Die netbank AG, Hamburg, hat seit mehr als zwei Jahren trotz stetig nachlassender Zinsen den Treuebonus des “giroLoyal” konstant gehalten. Nun wird sie nach eingehender Prüfung diesen Zins aufgrund der Lage an den Geld- und Kapitalmärkten zum 10. Mai 2010 um 0,50 Prozent senken. Damit beträgt die Gesamtverzinsung auf das Girokonto bei Gehaltseingang 1,60 Prozent p. a. (variabel). Auf das Tagesgeldkonto gewährt die netbank dann einen Zinssatz von 1,25 Prozent p. a. (variabel).
Damit muss sie den Vergleich mit dem Wettbewerb nicht scheuen. Denn der Durchschnittszins für Tagesgeldkonten liegt bei unter 1,2 Prozent p. a. (variabel). Und für Girokonten sogar noch deutlich darunter. Konsequenterweise senkt die Hamburger Onlinebank auch gleichermaßen die Zinsen für den Dispositionskredit auf 9,0 Prozent, was sich für Kunden positiv auswirkt.
Seit mehr als einem Jahr ist der Leitzins in Europa auf einem historisch niedrigen Niveau. Somit erhalten auch Banken nur geringe Zinsen. Zudem pflegt die netbank seit jeher eine sehr konservative Wiederanlagestrategie, indem sie Kundengelder ausschließlich in Kredite an ihre eigenen Kunden anlegt oder sie in sicherheitsorientierte Anleihen investiert. Im Zuge der Finanzkrise erfahren diese Anleihen weiterhin eine massive Nachfrage, daher sinkt – dem marktwirtschaftlichen Prinzip folgend – ihre Rendite. Die netbank wird ihre sicherheitsorientierte Anlagestrategie jedoch nicht ändern, denn nur mit ihr und einer transparenten Konditionsgestaltung wird sie dem entgegengebrachten Kundenvertrauen gerecht.
