Studentenkredit

Studentenkredit

by KreditJoe
Lesedauer: 15 Minuten

Kredit für Studenten

Ein Studium kann teuer werden, denn Bücher und anderes Lehrmaterial, ein PC oder Notebook, die Studentenwohnung und ein Auto verschlingen Geld, dabei ist noch nicht an die Kosten für Kleidung und Verpflegung gedacht. Nicht jeder Student erhält Bafög, auch Eltern oder Großeltern können nicht immer mit Finanzspritzen helfen. Ein Job könnte helfen, doch geht dabei kostbare Zeit für das Studium verloren. Ein Kredit für Studenten kann die Lösung sein, die Chancen darauf sind gar nicht so schlecht. Verschiedene Kreditinstitute bieten Kredite für Studenten zu günstigen Konditionen an, doch sind solche Kredite oft an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Im Kreditvergleich für Studentenkredite können Studenten den passenden Kreditanbieter finden.

Kreditvergleich
Kreditbetrag:
Verwendungszweck:

Bei einem Studentenkredit handelt es sich um eine spezielle Form des Annunitätendarlehens, welches Personen gewährt wird die sich gegenwärtig in einem Studium befinden oder vorhaben ein solches Aufzunehmen. Der Studtenkredit stellt dabei der Definition nach einen Risikokredit dar, denn er wird an Personen vergeben, die derzeit noch über kein eigenes Einkommen verfügen. Zudem kann nicht gesichert werden, dass ein solches nach dem Abschluss des Studiums zur Verfügung stehen wird. Der Kredit ist dennoch in seinen Zinsen häufiger Günstiger als ein vergleichbares normales Darlehen und mit speziellen Konditionen in puncto Auszahlung, Laufzeit und Rückzahlung versehen. Durch solche Abänderungen, sollen die Kredite tilgbar bleiben und keine zu große Belastung für den Kreditnehmer darstellen.

Grundlagen des Studentenkredites


Bei einem Studentenkredit handelt es sich rechtlich betrachtet um ein normales Annunitätendarlehen, welches wie jedes andere auch in Raten getilgt wird. Von diesem Standpunkt aus betrachtet gibt es keine Unterschiede zu einem normalen Ratenkredit, wenngleich hier andere Handhabungen im Raum stehen. Das Darlehen ist allerdings – anders als bei anderen Darlehen – von der Meldung zur Schufa oder der Eintragung in öffentliche Verzeichnisse befreit.

Da es sich von rechtswegen in die Kategorie der Ausbildungskredite einordnen lässt, soll hiermit verhindert werden, dass auf den Kreditnehmer zu früh hohe Schulden zukommen, die im späteren Verlauf – etwas bei der Gründung einer eigenen Firma – eine weitere Kreditvergabe verhindern würden.

Allerdings ist dieser Konsens nur bis zu dem Zeitpunkt gegeben, an die Tilgung des Darlehens stattfindet. Sollte es hier zu Verzögerungen oder gar zum Ausfall der Raten wird, wird ebenfalls ein entsprechender Vermerk im Schuldnerverzeichnis oder bei der Schufa hinzugefügt. Ab dem Zeitpunkt der Rückzahlung wandelt sich der Studentenkredit in einen normalen Ratenkredit, dessen Tilgungsraten dann auch bestritten werden können müssen.

Personenkreis für die Vergabe

Wichtig ist es zu definieren, an wen ein Studentendarlehen vergeben werden kann. Um ein solches zu erhalten müssen zwangsläufig bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Allerdings ist der Terminus Studentenkredit in diesem Zusammenhang auch etwas irreführend, denn nicht nur Studenten können dieses beziehen.

Studenten

Der Begriff Studentenkredit wurde vom Terminus des Studenten abgeleitet, da tatsächlich bis zu 85 Prozent aller Antragssteller, wirklich Studenten an einer Universität sind. Dies ist also die weitaus größte Gruppe, wobei bei diesen auch der massivste finanzielle Aufwand zu beobachten ist. Neben den Kosten für das Studium müssen hier auch die eigenen Lebenshaltungskosten sowie weitere Investitionen berücksichtigt werden.

Schüler an Fachhochschule

Allerdings können auch Schüler, die an einer Fachhochschule studieren, auf eine solches Darlehen zurückgreifen. Diese werden von den Banken mit einer Universität gleichgesetzt. Grundlage für diese Entscheidung ist, dass sowohl das Studium als auch der Besuch einer Fachhochschule dazu dienen soll, später ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu finden oder aber eine laufende Selbstständigkeit zu etablieren. In allen Fällen in denen ein Studentenkredit vergeben wird, steht also das wirtschaftliche Interesse der Bank im Vordergrund, dass die Art der Ausbildung in jedem Fall das generieren eines Einkommens unterstützen muss.

