Das Kreditportal smava, Spezialist für so genannte P2P-Kredite (Darlehen von Privat an Privat) wird ab Juni 2010 seine Gebührenstruktur anpassen und gleichzeitig die Risikoaufschläge für Kreditnehmer anheben.
Wie im smava Blog zu lesen war, werden die Änderungen sowohl die Kreditnehmer als auch die Anleger betreffen. So wird auf Wunsch der Kreditgeber der bisherige smava-Pauschalbeitrag von vier Euro durch eine Bearbeitungsgebühr von anteilig 1,35 % der betreffenden Kreditsumme ersetzt. Gleichzeitig erhöht sich für Kreditnehmer die bisherige Smava-Gebühr um 0,5 Prozentpunkte: Waren bislang 2,0 % pro Kredit fällig, wird das Zinsniveau ab Juni auf nunmehr 2,5 % angehoben.
Neben der Gebührenstruktur werden bei smava demnächst auch die Risikodaten für eventuelle Kreditausfälle auf Seiten der Kreditnehmer aktualisiert. Beruhten die Bonitätsangaben bislang lediglich auf der Auskunft der Schufa, werden mit Inkrafttreten der neuen Gebührenregelung eigene, von Smava innerhalb der letzten drei Jahre zusammengetragene Daten in die Bewertung mit einfließen. Für die Zukunft bedeutet das, dass smava einmal pro Jahr eine Anpassung der Risikoaufschläge vornehmen wird. Für den Juni 2010 heißt dies konkret, dass die Risikoaufschläge entsprechend den zu erwartenden Ausfallraten über alle Bonitätsklassen um etwa ein Drittel höher sein werden.
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