diese Ausfällt, umso eher ist mit der Tilgung zu rechnen. Anhand dieser Daten kann auch eine sogenannte geduldete Überziehung mit einkalkuliert werden, also die Zeitspanne, über die die Regelstudienzeit hinaus verlängert werden kann, ohne dass die Tilgung durchgeführt werden muss. Zudem kann unter Umständen für diese Zeitspanne noch eine Aufstockung des Kredites beantragt werden. Ob dies möglich ist und in welcher Höhe, obliegt allein de Entscheidung der jeweiligen Bank.

Einkommen und Sicherheiten

Da die meisten Studenten noch über kein eigenes Einkommen verfügen, gestaltet sich die Vergabe der Kredite oftmals schwierig. Hier bestehen in der Regel keine Sicherheiten, da viele noch keinen eigenen materiellen Besitz erwirtschaftet haben. Somit wird das Studentendarlehen entweder als sogenannter Vorschusskredit vergeben oder dieser muss mit anderen Sicherheiten durch Bürgen, gegenfinanziert werden.

Vorschusskredit

Der Vorschusskredit ist dabei ein einer Risikokredit. Hier vergibt die Bank die Geldsumme, ohne zu wissen, ob sich aus dem Studium oder der Ausbildung später ein festes Arbeitsverhältnis ergibt. Dies stellt natürlich ein Problem für die Tilgung dar, denn sollte kein Einkommen vorhanden sein, das zwangsläufig auch gepfändet werden kann, dann ist dies meist mit einem Ausfall des Kredites für die Bank verbunden. Um einen Studentenkredit auf dieser Basis zu erhalten, dürfen keine negativen Einträge in der Schufa oder im Schuldnerverzeichnis vorliegen. Andernfalls wird die Vergabe in der Regel sofort abgelehnt.

Bürgschaftskredit

Bei einem Bürgschaftskredit werden die Sicherheiten für einen Studentenkredit von einer anderen Person – in den meisten Fällen den Eltern – gestellt. Diese haften dann mit ihrem gesamten Einkommen und den materiellen Werten für die Rückzahlung der jeweiligen Summe. Dabei wird die Bürgschaft aber nur dann fällig, wenn der eigentliche Kreditnehmer kein eigenes Einkommen erzielt oder nach dem Ablauf einer bestimmten tilgungsfreien Phase, nicht in der Lage ist, die monatlichen Raten zu zahlen. Hierbei gilt in erster Linie, dass die Bürgen über ein ausreichendes Einkommen verfügen müssen und zudem keine negativen Einträge in entsprechenden Verzeichnissen besitzen.

Verpfändung des Einkommens

Eine weitere Methode der Besicherung stellt die Verpfändung eines späteren Einkommens dar. Mit einem solchen Vorgang sichert sich eine Bank die Möglichkeit, auf das Einkommen einer Person zuzugreifen, unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis durch das Studium oder durch andere Aspekte zustande gekommen ist. Sollte der Kreditnehmer die Raten nicht tilgen können, wird die Verpfändung an dem Tage wirksam, an dem die erste Zahlung eines möglichen Gehalts auf dem Konto des Kunden eingeht.

Weitere Besicherungsformen

Weitere Formen der Besicherung können auch vom Arbeitgeber bei einer Weiterbildung oder einem Fernstudium übernommen werden. Dies ist meist dann der Fall, wenn für den Erhalt des Arbeitsplatzes eine entsprechende Schulung erforderlich ist, die Kosten für diese aber nicht aus dem bisherigen Gehalt des Arbeitnehmers bestritten werden können. Daher übernehmen Arbeitgeber entweder einen Teil der Kreditschuld oder aber finanzieren den Lehrgang im ganzen. Ähnliches ist auch bei einer Erstausbildung möglich.