Auszubildende

Auch Auszubildende in einem normalen Ausbildungsberuf fallen unter die Kategorie derer, die noch einen Studentenkredit erhalten können. Hier sind allerdings einige besondere Regularien zu beachten, auf welche später noch genauer eingegangen werden soll. Die übrigen Konditionen unterscheiden sich dabei nicht von denen der anderen Personenkreise.

Personen in der Weiterbildung

Unter ganz engen Voraussetzungen können auch Personen, die sich in einer Weiterbildung befinden, einen Studententarif bekommen. Wichtig ist hier, dass die Weiterbildung dem Zweck dient, ein höheres Einkommen als bisher durch gesteigerte Qualifikationen zu erhalten. Die Entscheidung, ob die aktuelle Weiterbildung diesen Ansprüchen gerecht wird, liegt allein bei der vergebenden Bank.

Fernstudium

bei einem Fernstudium kann nur dann ein Studentenkredit bezogen werden, wenn auch rein Regelmäßiges Einkommen vorhanden ist. Da sich hier die gewöhnlichen Lebensumstände in der Regel nicht verändern, werden normale bankübliche Konditionen für die Vergabe angesetzt. In vielen Fällen befindet sich der Teilnehmer am Fernstudium auch in einem festen Arbeitsverhältnis und möchte durch den Abschluss, lediglich eine höhere Qualifikation erreichen. Ein BaFög-Antrag kann in diesem Fall sinnvoller sein.

Konditionen für die Vergabe

Die Konditionen für die Vergabe sind seitens der Banken an bestimmte Richtlinie gebunden. Hier wird zwischen verschiedenen Aspekten unterschieden, die genau festlegen ob in welcher Höhe ein Studentendarlehen gewährt werden kann. Es gilt dabei zu berücksichtigen, dass eine gute Bonität nicht zwangsläufig auch die Vergabe sichert. Hier können von den Kreditinstituten weitere Anforderungen gestellt werden, da es sich um einen kalkulierten Risikokredit handelt.

Die Art des Studiums

Auch wenn es im ersten Moment seltsam erscheint, so spielt auch die Art des Studiums das aufgenommen werden soll, eine bedeutende Rolle. Hintergrund ist hierbei, dass ein Studium, dass am Ende keine Aussichten auf einen bezahlten Arbeitsplatz bringt, für die Bank ein Verlustgeschäft bedeuten würde. Schließlich zielt die Vergabe des Kredites darauf ab, diesen mit Zinsen zurückzuerhalten wobei die anfallenden Tilgungsraten nur aus einem späteren Einkommen bestritten werden können. Welche Studiengänge nicht geeignet sind, ist von Bank zu Bank unterschiedlich geregelt. Wer aus diesem Grund eine Ablehnung erhält, sollte sich an die BAfög-Stellen wenden.

Dauer der Regelstudienzeit und Überziehung

Eine wichtige Information für die vergebende Bank ist die Dauer der Regelstudienzeit, denn desto kürzer diese Ausfällt, umso eher ist mit der Tilgung zu rechnen. Anhand dieser Daten kann auch eine sogenannte geduldete Überziehung mit einkalkuliert werden, also die Zeitspanne, über die die Regelstudienzeit hinaus verlängert werden kann, ohne dass die Tilgung durchgeführt werden muss. Zudem kann unter Umständen für diese Zeitspanne noch eine Aufstockung des Kredites beantragt werden. Ob dies möglich ist und in welcher Höhe, obliegt allein de Entscheidung der jeweiligen Bank.

Einkommen und Sicherheiten

Da die meisten Studenten noch über kein eigenes Einkommen verfügen, gestaltet sich die Vergabe der Kredite oftmals schwierig. Hier bestehen in der Regel keine Sicherheiten, da viele noch keinen eigenen materiellen Besitz erwirtschaftet haben. Somit wird das Studentendarlehen entweder als sogenannter Vorschusskredit vergeben oder dieser muss mit anderen Sicherheiten durch Bürgen, gegenfinanziert werden.

