In der heutigen Zeit, in der Schnelligkeit oft eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, um sich oder seiner Firma einen Vorteil gegenüber anderen zu verschaffen, ist es eine fast folgerichtige Erscheinung, dass auch Kreditnehmer bisweilen eine schnelle und unbürokratische Finanzspritze benötigen: Diese wird in der Regel als Eilkredit oder Schnellkredit bezeichnet, weil die Bearbeitung – im Gegensatz zu einem handelsüblichen Ratenkredit – besonders schnell vonstatten geht. So ist es durchaus möglich, dass manche Anbieter von der Antragstellung bis zur Auszahlung des Kredits nur ein oder zwei Tage benötigen.
Auch wenn es sich bei einem Eilkredit normalerweise immer um einen klassischen Ratenkredit mit besonders kurzer Bearbeitungszeit handelt, gibt es dennoch von Bank zu Bank gewisse Unterscheidungskriterien. Diese sind z.B. die teilweise eklatant unterschiedlichen Kredithöchstgrenzen, sowie stark differierende Laufzeiten und Zinskonditionen. Kreditsuchende, die sich für einen kurzfristigen Eilkredit oder Schnellkredit entscheiden, sollten deshalb schon beim ersten Vergleich auf diverse Faktoren achten.
Erstes Unterscheidungsmerkmal bei den diversen Angeboten für einen Eilkredit ist die Frage der Bonitätsprüfung. Der Markt bietet deshalb Schufa-gebundene Eilkredite ebenso wie Eilkredite ohne Schufa. Wer jedoch glaubt, dass man sich ganz ohne Bonitätsprüfung Geld leihen kann, nur weil ein Eilkredit schufafrei vergeben wird, irrt gewaltig. Die von den Kreditvermittlern empfohlenen Banken bedienen sich statt der Schufa-Auskunft eben anderer Bewertungskriterien wie monatliches Einkommen oder eventuell vorhandene Vermögenswerte, um die Bonität des Antragstellers zu bemessen. Man kann sich vorstellen, dass sich der dafür benötigte Aufwand wiederum auf die Zinskonditionen niederschlägt. So sind Eilkredite (ob mit oder ohne Schufa ) oft höher verzinst als Kredite, die von längerer Hand geplant sind und ohne Zeitdruck abgewickelt werden.
Oberstes Gebot bei einem Eilkredit ist also – wie bei jeder Finanzierungsform – der umfassende Vergleich der Effektivzinsen, Laufzeiten und Kreditgesamtkosten inkl. Bearbeitungsgebühren und eventuell benötigter Kreditversicherungen. Letztere sind jedoch bei einem Eilkredit, der ja in der Regel nur für kleinere Kreditbeträge benötigt wird, nur in Ausnahmefällen zu empfehlen. Wer bereits einen Versicherungsschutz gegen Tod, Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit besitzt, kann auf eine Restschuldversicherung für Eilkredite getrost verzichten.
Abschließend noch ein Tipp zur richtigen Verwendung der hier vorgestellten Darlehensform: Eil- oder Schnellkredite sollten nicht dazu missbraucht werden, kurzfristig Schulden auszugleichen. Für diesen Zweck gibt es eigens geschaffene Umschuldungskredite. Wer nicht in die Schuldenfalle geraten will, sollte einen Eilkredit lediglich als Übergangskredit betrachten und die Rückzahlung angesichts einer zu erwartenden Bonus-Auszahlung oder Gehaltserhöhung bereits abgesichert haben.
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