Tilgungsfreie Periode

Bei den meisten Studentenkrediten wird dem Kreditnehmer eine tilgungsfreie Periode geboten. Diese kann sich über Monate aber auch bis zu zu fünf Jahren erstrecken. Diese tilgungsfreie Zeit soll garantieren, dass der Kreditnehmer die Möglichkeit, durch sein Studium oder seine Ausbildung zuerst Einkommen zu erwirtschaften, um sich dann eine stabile Grundlage für die Tilgung aufzubauen.

Die tilgungsfreien Zeiten können mit den Banken jeweils separat und individuell verhandelt werden – je nach dem, welche Einschätzung über den Erfolg der Arbeitssuche getroffen wird. Tilgungsfreie Zeiten können auch vorzeitig beendet werden, was in diesem Fall nur durch den Kreditnehmer möglich ist. Ist dieser in der Lage, früher als geplant eine Rückzahlung in die Wege zu leiten, so kann diese jederzeit begonnen werden.

Kostenfreie Rückzahlung

Es kann sich grade bei einem Studentenkredit lohnen, eine kostenfreie Rückzahlung zu vereinbaren. Hierbei kann die Restsumme auch ohne Vorfälligkeitsentschädigung direkt an die Bank zurückgezahlt werden. Dies bietet den Vorteil, dass bei hohen Einkommen eine schnelle Sondertilgung erreicht werden kann. Die Banken müssen einem solche Vorgehen aber definitiv zustimmen, sodass hier entsprechende Klauseln in den Vertrag aufgenommen werden sollten.

Zinsen

Trotz der Tatsache, dass es sich bei einem Studentenkredit im Grunde um einen Risikokredit handelt, fallen die Zinsen in den meisten Fällen sehr viel moderater aus, als dies bei anderen Formen von Darlehen der Fall ist. Dieser reduzierte Zinssatz soll die Belastungen für die zumeist jungen Leute reduzieren und somit die Rückzahlung sichern. Die Banken verzichten demnach auf ihren Risikozinsausgleich, in der Erwartung, dass der Kredit sicher getilgt wird.

Zinsanpassungen

Im Verlauf des Kreditvertrages kann es aber auch zu Zinsanpassungen kommen, denn bei den meisten Studentenkrediten handelt es sich um variable Kredite. Diese werden also in regelmäßigen Abständen an den Leitzinssatz angepasst, sodass diese sich auch entsprechend verteuern können. Allerdings steigt der Wert niemals im dem Maße, wie dies zum Beispiel bei Immobilienkrediten der Fall ist. Hier steht wiederum die Entlastung der Kreditnehmer im Raum.

Festzinssatz

Im rahmen eines Studententarifes kann auch ein Festzinssatz über die gesamte Laufzeit vereinbart werden. Bei diesem muss aber konkret festgehalten werden, dass dann die Zinsen meist etwas höher ausfallen. Hierdurch sichert sich die vergebende Bank auf die gesamte Laufzeit entsprechende Einnahmen, die sonst nicht gegeben wären. Bei einem Festzinssatz werden alle Auslagen der Bank gleich in diesem erfasst, allerdings ergibt sich auf diese Weise für den Kreditnehmer auf lange Sicht Planungssicherheit.

Höhe der Kreditsummen

Studentenkredit sind für gewöhnlich auf bestimmte Beträge beschränkt. In den aller meisten Fällen werden Summen von einer Maximalhöhe bis zu 50.000 Euro angeboten. Allerdings können individuell auch andere Summen festgelegt werden, sollten die persönlichen finanziellen Bedingungen dies zulassen. In der Theorie stehen somit auch bis zu 100.000 Euro zur Verfügung, allerdings sind dies eher Ausnahmen, wobei hier vor allem Bürgschaften seitens der Eltern oder anderer Personen im Raum stehen.