Vorschusskredit

Der Vorschusskredit ist dabei ein einer Risikokredit. Hier vergibt die Bank die Geldsumme, ohne zu wissen, ob sich aus dem Studium oder der Ausbildung später ein festes Arbeitsverhältnis ergibt. Dies stellt natürlich ein Problem für die Tilgung dar, denn sollte kein Einkommen vorhanden sein, das zwangsläufig auch gepfändet werden kann, dann ist dies meist mit einem Ausfall des Kredites für die Bank verbunden. Um einen Studentenkredit auf dieser Basis zu erhalten, dürfen keine negativen Einträge in der Schufa oder im Schuldnerverzeichnis vorliegen. Andernfalls wird die Vergabe in der Regel sofort abgelehnt.

Bürgschaftskredit

Bei einem Bürgschaftskredit werden die Sicherheiten für einen Studentenkredit von einer anderen Person – in den meisten Fällen den Eltern – gestellt. Diese haften dann mit ihrem gesamten Einkommen und den materiellen Werten für die Rückzahlung der jeweiligen Summe. Dabei wird die Bürgschaft aber nur dann fällig, wenn der eigentliche Kreditnehmer kein eigenes Einkommen erzielt oder nach dem Ablauf einer bestimmten tilgungsfreien Phase, nicht in der Lage ist, die monatlichen Raten zu zahlen. Hierbei gilt in erster Linie, dass die Bürgen über ein ausreichendes Einkommen verfügen müssen und zudem keine negativen Einträge in entsprechenden Verzeichnissen besitzen.

Verpfändung des Einkommens

Eine weitere Methode der Besicherung stellt die Verpfändung eines späteren Einkommens dar. Mit einem solchen Vorgang sichert sich eine Bank die Möglichkeit, auf das Einkommen einer Person zuzugreifen, unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis durch das Studium oder durch andere Aspekte zustande gekommen ist. Sollte der Kreditnehmer die Raten nicht tilgen können, wird die Verpfändung an dem Tage wirksam, an dem die erste Zahlung eines möglichen Gehalts auf dem Konto des Kunden eingeht.

Weitere Besicherungsformen

Weitere Formen der Besicherung können auch vom Arbeitgeber bei einer Weiterbildung oder einem Fernstudium übernommen werden. Dies ist meist dann der Fall, wenn für den Erhalt des Arbeitsplatzes eine entsprechende Schulung erforderlich ist, die Kosten für diese aber nicht aus dem bisherigen Gehalt des Arbeitnehmers bestritten werden können. Daher übernehmen Arbeitgeber entweder einen Teil der Kreditschuld oder aber finanzieren den Lehrgang im ganzen. Ähnliches ist auch bei einer Erstausbildung möglich.

Tilgungsfreie Periode

Bei den meisten Studentenkrediten wird dem Kreditnehmer eine tilgungsfreie Periode geboten. Diese kann sich über Monate aber auch bis zu zu fünf Jahren erstrecken. Diese tilgungsfreie Zeit soll garantieren, dass der Kreditnehmer die Möglichkeit, durch sein Studium oder seine Ausbildung zuerst Einkommen zu erwirtschaften, um sich dann eine stabile Grundlage für die Tilgung aufzubauen.

Die tilgungsfreien Zeiten können mit den Banken jeweils separat und individuell verhandelt werden – je nach dem, welche Einschätzung über den Erfolg der Arbeitssuche getroffen wird. Tilgungsfreie Zeiten können auch vorzeitig beendet werden, was in diesem Fall nur durch den Kreditnehmer möglich ist. Ist dieser in der Lage, früher als geplant eine Rückzahlung in die Wege zu leiten, so kann diese jederzeit begonnen werden.

Kostenfreie Rückzahlung

Es kann sich grade bei einem Studentenkredit lohnen, eine kostenfreie Rückzahlung zu vereinbaren. Hierbei kann die Restsumme auch ohne Vorfälligkeitsentschädigung direkt an die Bank zurückgezahlt werden. Dies bietet den Vorteil, dass bei hohen Einkommen eine schnelle Sondertilgung erreicht werden kann. Die Banken müssen einem solche Vorgehen aber definitiv zustimmen, sodass hier entsprechende Klauseln in den Vertrag aufgenommen werden sollten.

Zinsen

Trotz der Tatsache, dass es sich bei einem Studentenkredit im Grunde um einen Risikokredit handelt, fallen die Zinsen in den meisten Fällen sehr viel moderater aus, als dies bei anderen Formen von Darlehen der Fall ist. Dieser reduzierte Zinssatz soll die Belastungen für die zumeist jungen Leute reduzieren und somit die Rückzahlung sichern. Die Banken verzichten demnach auf ihren Risikozinsausgleich, in der Erwartung, dass der Kredit sicher getilgt wird.