Auszahlungsweise

Ein Studentenkredit wird in der Regel nicht im Ganzen ausgezahlt. Die Gesamtsumme wird dabei auf die Anzahl der Monate aufgeteilt, die ein Student im Studium verbringt. Geht man hier also von der theoretischen Annahme aus, dass ein Studentenkredit für einen Zeitraum von drei Jahren zu einer Gesamtsumme von 50.000 Euro gewährt wird, dann erhält der Kreditnehmer jeden Monat eine Auszahlung von 1.388 Euro auf sein Konto. Hierdurch wird also sein Grundeinkommen finanziert, sodass aus diesen Zahlungen heraus, der normale Lebensunterhalt bestritten werden kann.

In einigen Fällen wird der Studentenkredit auch als Ganzes ausgezahlt. Hier ist der Student dann selbst dafür verantwortlich, wie er sich das Geld über den Zeitraum des Studiums hinweg aufteilt. Ein solches Vorgehen wird in der Regel aber nur bei einer sehr guten Bonität gewährt.

Aufstockung des Studentenkredites

Der Studentenkredit kann nur in sehr wenigen Fällen aufgestockt werden. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Regelstudienzeit deutlich überzogen wird und hierfür eine entsprechende Begründung durch den Kreditnehmer abgegeben werden kann. Dauerhafte Erkrankungen über einen längeren Zeitraum, eine potenzielle Schwangerschaft ohne ähnliche Hindernisse können hierzu den Ausschlag geben.

Die persönliche Aussetzung des Studiums für einen gewissen Zeitraum zählt allerdings nicht dazu, sodass in diesem Fall in der Regel keine Aufstockung erfolgen kann. Dies gilt auch bei allen Gründen, die durch den Studenten oder auszubildenden selbst verschuldet wurden. Hier liegt es allein im ermessen der Bank, denn Kredit um eine bestimmte Summe anzuheben oder auch nicht.

Aussetzung der Zahlungen

Auf Wunsch des Kreditnehmers kann die Auszahlung auch entsprechend ausgesetzt werden, sodass sich auf diese Weise die Laufzeit des Kreditvertrages verlängert. Dies ist zum Beispiel bei dem bereits erwähnten freiwilligen Aussetzen der Fall. Somit muss keine Aufstockung der Kreditsumme angestrebt werden, vielmehr werden die monatlichen Zahlungen einfach ab dem Zeitpunkt fortgesetzt, an dem das Studium wieder aufgenommen wird.

Abbruch des Studiums oder der Ausbildung

Der Abbruch des Studiums oder der Ausbildung kann für den Kreditnehmer erhebliche Konsequenzen haben. In der Regel räumen sich Banken entsprechende Klauseln ein, die dann den vorzeitigen Rücktritt vom Vertrag ermöglichen. Diese beeinflussen aber nicht die tilgungsfreien Perioden, sodass nach der Kündigung des Kreditvertrages immer noch die entsprechende Zeitspanne offen bleibt, die ursprünglich vereinbart wurde. In dieser Frist muss sich der Kreditnehmer allerdings um ein festes Einkommen bemühen, damit zum Ablauf dieser Zeitspanne die Tilgung des Kredites möglich ist.

Wer in diesem Zusammenhang schuldhaft nicht zahlt oder nicht alles unternimmt, um die Raten entsprechend tilgen zu können, kann sich unter Umständen des Betruges strafbar machen. Hier haben die Kreditgeber dann rechtliche Möglichkeiten, die Kreditsumme vorrangig einzufordern, was soweit führen kann, dass durch einen Gerichtsvollzieher die Pfändung in die Wege geleitet wird.

Geduldeter Aufschub

Einen Ausweg aus diesem Problem stellt der geduldete Aufschub dar. Wenn der Kreditnehmer nachweislich seine Gründe für den Abbruch deutlich machen kann und diese für die Bank ausreichend sind, kann die tilgungsfreie Zeit um eine entsprechende Anzahl von Monaten oder auch Jahren erweitert werden. Hierdurch wird eine genehmigte Überziehungsfrist eingeräumt. Es muss aber deutlich herausgestellt werden, das auch während dieser Phase, die Zinsen weiter laufen und somit die entsprechenden Beträge am Ende zu begleichen sind.

Umschuldung

Ein Studentenkredit kann unter gegebenen Voraussetzungen auch umgeschuldet werden. Hierzu müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1: Das Studium muss beendet worden sein und es dürfen keine monatlichen Zahlungen mehr erfolgen. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn das Studium oder die Ausbildung abgebrochen wurden, aber dennoch ein festes Arbeitsverhältnis vorliegt.

2: Es muss unter allen Umständen ein Einkommen vorhanden sein. Ist dieser Faktor nicht gegeben, wird in der Regel keine andere Bank das Risiko eingehen und den Kredit übernehmen. Daher ist eine Umschuldung in solchen Fällen ausgeschlossen, denn durch diesen Schritt verwandelt sich der Studentenkredit unweigerlich in ein normales Ratendarlehen.

3. Die ursprünglich vergebende Bank darf keine Ansprüche gegen den Kreditnehmer mehr erheben. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn durch die Auszahlung des Guthabens oder die Änderung der Auszahlungshöhe, unvorhersehbare Kosten für die Bank entstanden sind. In den meisten Fällen werden solche nicht durch die umschuldende Bank übernommen, auch wenn sie recht klein ausfallen.

4. Sollte keine Arbeitsstelle und somit ein festes Einkommen vorhanden sein, so müssen die ursprünglichen Bürgen noch in der Lage sein ihre Verpflichtungen zu übernehmen. Daher erfolgt auch bei ihnen eine Prüfung der Bonität, die in jedem Fall absolut positiv ausfallen muss. Vorschussdarlehen werden in der Regel nicht umgeschuldet, wenn keinerlei Sicherheiten und auch keine Bürgen vorhanden sind. Hier wäre das Risiko für die neue Bank viel zu hoch und damit nicht einschätzbar.

Studentenkredit von Kreditvermittlern

Eine Alternative zu regulären Banken sind Kreditvermittler, denn auch hier können Studentendarlehen bezogen werden. Allerdings fallen die Konditionen in vielen Fällen deutlich schlechter aus, als dies bei den normalen Banken der Fall ist. Vor allem die Zinssätze sind deutlich angehoben, denn schließlich müssen die Vermittler aus diesen auch ihre eigenen Unkosten bestreiten.

Ein solches Darlehen kann sich nur dann lohnen, wenn bei keinen anderen Instituten, ein solcher Kredit mehr bezogen werden kann. Dies kann aufgrund geringfügiger Einträge in der Schufa der Fall sein. Allerdings erheben die Kreditvermittler dann meist den Risikozinssatz in voller Höhe, sodass diese Darlehen dann doch entsprechend teurer ausfallen. Wer keine andere Wahl hat, als diesen Schritt zu gehen, der sollte sich bei der Suche entsprechend Zeit lassen und alle Angebote miteinander vergleichen.

In einigen wenigen Fällen vergeben Banken auch dann noch Studentendarlehen, wenn diese über einen Eintrag in der Schufa verfügen. Allerdings darf es sich bei einem solchen dann nicht um einen Vermerk in Verbindung mit Kreditschulden handeln. Zudem muss es sich um einen Bagatellfall handeln, der nicht auf grobe Fahrlässigkeit zurückzuführen ist.

Übernahmeversicherung

Studentenkredite werden oftmals sehr viel einfacher vergeben, wenn eine Übernahmeversicherung eines Arbeitgebers vorliegt. Hierbei bestätigt der potenzielle Arbeitgeber dem Studenten, dass dieser bei erfolgreichem Abschluss seines Studiums direkt in eine feste Anstellung übergeht Hierdurch entsteht für die Bank die Gewissheit, das später ein festes und vor allem pfändbares Einkommen vorhanden ist. Dies kann als Sicherheit für die Zukunft angesehen werden.