Zinsanpassungen

Im Verlauf des Kreditvertrages kann es aber auch zu Zinsanpassungen kommen, denn bei den meisten Studentenkrediten handelt es sich um variable Kredite. Diese werden also in regelmäßigen Abständen an den Leitzinssatz angepasst, sodass diese sich auch entsprechend verteuern können. Allerdings steigt der Wert niemals im dem Maße, wie dies zum Beispiel bei Immobilienkrediten der Fall ist. Hier steht wiederum die Entlastung der Kreditnehmer im Raum.

Festzinssatz

Im rahmen eines Studententarifes kann auch ein Festzinssatz über die gesamte Laufzeit vereinbart werden. Bei diesem muss aber konkret festgehalten werden, dass dann die Zinsen meist etwas höher ausfallen. Hierdurch sichert sich die vergebende Bank auf die gesamte Laufzeit entsprechende Einnahmen, die sonst nicht gegeben wären. Bei einem Festzinssatz werden alle Auslagen der Bank gleich in diesem erfasst, allerdings ergibt sich auf diese Weise für den Kreditnehmer auf lange Sicht Planungssicherheit.

Höhe der Kreditsummen

Studentenkredit sind für gewöhnlich auf bestimmte Beträge beschränkt. In den aller meisten Fällen werden Summen von einer Maximalhöhe bis zu 50.000 Euro angeboten. Allerdings können individuell auch andere Summen festgelegt werden, sollten die persönlichen finanziellen Bedingungen dies zulassen. In der Theorie stehen somit auch bis zu 100.000 Euro zur Verfügung, allerdings sind dies eher Ausnahmen, wobei hier vor allem Bürgschaften seitens der Eltern oder anderer Personen im Raum stehen.

Auszahlungsweise

Ein Studentenkredit wird in der Regel nicht im Ganzen ausgezahlt. Die Gesamtsumme wird dabei auf die Anzahl der Monate aufgeteilt, die ein Student im Studium verbringt. Geht man hier also von der theoretischen Annahme aus, dass ein Studentenkredit für einen Zeitraum von drei Jahren zu einer Gesamtsumme von 50.000 Euro gewährt wird, dann erhält der Kreditnehmer jeden Monat eine Auszahlung von 1.388 Euro auf sein Konto. Hierdurch wird also sein Grundeinkommen finanziert, sodass aus diesen Zahlungen heraus, der normale Lebensunterhalt bestritten werden kann.

In einigen Fällen wird der Studentenkredit auch als Ganzes ausgezahlt. Hier ist der Student dann selbst dafür verantwortlich, wie er sich das Geld über den Zeitraum des Studiums hinweg aufteilt. Ein solches Vorgehen wird in der Regel aber nur bei einer sehr guten Bonität gewährt.

Aufstockung des Studentenkredites

Der Studentenkredit kann nur in sehr wenigen Fällen aufgestockt werden. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Regelstudienzeit deutlich überzogen wird und hierfür eine entsprechende Begründung durch den Kreditnehmer abgegeben werden kann. Dauerhafte Erkrankungen über einen längeren Zeitraum, eine potenzielle Schwangerschaft ohne ähnliche Hindernisse können hierzu den Ausschlag geben.

Die persönliche Aussetzung des Studiums für einen gewissen Zeitraum zählt allerdings nicht dazu, sodass in diesem Fall in der Regel keine Aufstockung erfolgen kann. Dies gilt auch bei allen Gründen, die durch den Studenten oder auszubildenden selbst verschuldet wurden. Hier liegt es allein im ermessen der Bank, denn Kredit um eine bestimmte Summe anzuheben oder auch nicht.

Aussetzung der Zahlungen

Auf Wunsch des Kreditnehmers kann die Auszahlung auch entsprechend ausgesetzt werden, sodass sich auf diese Weise die Laufzeit des Kreditvertrages verlängert. Dies ist zum Beispiel bei dem bereits erwähnten freiwilligen Aussetzen der Fall. Somit muss keine Aufstockung der Kreditsumme angestrebt werden, vielmehr werden die monatlichen Zahlungen einfach ab dem Zeitpunkt fortgesetzt, an dem das Studium wieder aufgenommen wird.