Entsprechend kommen Übernahmeversicherungen meist im Bereich der Ausbildungskredite zum Einsatz. Da die Ausbildungen meist auch in den Betrieben stattfinden, dich sich die eigenen Mitarbeiter ausbilden, wird hier häufig ein solches Darlehen vergeben, wenn der Arbeitgeber ein verbindliches Schreiben ausstellt. Bei einem Studium mit deutlich längeren Lehrzeiten, ist dies eher selten, kann aber bei besonderen Begabungen durchaus vorkommen.

Phase der Tilgung

Die Phase der Tilgung unterschiedet sich nicht von denen, bei anderen Krediten. Hier sind die monatlichen Raten zu entrichten, sodass der Kreditnehmer diese entsprechend aufbringen muss. Am Ende der Laufzeit wird dann die Schlussrate berechnet, die zu den übrigen Raten auch deutlich abweichen kann. Weiteres zum Thema Schlussrate kann unter der entsprechenden Rubrik entnommen werden.

Mit der Zahlung der Schlussrate endet der Kreditvertrag und alle gegenseitigen Ansprüche gelten als erledigt. Allerdings ist auch hier die Möglichkeit potenzieller Nachforderungen zu beachten, welche nicht zwangsläufig ausgeschlossen werden können. Solche Belange sollte im Vorfeld zur letzten Zahlung mit der Bank besprochen werden.

Bafög oder Studentenkredit

Die Frage ob eher Bafög oder ein Studentenkredit genutzt werden sollte, kann nicht für jeden Einzellfall beantwortet werden. Hier entscheidet die persönliche finanzielle Situation darüber, welches Modell eher angebracht ist. Es gilt aber zu bedenken, dass Bafög auch dann noch beantragt werden kann, wenn negative Vermerke in der Schufa vorliegen. Daher eignet sich dieser Weg für alle, die bei einer regulären Bank keinen Kredit mehr erhalten würden.

Was bei einem Studentenkredit zu beachten ist

Der Studentenkredit wird nicht in einer Summe, sondern in monatlichen Beträgen ausgezahlt. Dafür wird eine Kreditsumme vereinbart, die auf die einzelnen Monate verteilt wird. Die Banken setzen oft feste Beträge an, die von den Studenten für die monatliche Auszahlung gewählt werden können. Der Studentenkredit ist nicht für größere Ausgaben gedacht, sondern für die Deckung der laufenden Kosten, beispielsweise Miete, Telefon und Internet sowie Bücher. Bei einigen Anbietern ist eine Einmalzahlung möglich, ein Kredit mit Einmalzahlung eignet sich für ein Auslandssemester. Nach Beendigung des Studiums kann auch dieser Kredit in Raten zurückgezahlt werden. Die Studentenfinanzierung eignet sich für die Deckung der laufenden Kosten und für den Kauf von Lehrmitteln. Studenten gelten als kreditwürdig bei den Banken, da davon ausgegangen wird, dass sie nach dem Studium eine gut bezahlte Anstellung finden. Sie sollten jedoch genau überlegen, in welcher Summe sie den Kredit aufnehmen. Da Studenten, die einen solchen Kredit beantragen, zumeist über kein Einkommen verfügen, erfolgt die Rückzahlung erst nach Beendigung des Studiums. Erst mit der Rückzahlung beginnt die eigentliche Laufzeit. Da nicht sicher ist, wann man eine Anstellung findet, sollte man die Raten für die Rückzahlung möglichst gering ansetzen. Die Kreditanbieter gewähren oft flexible Rückzahlungsmodalitäten. Oft wird erst eine bestimmte Zeit nach Ende des Studiums mit der Rückzahlung begonnen.

Voraussetzungen für die Vergabe von Studentenkrediten

Ein regelmäßiges Einkommen, das beispielsweise durch einen Studentenjob erzielt wird, ist für die Vergabe eines Studentenkredits nicht erforderlich. Das Einkommen der Eltern spielt bei der Gewährung eines Kredits für Studenten keine Rolle, auch müssen die Eltern nicht bürgen. Eine Bürgschaft der Eltern kann sich jedoch positiv auf die Kreditvergabe auswirken. Der Studiengang kann entscheidend für die Vergabe eines Studentenkredits sein, verschiedene Studiengänge gelten nicht als förderungswürdig, da die Jobaussichten dafür weniger gut sind. Ein negativer Eintrag bei der Schufa darf nicht vorliegen, wenn ein Studentenkredit vergeben wird. Wichtig ist, dass der Student an einer Hochschule, Universität oder Fachhochschule immatrikuliert ist. Verschiedene Kreditanbieter binden die Kreditvergabe an ein Höchstalter oder an das Bestehen von Prüfungen. Studenten mit guten Noten haben besonders gute Chancen, einen Kredit zu erhalten. Bei verschiedenen Anbietern besteht eine Förderungshöchstdauer. Für die Bonitätsprüfung müssen Studenten eine Immatrikulationsbescheinigung vorlegen, weitere Nachweise können gefordert werden.

Einen Kredit finden über den Studentenkredit-Vergleich

Bevor Studenten einen Kredit beantragen, sollten sie den Studentenkredit-Vergleich nutzen. Dort sind die Kreditanbieter mit ihren Konditionen aufgeführt. Der Vergleich informiert über

  • mögliche Kreditsumme
  • mögliche Höhe der Monatszahlungen
  • Höhe der Zinsen
  • besondere Bedingungen für die Kreditvergabe
  • Förderungshöchstdauer
  • Höchstalter für die Vergabe.

Über die Kreditanbieter kann man nähere Informationen abrufen. Den Antrag auf den Kredit für Studenten kann man online stellen.

Förderungskredit von der KfW

Günstiger als ein Kredit von der Bank kann ein Kredit von der KfW sein. Ein solcher Kredit kann über die Hausbank des Studenten beantragt werden. Um einen Kredit von der KfW zu erhalten, müssen Studenten besondere Voraussetzungen erfüllen. Die KfW vergibt Studienkredite und Bildungskredite. Bei einem Studienkredit beträgt das Höchstalter für die Vergabe 30 Jahre, die maximale Förderungsdauer liegt bei 14 Semestern. Bei einem Bildungskredit liegt das Höchstalter bei 36 Jahren, die maximale Förderungsdauer bei 24 Monaten. Ein Bildungskredit kann unabhängig vom Bafög gewährt werden. Die Monatszahlungen können für den Studienkredit und für den Bildungskredit in verschiedenen Höhen gewählt werden. Der Bildungskredit ist zu besonders niedrigen Zinsen erhältlich.


Der Studentenkredit ist speziell für den Bedarf der Studenten ausgerichtet. Diese haben in den Zeiten, in denen sie am Studieren sind, wegen der Aufwendigkeit oft nicht die Zeit, sich die Kosten für den Lebensunterhalt und die Studiengebühren zu verdienen.

Der Studentenkredit kann helfen, dass die Zeit für das Studium bleibt und es beendet werden kann. Vorgesehen ist es bei dieser Kreditform, dass dem Studenten monatlich ein Betrag ausgezahlt wird, der die Lebenshaltungskosten decken soll. Über Sondervereinbarungen ist es auch machbar, dass eine Einmalzahlung genutzt werden kann. Üblich ist es aber nicht. Der Studentenkredit kann zudem auch in der Laufzeit und in den Rückzahlungsmodalitäten sich von anderen Kreditformen abgrenzen. Die Laufzeit ist auf die Zeit des Studiums begrenzt. Vor allem in den letzten Semestern, wenn viele Prüfungen anstehen, ist es vorgesehen, dass der Kredit zur Auszahlung kommt. Oft ist es in den Bedingungen der Banken verankert, dass der Student eine Mindestanzahl an Semestern absolviert haben muss.