Abbruch des Studiums oder der Ausbildung

Der Abbruch des Studiums oder der Ausbildung kann für den Kreditnehmer erhebliche Konsequenzen haben. In der Regel räumen sich Banken entsprechende Klauseln ein, die dann den vorzeitigen Rücktritt vom Vertrag ermöglichen. Diese beeinflussen aber nicht die tilgungsfreien Perioden, sodass nach der Kündigung des Kreditvertrages immer noch die entsprechende Zeitspanne offen bleibt, die ursprünglich vereinbart wurde. In dieser Frist muss sich der Kreditnehmer allerdings um ein festes Einkommen bemühen, damit zum Ablauf dieser Zeitspanne die Tilgung des Kredites möglich ist.

Wer in diesem Zusammenhang schuldhaft nicht zahlt oder nicht alles unternimmt, um die Raten entsprechend tilgen zu können, kann sich unter Umständen des Betruges strafbar machen. Hier haben die Kreditgeber dann rechtliche Möglichkeiten, die Kreditsumme vorrangig einzufordern, was soweit führen kann, dass durch einen Gerichtsvollzieher die Pfändung in die Wege geleitet wird.

Geduldeter Aufschub

Einen Ausweg aus diesem Problem stellt der geduldete Aufschub dar. Wenn der Kreditnehmer nachweislich seine Gründe für den Abbruch deutlich machen kann und diese für die Bank ausreichend sind, kann die tilgungsfreie Zeit um eine entsprechende Anzahl von Monaten oder auch Jahren erweitert werden. Hierdurch wird eine genehmigte Überziehungsfrist eingeräumt. Es muss aber deutlich herausgestellt werden, das auch während dieser Phase, die Zinsen weiter laufen und somit die entsprechenden Beträge am Ende zu begleichen sind.

Umschuldung

Ein Studentenkredit kann unter gegebenen Voraussetzungen auch umgeschuldet werden. Hierzu müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

1: Das Studium muss beendet worden sein und es dürfen keine monatlichen Zahlungen mehr erfolgen. Dies kann auch dann der Fall sein, wenn das Studium oder die Ausbildung abgebrochen wurden, aber dennoch ein festes Arbeitsverhältnis vorliegt.

2: Es muss unter allen Umständen ein Einkommen vorhanden sein. Ist dieser Faktor nicht gegeben, wird in der Regel keine andere Bank das Risiko eingehen und den Kredit übernehmen. Daher ist eine Umschuldung in solchen Fällen ausgeschlossen, denn durch diesen Schritt verwandelt sich der Studentenkredit unweigerlich in ein normales Ratendarlehen.

3. Die ursprünglich vergebende Bank darf keine Ansprüche gegen den Kreditnehmer mehr erheben. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn durch die Auszahlung des Guthabens oder die Änderung der Auszahlungshöhe, unvorhersehbare Kosten für die Bank entstanden sind. In den meisten Fällen werden solche nicht durch die umschuldende Bank übernommen, auch wenn sie recht klein ausfallen.

4. Sollte keine Arbeitsstelle und somit ein festes Einkommen vorhanden sein, so müssen die ursprünglichen Bürgen noch in der Lage sein ihre Verpflichtungen zu übernehmen. Daher erfolgt auch bei ihnen eine Prüfung der Bonität, die in jedem Fall absolut positiv ausfallen muss. Vorschussdarlehen werden in der Regel nicht umgeschuldet, wenn keinerlei Sicherheiten und auch keine Bürgen vorhanden sind. Hier wäre das Risiko für die neue Bank viel zu hoch und damit nicht einschätzbar.

Studentenkredit von Kreditvermittlern

Eine Alternative zu regulären Banken sind Kreditvermittler, denn auch hier können Studentendarlehen bezogen werden. Allerdings fallen die Konditionen in vielen Fällen deutlich schlechter aus, als dies bei den normalen Banken der Fall ist. Vor allem die Zinssätze sind deutlich angehoben, denn schließlich müssen die Vermittler aus diesen auch ihre eigenen Unkosten bestreiten.

Ein solches Darlehen kann sich nur dann lohnen, wenn bei keinen anderen Instituten, ein solcher Kredit mehr bezogen werden kann. Dies kann aufgrund geringfügiger Einträge in der Schufa der Fall sein. Allerdings erheben die Kreditvermittler dann meist den Risikozinssatz in voller Höhe, sodass diese Darlehen dann doch entsprechend teurer ausfallen. Wer keine andere Wahl hat, als diesen Schritt zu gehen, der sollte sich bei der Suche entsprechend Zeit lassen und alle Angebote miteinander vergleichen.

In einigen wenigen Fällen vergeben Banken auch dann noch Studentendarlehen, wenn diese über einen Eintrag in der