Auch für das Alter der Studenten sind oft Vorgaben zu finden. Der Student kann sich den weiteren Vorteil sichern, dass der Kredit erst später zurückgezahlt werden muss. Nicht nur, dass der Rückzahlungszeitraum erst nach dem Studiumsende beginnt, sondern dass er oft auch erst Jahre später einsetzt, macht den Kredit bei Studenten so beliebt. Die Banken vergeben diese Modalitäten, da sie den Studenten ermöglichen wollen, nach dem Studium erst einmal beginnen zu können, Geld zu verdienen, bevor der Kredit fällig wird. Allerdings sind von dem Studenten die höheren Zinsen zu zahlen, wenn er sich für eine langfristige Rückzahlung entscheidet. Der Kredit wird von dem ersten Tag verzinst werden. Wenn der Gesamtkreditbetrag vollständig ausgezahlt ist, aber eine Zahlpause genutzt wird, werden die Zinsen dementsprechend ansteigen.


Günstige Studentenkredite mit Kredit-Vergleich erhalten

Bevor man sich für eine Kreditaufnahme entscheidet, sollte man einen ausführlichen Kredit Vergleich durchführen, um den passenden Kredit zu finden. Bei einem Kredit Vergleich gibt es einige Punkte, die beachtet werden sollten. Dazu gehören zum Beispiel der Zinssatz, die Zinsbindung, Nebenkosten, Bonität. Der Zinssatz sollte immer genau geprüft werden, da häufig der genannte Zinssatz vom effektiven Zinssatz abweicht, was der Vergleich schwierig machen kann.

Bei langen Krediten empfiehlt es sich immer zu schauen, ob eine Zinsbindung rentabel ist. Die Zinsen können hier für eine bestimmte Periode nicht angehoben werden. Aber auch eine Veränderung nach unten ist während dieser Periode nicht durchführbar. Auf diese Weise ist es möglich, den Kredit sehr lange und sehr gut aus zu planen. Die Kosten werden unverändert bleiben und der Marktpreis hat keine Bedeutung mehr. Bei einem Kreditvergleich sollten auch die Nebenkosten beachtet werden. In der Regel fallen kleinere Gebühren an. So werden von vielen Banken bei einer vorzeitigen Ablösung des Kredites erhöhte Gebühren verlangt. Hierbei ist es möglich, mit dem entsprechenden Vergleich einiges zu sparen. Das wichtigste Kriterium für einen Kredit bildet noch immer die Bonität des Kunden.

Mit einem Studentenkredit können die Lebenshaltungskosten während der Ausbildung finanziert werden. Günstige Kredite für Studenten kann man unter anderem von der KfW (bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau) erhalten. Bei der Förderbank sind die Zinsen für Studentenkredite sehr niedrig. Der Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau wird aus Mitteln des Bundes unterstützt und stellt aus diesem Grunde die günstigsten Zinssätze zur Verfügung. Auch von privaten Banken kann man jedoch in ansteigendem Maße Studentenkredite erhalten. Studenten, die einen Kredit aufnehmen möchten, sollten zunächst genau prüfen, ob ein Kredit zur Finanzierung der Ausbildung wirklich notwendig ist und ob nicht andere Optionen (wie zum Beispiel ein Nebenjob oder ein Stipendium) in Frage kommen.

Der Bau bzw. Kauf eines Hauses bedeutet für die meisten Personen die größte Finanzierung im Leben. Zur Finanzierung dieses grossen Schrittes benötigt man in der Regel fremde Finanzmittel. Die Banken verfügen in diesem Bereich über eine erheblich breite Palette an Offerten, so ist es also immer möglich, eine passende Baufinanzierung zu finden. Bei einer Baufinanzierung spielen die Gesamtkosten eine relevante Rolle, man sollte sich also von einem vermeintlich geringen Zinssatz nicht verlocken lassen. Ein geringer Zinssatz ist selbstverständlich gut, aber es ist sehr wichtig, sich vor der Antragstellung über alle anderen Kosten, mit denen man im Zusammenhang mit dem jeweiligen Angebot rechnen sollte, genau zu informieren. Nur wer gut informiert ist und Kreditangebote von diversen Banken ausführlich vergleicht, hat die Möglichkeit den Baustein für eine günstige Baufinanzierung zu legen.

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